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11.11.2017

Mythos Amerika

Warum trägt die Freiheitsstatue bei Franz Kafka keine Fackel sondern ein Schwert? Welchen Einfluss hatte Kafkas Hinwendung zum Judentum auf seinen Roman "Der Verschollene"? Dieser diente als Vorlage für die aktuelle Inszenierung "Amerika" von Dušan David Pařízek. Antworten auch auf diese Fragen lieferte Professor Dr. Norbert Finzsch am 2. November 2017 im DT mit seinem Vortrag "Mythos Amerika", den wir hier dokumentieren.
14. Nachgespräch zu einer Aufführung von "Terror." Dabei konnte Moderator Stephan Detjen, Korrespondent beim Deutschlandfunk, am 5.10.2017 den Bundesjustizminister Heiko Maas von der SPD als Gesprächspartner begrüßen. Bei der Abstimmung zum Ende der Aufführung entschieden sich 224 Zuschauer für unschuldig, 107 gingen durch die Tür für schuldig. Welche Tür Heiko Maas wählte, hören Sie in diesem Mitschnitt des Nachgesprächs.
Briefe wechselten in den Jahren 1980 bis 2010 zwischen Bissau in West-Afrika und Erfurt. Eine Frau aus der DDR war ihrem Mann in seine Heimat gefolgt und berichtete der Mutter von ihrem Leben in dem fremden Land. 35 Jahre später heftet sich die Nichte an die Spuren dieser Frau, die kurz zuvor nach einem tragischen Unfall gestorben war. In ihrer Inszenierung „Between The Lines - Briefe aus Bissau“ verknüpft das Regie-Duo Auftrag: Lorey Familiengeschichten aus vier Jahrzehnten mit politischen Entwicklungen in zwei höchst unterschiedlichen Ländern. Mit dabei: die Schauspielerin Natali Seelig, die hier von den Proben an diesem Multi-Media-Abend berichtet.
Von „Die Welt ins uns“ zur „Gala Global“. Der Amerikaner Gary Davis hatte 1948 eine Idee und ernannte sich zum ersten Weltbürger. Seine US-Staatsbürgerschaft gab er zurück. In „Die Welt ins uns“ beschäftigen sich am DT Jugendliche aus verschiedenen Ländern mit dieser Idee. Zur „Gala Global“ im Mai 2018 möchte das Theaterkollektiv Turbo Pascal Freunde aber auch Kritiker der Weltbürgerschaft einladen zu Gesprächen, Abstimmungen und vielleicht auch Rangeleien. Angela Löer und Frank Oberhäußler von Turbo Pascal berichten hier von ersten Recherchen
und den weiteren Plänen bis zur „Gala Global“.
„Ein übersetztes Klagelied mit furchtbarem Akzent“ nennt Sivan Ben Yishai im Untertitel ihr Stück „YOUR VERY OWN DOUBLE CRISIS CLUB“. In der Inszenierung von András Dömötör in den Kammerspielen des Deutschen Theaters spielen neben den Ensemblemitgliedern Judith Hofmann und Felix Goeser sechs Schauspielstudenten der Universität der Künste (UdK) Berlin. Diese sechs berichten hier von ihren Eindrücken bei den Proben, ihrem Verhältnis zu diesem Stück und den speziellen Herausforderungen bei dieser Inszenierung.
'Ego' und 'Trip' steht auf dem Cover des Spielzeithefts 2017/18 des Jungen DT. Birgit Lengers, die Leiterin des Jungen DT, stellt hier einige Produktionen der neuen Spielzeit vor. Dabei auch das internationale Projekt 'Hier.Stehe.Ich' und das neue Klassenzimmerstück 'Das hier ist kein Tagebuch'. Außerdem verrät sie, warum es diesmal beim Jungen DT kein Herbstcamp, sondern ein Frühlingscamp gibt.
*Offenes DT“, so nennt sich eine neue Veranstaltungsreihe im Deutschen Theater, gestartet am 13. September 2017. Zweimal im Monat, immer rmittwochs, wird das DT zu einem Begegnungsraum für Menschen mit und ohne Fluchterfahrung, treffen Neu-Berliner auf Menschen, die hier geboren wurden oder schon sehr lange leben. Was den Besuchern dabei geboten wird und welche Hoffnungen mit dieser Reihe verbunden sind, schildert Mitorganisator Jörg Freckmann. Außerdem kommen einige der ersten Gäste zu Wort und sprechen über ihre Erwartungen an das „Offene DT“.
Felix Goeser (am Schlagzeug) mit einen Ausschnitt aus „Your Very Own Double Crisis Club“ von Sivan Ben Yishai, - ausgewählt für eine Uraufführung bei den Autorentheatertagen 2017 und anschließend auch weiterhin im Deutschen Theater zu sehen.
Warum verfaßt eine israelische Autorin, die seit fünf Jahren in Berlin lebt, ihre Theaterstücke in englischer Sprache? Auch darüber spricht hier DT Dramaturg Claus Caesar mit Sivan Ben Yishai, Autorin von „Your Very Own Double Crisis Club“ (Untertitel: „Ein übersetztes Klagelied mit furchtbarem Akzent“). Wir empfehlen: hören Sie zum besseren Verständnis dieses Gesprächs zuerst den Ausschnitt aus dem Stück, gelesen von Felix Goeser, ebenfalls zu finden hier bei den Hör-Stücken.
Beim 13. Nachgespräch zu „Terror“ am 4. Mai 2017 saßen auf dem Podium: die Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Dorothee Bär (CSU) und der Intendant des Deutschen Theaters, Ulrich Khuon. Moderiert wurde das Gespräch von Stefan Reinecke von der taz. Das Abstimmungsergebnis nach der Vorstellung an diesem Abend: 270 Zuschauer stimmten für unschuldig, 210 für schuldig.