3 Theaterempfehlungen für die nächsten 3 Wochen!

Das Theaterkollektiv Turbo Pascal schaltet di eBesucher_innen zu einem Sinn-Generator zusammen. Jeder hat die Möglichkeit, Gedanken und Gedankenfetzen in eine stetig wachsende Datensammlung einzuspeisen. Sitznachbarn werden zu Informationsträgern, Zuschauerreihen zu verarbeitenden Einheiten. Kann das Publikum sinnvolle Ergebnisse produzieren,wenn es um Begeisterung, Lebensglück oder die letzten Dinge geht? Können wir gemeinsam besser nachdenken als alleine?
www.turbopascal.info

Die pinke Unterbewusststeinswanne quillt an diesem Abend fast über, vor starken Szenen und Bildern, die ich mir heimlich abfotografieren will, um sie als Hintergrundsbild und aktuellen Seelenabdruck für meine Facebook Wand zu benutzen: Suizidale Kaninchen, Köche mit überdimensioniertem Geschirr und einer Choreografie aus Senf, Rotkohl und Lauch, Heul-Orgien mit Tüten aus Tränen und das übermütterliches Stillen an einem Riesenbusen, dessen erschöpft gefüttertes Baby spielerisch die vierte Wand durchbricht und sich schließlich auf den Schoß einer Zuschauerin muckelt. Überhaupt ist die vierte Wand hier mehr ein Witz als eine Wand. Selten spielen sich junge Spieler so selbstverständlich und charmant ins Publikum hinein wie heute Abend. Der Abend ist ein grelles Fest aus Spielfreude und verspielter Massiv-Fantasie. Die junge Bühne, 10.02.2015


Man muss sie einfach lieben, diese geballte Front intelligenter Jugendlichkeit. Und sie machen einen ungewöhnlichen, großartigen Abend unter dem vielsagenden Motto 'Tod. Sünde. 7': In 90 Minuten reden sie mit eigenen Texten über ihre ziemlich genau registrierten und formulierten Erfahrungen mit dem Wahnsinn des Daseins, über ihren von Hormonen und jugendkulturellen Zwängen gestressten Alltag, über Gelüste und Lebenssehnsüchte, Lebensängste und Lebenswut. Das bringen sie monologisch oder chorisch, aber immer intensiv rüber, eingebunden in choreographisch vehement arrangiertes Körperspiel. Und alles ohne moralisch oder philosophisch wackeln- und winkendem Zeigefinger packend auf die Bühne der Kammerspiele gesetzt. Sehr zu empfehlen sonderlich jugendlichen Theaterenthusiasten sowie deren Freunde und Verwandtschaft. Freie Volksbühne Berlin Blog, 12.05.2015



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Trailer ALICE - Kamera: Marijana Verhoef,Schnitt: Jelena Petkovic, Color Grading: Jan Joost Verhoef, Musik: PaulLemp 



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Hör-Stück zu den ersten Stücken und Projekten 2014/15



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Birgit Lengers, die Leiterin des Jungen DT, über die ersten Projekte der neuen Spielzeit, - über 'Monster', 'Alice im Wunderland', Kafkas 'Verwandlung‘', das Herbst-Camp 2014 und ein neues Klassenzimmerstück. Schon jetzt werden Mitspieler gesucht, und das neue Klassenzimmerstück kann bereits gebucht werden!

Woran können wir glauben?

Wir glauben daran, dass alles immer mal wieder anders ist als wir glauben. Daran, dass deine Realität nicht realer ist als meine. Dass Wahrheit immer eine Frage der Perspektive ist und Wirklichkeit oft genug Inszenierung. Wir glauben, dass Verunsicherung die neue Sicherheit ist, dass Wahn und Sinn oftmals sehr nah beieinander liegen. Im Theater laden wir ein, die Wirklichkeit von einer ungewöhnlichen Seite zu betrachten. Um die Welt zu verstehen, braucht es manchmal schräge Sichtlinien.

Alle theaterbegeisterten Jugendliche, Musiker, Sportler, Artisten und Künstler, Schüler, Studierende und Lehrende sind willkommen. Mit euch wollen wir in dieser Saison hinter die Dinge blicken, die Wirklichkeit neu erfinden und alles in Frage stellen.

Birgit Lengers und Kristina Stang
Junges DT

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