„Glauben Sie an die Bedeutsamkeit Ihrer persönlichen Lebenszeit?“
Sam, ein Performance-Künstler aus Tribecca, New York, schließt sich für ein Jahr in einen Käfig ein. Ein Selbstexperiment der totalen Reduktion und Isolation. Sams Performance ist strengsten Regeln unterworfen: immer das gleiche Essen, immer derselbe Besuch zur selben Zeit, und kein Werk, nichts, was die verbrachte Lebenszeit überdauert. Angeregt durch das „Cage Piece“, einer einjährigen Performance von Tehching Hsieh, genannt Sam, beschreibt Katharina Schmitt eine Kunst, die zum Gefängnis wird –
und zum Gleichnis für das Gefängnis des Körpers und der Zeit.
Katharina Schmitt studierte Regie an der Akademie der musischen Künste Prag. Für ihr Stück ‚Knock-out‘ erhielt sie den Lenz-Preis der Stadt Jena. Zwei weitere Stücke ‚Platz der Republik‘ und ‚Im Pelz‘ wurden in
Oldenburg und in Leipzig uraufgeführt.
Die lange Nacht der Autoren
17. April 2010