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Nathan der Weise

von Gotthold Ephraim Lessing

"Was ist das für ein Gott, der für sich muss kämpfen lassen?"

Lessings zur Zeit der Kreuzzüge spielendes, 236 Jahre altes Aufklärungsdrama, ist ein Plädoyer für religiöse Toleranz. Der eingeforderte interkulturelle Dialog zwischen Christentum, Islam und Judentum basierend auf Vernunft und Humanität, lässt sich im Kontext fortschreitender fundamentalistischer Konflikte heute nur noch wie ein Märchen lesen. Auch die Komödie ist in Lessings Nathan eingeschrieben und der Humor als Statement gegen die Barbarei ist eine Möglichkeit die Notwendigkeit einer Auseinandersetzung mit diesen alles überschattenden Zerwürfnissen zu unterstreichen. Der Regisseur Andreas Kriegenburg erzählt mit einer Gruppe von sechs Schauspielerinnen und Schauspielern die Geschichte als archaischen Comic, ausgehend vom aus Ackerboden erschaffenen naiven Menschen, als seinen Zugang zu Lessings Utopie und dessen Gedanken in ihrem Reichtum und ihrer Komplexität.
 Premiere 
30. August 2015