Die Möwe
von Anton Tschechow
Übersetzung von Angela Schanelec
Der Lehrer liebt Mascha, Mascha liebt Kostja, der wiederum liebt Nina, die liebt den Schriftsteller Trigorin, der jedoch nur sich selbst liebt. In Tschechows bittersüßer Komödie „Die Möwe“ geht es um die Liebe im Überstehen des Unglücks, um das Entkommen aus der Öde der Provinz und die Produktion von Kunst: „Wir beschreiben das Leben so wie es ist und weiter weder piep noch pup. Wir haben weder Nah- noch Fernziele, unser Herz ist wie leergefegt. Wir haben keine Politik, an eine Revolution glauben wir nicht, wir haben keinen Gott, haben keine Angst vor Gespenstern. Ob dies eine Krankheit ist oder nicht – es geht nicht um die Bezeichnung, sondern um das Eingeständnis unserer Lage“, so Tschechow an einen Freund und Kollegen. Tschechow gelingt es, das Gefühlselend der leidenden Menschen in ihrer Alltäglichkeit und ihren Leerlauf in einer materiell saturierten Gesellschaft widerzuspiegeln und es gleichzeitig komisch und lachhaft wirken zu lassen.
Jürgen Gosch nimmt sich nach seiner umjubelten Inszenierung von »Onkel Wanja« ein weiteres Stück von Tschechow vor. „Die Möwe“ wurde zum Berliner Theatertreffen 2009 eingeladen und in der Kritikerumfrage von Theater heute 2009 zur Inszenierung des Jahres gewählt.
Premiere
20.12.2008
Regie Jürgen Gosch
Bühne Johannes Schütz
Kostüme Johannes Schütz
Besetzung
Rollen einblendenRollen ausblenden
Meike Droste (Mascha),
Corinna Harfouch (Irina Nikolajewna Arkadina),
Kathleen Morgeneyer (Nina Michailowna Saretschaja ),
Simone von Zglinicki (Polina Andrejewna ),
Christoph Franken (Semjon Semjonowitsch Medwedenko ),
Christian Grashof (Pjotr Nikolajewitsch Sorin ),
Alexander Khuon (Boris Alexejewitsch Trigorin),
Peter Pagel (Jewgenij Sergejewitsch Dorn, Arzt ),
Bernd Stempel (Ilja Afanasjewitsch Schamrajew ),
Jirka Zett (Konstantin Gawrilowitsch Treplew)
Termine
09. März 2012, 19.30 - 22.25 Uhr, A-Preise