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Liao Yiwu

Die Kugel und das Opium
Lesung mit Ulrich Matthes und Gespräch mit Sigrid Löffler

Am frühen Morgen des 4. Juni 1989 mobilisierte die chinesische Regierung die Volksbefreiungsarmee, um die friedlichen Demonstrationen Zehntausender Studenten niederzuschlagen, die mehr Freiheit und Demokratie forderten. Am Platz des Himmlischen Friedens richteten sie ein Massaker an, das die Welt schockierte. Wie viele Menschen die Panzer niederrollten, wie viele Studenten von Soldaten erschossen oder zu Tode geprügelt wurden, gab die chinesische Regierung nie bekannt. Liao Yiwu, der über das Massaker ein Gedicht verfasste und dafür vier Jahre inhaftiert wurde, führte über Jahre hinweg heimlich Interviews mit Augenzeugen und Angehörigen der Opfer. Entstanden ist ein ebenso schockierendes wie bewegendes Zeugnis der unfassbaren Ereignisse und eine Verneigung vor den mutigen Menschen, die für ihre Überzeugungen mit ihrem Leben einstanden.

Nach Boualem Sansal und David Grossman ist auch der diesjährige Friedenspreisträger im Deutschen Theater zu Gast. Ulrich Matthes liest aus dem neuen Roman und Sigrid Löffler spricht mit Liao Yiwu.

Kooperation mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und dem S. Fischer Verlag
18. Oktober 2012


Bild / Visual zu Liao Yiwu