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Clash

Jener höhere Besen, den wir verehren

Der Tagesspiegel, Rüdiger Schaper, 08.02.2011

Typische Erpulat-Drehungen, Dialektik zum Schwindligwerden. […] 'Interkulturell', 'postmigrantisch' – an einem solchen Abend verschwinden auch die angestrengten Hilfsbegriffe. 'Clash' ist ein Berliner Stück, durch und durch.

Affen als Zuchtmeister

Berliner Zeitung, Doris Meierhenrich, 07.02.2011

Als das schlimme 'I-Wort' endlich fällt, bricht der Donner vom Theaterhimmel los und erstirbt das Licht in letzten Zuckungen. Auf der Bühne, wo man lange um das Wort herum stotterte, schmeißen sich alle in Deckung und verzerrte 'Alllaaah'-Rufe begleiten den martialischen Auftritt der 'I-Wort'-Hüter: Es sind die Herrscher jenes Zukunftsplaneten unter dem Banner des Halbmonds, auf dem die Gegenwartsmenschen an diesem schrillen, gewitzten Theaterabend in den Kammerspielen des DT bruchlanden. Das peitschende Wort heißt 'Integration' und seine Zuchtmeister sind theokratische Affenmenschen, die ihren Untertanen, den noch menschlichen Menschen, ihr Affenleben aufzwingen. Und das kennt keinen Spaß, nur gut oder schlecht, kluge Oberaffen und dumme Untermenschen und ein heiliges Buch: 'Deutschland schafft sich ab'.

Der Mensch, die Affen

nachtkritik.de, Esther Slevogt, 05.02.2011

Das hat sich Thilo Sarrazin wahrscheinlich anders vorgestellt, dessen Thesen auf diesem Weg so entwaffnend komisch demontiert werden. Und vor allem deutlich effektiver als alle verbohrten Debatten, die das Buch ausgelöst hat.

Sarrazin als Helfer der Affen

Märkische Allgemeine, Frank Dietschreit, 09.02.2011

Es ist wie im Kultfilm 'Planet der Affen': In Deutschland haben inzwischen die Affen die Macht ergriffen. […] Ihre Herrschaftsreligion ist der Islam, ihr wichtigstes Buch ein politisches Pamphlet eines ungenannten Autors, hinter dem sich, unschwer erkennbar, Thilo Sarrazin verbirgt.

Auf der Bühne: ein turbulentes Happening aus intellektueller Veralberung und ohrenbetäubend lauter Pop-Persiflage, bei dem alle Vorurteile und Klischees durch den Kakao gezogen werden.

Sarrazin für Affen

Süddeutsche Zeitung, Till Briegleb, 10.02.2011

Ablehnung und Annährung, Vorurteile und Bestätigung von Vorurteilen, aggressives Auftrumpfen und unsichere Fragen prallen hier im Wirbel der Konflikte fröhlich aufeinander. Da wird natürlich gerappt und getanzt, Alltagsszenen von rauen Sitten im U-Bahnhof und erste Flirts wechseln sich ab mit tapferen Persiflagen des berühmten Films, wobei hier die Affen Moslems sind und die Menschensklaven Berliner Prolls in lilabunten Trainingsanzügen mit Lidl-Tüte. Die Möglichkeiten der Parodie, dreist mit Klischees zu arbeiten, wird hier weidlich ausgespielt.

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