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12.09.2019

Neu im Ensemble

Seit dieser Spielzeit 2019/2020 ist Lorena Handschin neues Ensemblemitglied des Deutschen Theaters Berlin. Ihren Einstand gab sie bereits Ende der letzten Spielzeit in der Inszenierung "zu unseren füßen, das gold, aus dem boden verschwunden" von Svealena Kutschke (Regie: András Dömötör), die im Rahmen der Autorentheatertage uraufgeführt wurde. Im Gespräch mit Journalist Jürgen Büsselberg lernen Sie die gebürtige Schweizerin, die ihre Matura mit dem Schwerpunkt Jazzgesang absolvierte, hier näher kennen, erfahren warum sie auch fließend Dänisch spricht, von ihrer Arbeit mit Flüchtlingen aus Syrien und Afghanistan und in welchen Inszenierungen sie in dieser Spielzeit außerdem am DT zu sehen ist.
In „Der Hals der Giraffe“ erzählt die Autorin Judith Schalansky von einer Zeit des Übergangs: das Alte gibt es nicht mehr, das Neue bleibt fremd. Philipp Anrold inszeniert für das Deutsche Theater eine Bühnenversion. In diesem Podcast hören sie unter anderem DT-Schauspielerin Linn Reusse mit Auszügen aus „Der Hals der Giraffe“ und ein Gespräch, das Dramarturgin Juliane Koepp bei „Früh-Stücke“ am 18. August 2019 mit der Kostümbildnerin Julia Dietrich führte.
Mit „Ausweitung der Kampfzone“ ist zum zweiten Mal ein Roman von Michel Houellebecq  als Bühnenfassung im Deutschen Theater zu sehen. 2016 hatte „Unterwerfung“ als Inszenierung von Stephan Kimmig Premiere. Jetzt inszeniert Ivan Panteleev, am DT vertreten auch mit „Die Zofen“ und „Warten auf Godot“, Houellebecqs Debütroman „Ausweitung der Kampfzone“. Schauspieler Marcel Kohler und Dramaturg Bernd Isele stellten bei der DT-Sonntagsmatinee „Früh-Stücke“ am 18. August 2019 Stück und Autor vor, - mit Ausschnitten aus der Bühnenfassung, aus Zeitungartikeln und mit Interviewpassagen. Foto: Bernd Isele, Michel Houellebecq und Marcel Kohler (von links).
"30.nach.89 – Talking About Your Generation", so heißt das neue trinationale Projekt des Jungen DT. Dabei treffen 18 Jugendliche aus Deutschland, Polen und Russland in ihren Heimatländern Frauen und Männer, die den großen politischen und gesellschaftlichen Wandel im Jahr 1989 miterlebt und mitgestaltet haben. Aus dem gesammelten Material erarbeiten die Jugendlichen unter der Regie von Uta Plate einen Theaterabend, der am 19. Oktober 2019 in der Box des Deutschen Theaters Premiere haben wird. Die erste gemeinsame Recherchereise führte das gesamte junge Team nach Warschau und Gdansk (Danzig). Dort sprachen sie untern anderem mit Polens Ex-Präsident Aleksander Kwaśniewski und mit Vertretern der Gewerkschaft Solidarność. Von dieser Reise berichten hier Katharina Hoffmann und Emil Kollmann, zwei aus dem Kreis der sechs deutschen Jugendlichen.
