Maria Stuart
zitty, Anne Peter, 6.5.2010
Arme, Beine und Oberkörper der Gefangenen sind am Stuhl festgeschnallt - und fallen als Spielelemente also weitgehend aus. Doch der phänomenalen Susanne Wolff reichen Stimme und Mimik, um eine Maria Stuart von atemberaubenden Verachtungsvermögen zu entwerfen. Wie sie sich mit einem Blick einem Auflachen, einem Mundwinkel-Verziehen über ihre Situation zu erheben weiß!
Kimmig schafft einen zweistündigen packenden Schiller-Thriller, eine Angst-Auslotung, die in Zeiten von Terrorkrieg und Folter-Gefängnisse nicht aufdringlich aktualisiert und trotzdem brandaktuell wirkt.