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Nach der Katastrophe

Ein persönlicher Bericht von Sachiko Hara

Als die Schauspielerin Sachiko Hara letztes Jahr vom Erdbeben in Japan und dem Reaktorunglück in Fukushima erfuhr, steckte sie mitten in einer Probenphase in Hannover, weit weg von ihrer Familie und den japanischen Freunden. In den Sommerferien machte sie sich dann auf den Weg nach Japan, im Gepäck ein Geigerzähler und viele Fragen. Wie hat die Familie das Erdbeben erlebt? Wie geht es ihnen jetzt? Und wie leben die Menschen in Japan nach der Katastrophe und mit der Unsicherheit einer möglichen Strahlungsbelastung weiter? Wie gefährlich ist es wirklich in Tokio und im Umkreis von Fukushima zu leben? Welchen Informationen kann man glauben?
Einen Sommer zuvor hatte Hara anlässlich der europäischen Erstaufführung von 'Little Boy - Big Taifoon' die Stadt Hiroshima besucht und mit Wissenschaftlern ebenso wie mit jungen Künstlern und Opfern der Atombombe gesprochen. Auch damals leitete sie die Neugier. Wer spricht in Hiroshima noch über die Bombe, die eine neue Zeitrechnung einläutete? Wie sieht das Leben heute dort aus?
Eine Fülle an Recherchematerial, Geschichten und Videos hat die Schauspielerin von Japan nach Deutschland mitgebracht. In einem sehr persönlichen Bericht erzählt Sachiko Hara im Rahmen von 'Sperrzone Japan' nun von diesen beiden Reisen. Sie zeigt Fotos, Videos, kommentiert und singt.

Sachiko Hara ist ‪in Kanagawa bei Tokio geboren. Sie studierte an der Tokioter Sophia-Universität Deutsch und spielte ab 1984 in vorwiegend avantgardistischen Theaterprojekten in Tokio. 1999 lernte Hara Christoph Schlingensief kennen. Es folgte eine langjährige Zusammenarbeit mit Schlingensief sowie mit Nicolas Stemann und René Pollesch. 2004- 2009 war Hara am Wiener Burgtheater Ensemblemitglied. Seit 2009 ist sie im Ensemble des Schauspiel Hannovers.

 Sperrzone Japan - Ein Jahr nach Fukushima 
3. März 2012

Video Sachiko Hara, Yannik Böhmer
Dramaturgie Friederike Trudzinski

Bild / Visual zu Nach der Katastrophe