FacebookBildergalerie anzeigenEinführung

Jochen Schanotta

von Georg Seidel

"Wir wissen viel, aber was aufbrechen würde, wenn alle aufbrechen, das wissen wir nicht."

Georg Seidel gilt heute als einer der bedeutendsten Dramatiker der DDR. Zu Zeiten seines literarischen Schaffens galt er als Unbequemer, dessen Schreiben als politisch subversiv beobachtet, an dessen Erfolglosigkeit in den Amtsstuben der Kulturbürokratie kräftig gearbeitet wurde. Ab Mitte der 70er Jahre war Seidel am Deutschen Theater tätig, zunächst als Beleuchter, dann als dramaturgischer Mitarbeiter. Hier entstanden seine Stücke: Kritische Auseinandersetzungen mit den gesellschaftlichen Entwicklungen der zerfallenden DDR, geprägt von Resignation und der wachsenden Isolation des Individuums. So erzählt Seidel auch in 'Jochen Schanotta' die Geschichte eines sehnsuchtsvollen Verweigerers im Kampf mit der Gesellschaft. Die Geschichte eines jungen Mannes, dessen utopische Potentiale sich immer mehr verlieren, der zwischen Aufruhr und Anpassung schmerzvoll aufgerieben wird. Auch wenn das System heute ein anderes ist, sind Gefühle sozialer Entfremdung und Vereinzelung wie auch die Bedrohung gesellschaftlichen Zerfalls gleichsam präsent. Was würde aufbrechen, wenn alle aufbrechen?
 Premiere 
18. Dezember 2011
Regie Frank Abt
Bühne Anne Ehrlich
Kostüme Marie Roth
Dramaturgie Meike Schmitz

Besetzung
Rollen einblendenRollen ausblenden
Andreas Döhler (Schanotta), Natali Seelig (Mutter), Daniel Hoevels (Körner), Kathleen Morgeneyer (Klette), Thomas Schumacher (Weber /Lehrer), Simon Brusis (Arzt / Rudi)

Termine

18. Mai 2012, 20.00 - 21.30 Uhr, B-Preise Karten

Bild / Visual zu Jochen Schanotta