„Rage“ und „Egal“ - diese beiden entgegengesetzten emotionalen Zustände sind das Motto der neuen Spielzeit beim Jungen DT. Mit welchen Stücken diesem Motto, diese Ausnahmezuständen nachgespürt und nachgefühlt werden soll, darüber informieren hier Birgit Lengers, die Leiterin des Jungen DT und Dramaturg und Theaterpädagoge Lasse Scheiba. Außerdem geht es um die beiden Jugendclubs der neuen Spielzeit, um den Jugendbeirat und um junge Talente, die am Jungen DT ihre Schauspielkarriere starteten. Foto: © Arno Declair
Die Studentin Luisa Neubauer, Jahrgang 1996, ist das Gesicht der deutschen Fridays-For-Future-Bewegung. Am 4. Jun 2019 war sie Gast beim Nachgespräch zu „Let Them Eat Money. Welche Zukunft?!“ und diskutierte mit Moderation Ulrike Herrmann von der taz und dem Publikum über notwendige Schritte, um die Ziele des Pariser Abkommens in Sachen Klimaschutz zu erreichen. Dabei widersprach sie einem Zuhörer, der die Auffassung vertrat, Umwelt- und Klimaschutz sei Aufgabe eines jeden. Das fange beim Verzicht auf den Kaffee-To-Go-Becher an, dazu gehöre der Umstieg vom Auto auf das Fahrrad, der weitgehende Verzicht auf Fleisch. Alles richtig, sagt Luisa Neubauer, aber „die Privatisierung von Klimaschutz sei das größte Geschenk an die Konzerne, die mit der Zerstörung unseres Klimas Profite machen.“
Der Gast beim 10. Nachgespräch zu „Let Them Eat Money. Welche Zukunft?!“ war Christoph Bals, Theologe und politischer Geschäftsführer der Umweltorganisation Germanwatch. Im Gespräch mit Autor und Regisseur Andres Veiel und Moderatorin Ulrike Herrmann von der taz diskutierte er unter anderem, warum es sinnvoll ist, dass ein Bauer aus Peru in Deutschland vor einem Gericht gegen den Energiekoinzert RWE klagt und über die Frage, ob es einen Internationalen Gerichtshof für Verbrechen gegen die Erde geben sollte. Thema auch in dieser Runde: Müssen wir schon bald auf Flugreisen und Fleischkonsum verzichten, um den CO2-Ausstoß wirklich wirksam zu vermindern?
113 Theatertexte hat die Kulturjournalistin Esther Boldt als Jury-Vorsitzende des Stückewettbewerbs für die Autorentheatertage gelesen und in der Endauswahl mit der Schauspielerin Steffi Kühnert und der Filmemacherin Valeska Griesbach die drei Gewinnertexte bestimmt: "Entschuldigung" von Lisa Danulat, "ruhig blut" von Eleonore Khuen-Belasi und "zu unseren füßen das gold, aus dem boden verschwunden" von Svealena Kutschke. Sie werden in der Langen Nacht der Autorinnen am 8. Juni in Koproduktion mit dem Schauspielhaus Graz und dem Theater Neumarkt Zürich uraufgeführt. Im Podcast lesen Ensemblemitglieder des DT Ausschnitte aus den drei Gewinnertexten und Sie erfahren, mit welchen Begründungen die Jury die drei Stücke ausgewählt hat.
Jedes Jahr werden zehn Gastspiele für die Autorentheatertage am Deutschen Theater Berlin ausgewählt. Aber wie kommt diese Auswahl eigentlich zustande? Wie viele neue Inszenierungen schaut man sich an, um zehn auszuwählen und nach welchen Kriterien wird am Ende entschieden? DT-Dramaturg Bernd Isele ist als Kurator der Autorentheatertage 2019 quer durch Deutschland, Österreich und die Schweiz gefahren, um sich zahlreiche Aufführungen neuer Theaterstücke anzuschauen. Hier stellt er uns die zehn Stücke vor, die in diesem Jahr - der nunmehr zehnten Ausgabe der Autorentheatertage - als Gastspiel zu sehen sind.
Jeder, der sich für das Theater interessiert, weiß natürlich, dass es hinter den Kulissen Maskenbildner_innen gibt, Bühnenarbeiter_innen, weiß von einer Kostümabteilung, von Menschen, die sich um Licht und Ton kümmern und kann sich denken, dass ein Theater auch eine Buchhaltung hat. Aber eine ganz wichtige Abteilung eines jeden großen Theaters ist weitgehend unbekannt und kaum jemand weiß, was sich hinter ihrer Abkürzung verbirgt: KBB, das Künstlerische Betriebsbüro. Wieso das KBB eine höchst wichtige "Schaltzentrale" ist, woran die Kolleg_innen dort arbeiten und warum sie beim DT gerade im Frühjahr eines jedes Jahres vor einer besonderen Herausforderung stehen, erfahren Sie in diesem Podcast von KBB-Mitarbeiterin Maria Dinkel.