Hör-Stücke

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Jeder, der sich für das Theater interessiert, weiß natürlich, dass es hinter den Kulissen Maskenbildner_innen gibt, Bühnenarbeiter_innen, weiß von einer Kostümabteilung, von Menschen, die sich um Licht und Ton kümmern und kann sich denken, dass ein Theater auch eine Buchhaltung hat. Aber eine ganz wichtige Abteilung eines jeden großen Theaters ist weitgehend unbekannt und kaum jemand weiß, was sich hinter ihrer Abkürzung verbirgt: KBB, das Künstlerische Betriebsbüro. Wieso das KBB eine höchst wichtige "Schaltzentrale" ist, woran die Kolleg_innen dort arbeiten und warum sie beim DT gerade im Frühjahr eines jedes Jahres vor einer besonderen Herausforderung stehen, erfahren Sie in diesem Podcast von KBB-Mitarbeiterin Maria Dinkel.
Birgit Lengers, Dramaturgin am Deutschen Theater und Leiterin des Jungen DT, hat das Programm von Radar Ost, dem Internationalen Auftakt der Autorentheatertage kuratiert. Dafür war sie in den vergangenen Monaten viel in Osteuropa unterwegs und besuchte Theater von Minsk bis hin zu Prag und Budapest. Im Podcast stellt sie nicht nur die fünf ausgewählten Inszenierungen vor, sondern berichtet auch von ihren Gesprächen mit Regisseuren und Schauspielern vor Ort.
Tilo Jung präsentiert seit 2013 auf youtube sein Interview-Format „jung und naiv“. Am 9. April 2019 war er Gast beim neunten Nachgespräch zu „Let Them Eat Money. Welche Zukunft?!“, moderiert von Ulrike Herrmann, Wirtschaftsredakteurin der taz. Wieder auf dem Podium dabei: Regisseur Andres Veiel, zusammen mit Jutta Doberstein auch Autor dieses Stücks. Elementare Punkte ihrer Diskussion waren: welche Aufgabe hat die Jugend in der Auseinandersetzung um Klimaschutz, welche Rolle spielt die Eigentumsfrage und deutet sich durch die schier ewigen Krisen das Ende des Kapitalismus an?
09.04.2019

Push the Limit!

Neues von Bastian Kraft am Deutschen Theater: Bei „ugly duckling“ verbindet der Regisseur zwei Märchen von Hans Christian Andersen mit den Lebensläufen von drei Berliner Dragqueens. Diese Protagonist_innen des urbanen Nachtlebens machen das Spiel mit Geschlechterrollen zum befreienden Spektakel. Hier schildert eine der drei, Judy LaDivina, zusammen mit Regine Zimmermann, ebenfalls Mitglied des Ensembles bei „ugly duckling“, was Bastian Kraft von ihnen wissen wollte, um das Buch für dieses Projekt zu schreiben. Außerdem beschreiben sie ihre unterschiedlichen Rollen und Judy berichtet von dem neu gewonnenen Selbstbewußstein, nach dem sie erstmals in Drag aufgetreten ist. Ihr Motto dabei immer: „Push the Limit!“ Ein Podcast übrigens in Deutsch und Englisch.
Beim achten Nachgespräch zu "Let Them Eat Money. Welche Zukunft?!“ saß neben Moderator Stefan Reinecke und Autor und Regisseur Andres Veiel der Gründer des Vereins "Mein Grundeinkommen e.V.", Michael Bohmeyer, auf dem Podium im Deutschen Theater Berlin. Der Verein hat bisher über Spenden 300 Menschen ein bedingungsloses Grundeinkommen finanzieren können. Anhand eigener Recherchen konnte er bei diesem Nachgespräch berichten, wie die Empfänger mit diesem Geld umgehen und wie es ihr Leben verändert.
Seit 16 Jahren ist Jörg Luxath Leiter der Abteilung Bühnentechnik am Deutschen Theater. Hier gibt er Auskunft darüber, für welche Bereiche seine Abteilung zuständig ist und berichtet, dass für den Beruf des Bühnentechnikers oftmals ganz unterschiedliche Fähigkeiten gebraucht werden. Er erinnert sich zudem an einen Tag, an dem seine ganze körperliche Kraft gebraucht wurde, um ein Dekorationsteil zu bewegen und benennt zwei Besonderheiten der großen Bühne des DT.
Als Gast beim siebten Nachgespräch zu Let Them Eat Money. Welche Zukunft?! konnten Moderator Stefan Reinecke (taz-Redakteur) sowie Autor und Regisseur Andres Veiel Thilo Bode begrüßen. Bode war viele Jahre Geschäftsführer bei Greenpeace Deutschland und hat die Organisation Food Watch gegründet. 2018 erschien sein Buch Die Diktatur der Konzerne, in dem er aufzeigt, welch starken Einfluss Konzerne auf politische Entscheidungen haben.
Molières "Der Menschenfeind" am Deutschen Theater Berlin wird inszeniert von Anne Lenk, die auch mit "Der Tag, als ich nicht ich mehr war" und "Das Fest", zu sehen in den Kammerspielen, hier vertreten ist. In dieser Podcast-Ausgabe (aufgenommen bei einer Sonntagsmatinée "Früh-Stücke" im DT) erzählt Dramaturgin Sonja Anders Wissenswertes über Molière und seine Bedeutung für die Theatergeschichte und auch, was die Regisseurin und ihr Ensemble an diesem Stoff besonders interessiert hat und warum die Übersetzung von Jürgen Gosch und Wolfgang Wiens gespielt wird. Außerdem hören Sie kurze Ausschnitte aus "Der Menschenfeind" gelesen von Ulrich Matthes und Manuel Harder.
Die Geschichte von Hänsel und Gretel erzählt unter Einsatz von virtueller Realität, das ist „Verirrten sich im Wald“, die neue Produktion des Jungen DT in der Box des Deutschen Theaters. Regie führt Robert Lehniger und er arbeitet bei dieser Inszenierung zusammen mit dem Künstlerkollektiv CyberRäuber. Das sind Marcel Karnapke und Björn Lengers, die hier erzählen, wie bei dieser Inszenierung nicht nur die Spieler, sondern eben auch die Zuschauer mit Spezialbrillen und Tablets am Geschehen teilnehmen und virtuelle Welten kennen lernen können. Unser Foto dazu zeigt eine solche extra für diese Produktion verzierte Brille (links) und ein Tablet, das in einem ganz bestimmten Moment zum Beispiel einen Baum auf seinem Bildschirm auftauchen läßt.
Bei der 5. DT Freunde-Talk-Show waren aus dem Ensemble Barbara Schnitzler und Camill Jammal zu Gast. Sie erzählten von gestohlenen Autos auf Urlaubsreisen, einer Ballonfahrt trotz Höhenangst. dem Besuch auf dem Fischmarkt in Tokio, einer Gastspielreise nach Indien, wo das Publikum während der Vorstellung ißt, telefoniert und auch mal zwischendurch den Theaterraum verläßt. Camill Jammal erinnerte sich, wie er mit 16 an der Otto-Falckenberg-Schule in München vorsprach (und genommen wurde!) und Barbara Schnitzler berichtete, warum sie sich schon als junge Schauspielerin - nicht unbedingt üblich in der DDR - ein Auto leisten konnte.