Die Nacht, die Lichter
von Clemens Meyer
Da ist die Stadt. Da ist die Nacht. Im Aufflackern der halbblinden Neonreklame eine Gestalt. Im nächsten Moment ist sie verschwunden. Stille. Ein Bahndamm. Der letzte Zug aus der Hauptstadt rattert vorbei. In den erleuchteten Fenstern vereinzelt Reisende. Vierundzwanzig Bilder in der Sekunde. Will man eine Stadt verstehen, dann muss man sich ihr vom Rand her nähern. Erst da, wo die Städte ausfransen, begegnet man jener Wirklichkeit, wie sie in den Hochglanzzentren kaum wahrzunehmen ist; einer Wirklichkeit, wie sie Clemens Meyer immer wieder in seinen Erzählungen fasst. Es sind Menschen in Zwischenwelten, die scheinbar verloren durchs Leben straucheln, auf der ewigen Suche nach dem kleinen Glück, nach Liebe, nach Hoffnung. Menschen, wie sie Clemens Meyer meisterhaft in seinem preisgekrönten Erzählband „Die Nacht, die Lichter“ beschreibt.
Gastspiel Centraltheater Leipzig
10. + 11. September 2010
Regie Sascha Hawemann
Bühne Wolf Gutjahr
Kostüme Hildegard Altmeyer
Licht Carsten Rüger
Dramaturgie Johannes Kirsten
Besetzung
Andreas Keller,
Anna Blomeier, Edgar Eckert, Hagen Oechel, Manuel Harder, Martin Brauner