Geboren in Berlin. Sein erstes Engagement führte ihn an die Vereinigten Bühnen Krefeld/ Mönchengladbach, dort spielte er u.a. die Titelrolle in ‚Prinz Friedrich von Homburg’. 1985 holte Günther Beelitz ihn ans Düsseldorfer Schauspielhaus, 1986 ging Matthes mit Beelitz nach München ans Bayerische Staatsschauspiel. 1988 wechselte er an die Münchner Kammerspiele. Dort spielte er u.a. die Titelrolle in Tankred Dorsts ‚Karlos’. Ab 1992 war er ein wichtiger Protagonist an der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin bei Andrea Breth. Für Frank Wedekinds ‚Frühlings Erwachen’ in den Kammerspielen führte er auch Regie. Ulrich Matthes ist seit der Saison 2004/05 festes Ensemblemitglied am Deutschen Theater. Hier spielte er u.a. den George in Edward Albees ‚Wer hat Angst vor Virginia Woolf?’ (eingeladen zum Berliner Theatertreffen) oder den Major von Tellheim in Lessings ‚Minna von Barnhelm (Regie Barbara Frey) und die Titelrolle in Tschechows ‚Onkel Wanja’ (Regie Jürgen Gosch). Für seinen Onkel Wanja teilt er sich mit Jens Harzer den Titel ‚Schauspieler des Jahres’. Für die Hauptrolle in dem Film ‚Der neunte Tag’ von Volker Schlöndorff wurde er sowohl für den Europäischen wie den Deutschen Filmpreis nominiert. In Oliver Hirschbiegels ‚Der Untergang’ verkörperte er Joseph Goebbels und spielte zuletzt mit Anna Maria Mühe in ‚Novemberkind’. Ulrich Matthes erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 2006 den Gertrud-Eysoldt-Ring für herausragende schauspielerische Leistungen sowie den im Rahmen des Berliner Theatertreffens 2007 verliehenen Theaterpreis Berlin der Stiftung Preußische Seehandlung. 2005 und 2008 wurde er in der Zeitschrift Theater heute zum Schauspieler des Jahres gewählt.