

„bei uns gehts um leben und den ganzen kram“
Sechs junge Menschen irgendwo in der Provinz. Hier gibt es nichts: keinen Jugendclub, keine Kneipe, kein Café. Michael, Bombe, Kleines und die anderen sind eigentlich immer hier. Aber heute gibt es einen Grund: Sie feiern Amandas Abschied. Zwischen Girlanden und Konfetti reden sie sich die Köpfe heiß. Sie haben ganz genaue Vorstellungen davon, wie Jugend sein soll: abhauen, rebellieren, lieben. Aber irgendwie will dem Reden kein Fühlen und kein Handeln folgen. Was ist es, was sie wirklich wollen? Wonach sehnen sie sich, außer nach der Sehnsucht selbst? Und kann man überhaupt noch sehnen in einer Welt der tausend Möglichkeiten, in der die Illusion der Freiheit zum Dogma geworden ist?
Laura Naumann, 1989 in Leipzig geboren, studiert seit 2008 Kreatives Schreiben und Kulturjouralismus in Hildesheim. 2006 und 2008 war sie Preisträgerin beim ,Treffen Junger Autoren‘ der Berliner Festspiele. 2009 erhielt sie den Münchner Förderpreis für neue deutschsprachige Dramatik.
Die lange Nacht der Autoren
17. April 2010