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Prinz Friedrich von Homburg

von Heinrich von Kleist

„Wer heut sein Haupt noch auf der Schulter trägt 
Hängt es schon morgen zitternd auf den Leib.“

Der schlafwandelnde Prinz Friedrich von Homburg wird vom Kurfürsten und dessen Hofgesellschaft beobachtet. Der Kurfürst lässt ihm durch seine Nichte Natalie einen Lorbeerkranz überreichen. Im Traum spricht der Prinz die Prinzessin als seine Braut an. Als er erwacht, findet er ihren Handschuh bei sich. Mit seinem Traum beschäftigt, überhört Homburg die morgendliche Befehlsausgabe und greift zu früh in die Schlacht ein, die er aber gewinnt. Das Kriegsgericht verurteilt den Sieger dennoch zum Tode, und Homburg, bereit auf Natalie und seine Stellung zu verzichten, bettelt um sein Leben. Der Kurfürst will ihm Freiheit gewähren, wenn Homburg den Urteilsspruch für ungerecht halten kann. Der Prinz erkennt die Rechtmäßigkeit des Urteilsspruchs an und ist bereit zu sterben.
Kriegsheld und romantischer Träumer, Liebender und Verräter – zwischen Todesangst und Todesmut steht der Prinz fremd in einer Welt, in die er sich einzuordnen versucht. Einer Welt als geschlossenem System, dessen Regeln und Ordnung für alle Figuren gleichermaßen ein Gefängnis bedeuten. Die Unterwerfung Homburgs und die Anerkennung der militärischen Ordnung werden mit dem Leben und der Realwerdung seines Traumes belohnt.

 Premiere 
25. September 2009
Regie Andreas Kriegenburg
Bühne Andreas Kriegenburg
Kostüme Andrea Schraad
Dramaturgie Juliane Koepp

Besetzung
Rollen einblendenRollen ausblenden
Jörg Pose (Friedrich Wilhelm), Judith Hofmann (Kurfürstin), Barbara Heynen (Prinzessin Natalie von Oranien), Ole Lagerpusch (Prinz Friedrich Arthur von Homburg), Bernd Stempel (Obrist Kottwitz), Johannes Schäfer (Graf Hohenzollern)

Bild / Visual zu Prinz Friedrich von Homburg