Hör-Stücke

Das ist praktisch: Sie können sich unsere Hör-Stücke als Podcast direkt auf Ihren Computer, Ihr Tablet wie zum Beispiel iPad oder Ihr Smartphone schicken lassen. Sie erhalten dann jede neue Ausgabe sofort nach Erscheinen. Das funktioniert als Abonnement über iTunes.
"Ich will nicht wissen, was die mit linksliberalen Großstadtkindern machen. Wir sind hier komplett von der Außenwelt abgeschnitten."

Acht Darsteller_innen des Jungen DT haben die theaterfreie Zeit genutzt, um ein Hörspiel zu produzieren, das bewusst so gar nichts mit Corona zu tun hat. Es erzählt dennoch davon, wie wir mit ungewohnten Situationen umgehen, die das eigene Leben verändern oder gar gefährden. Und davon, wie wir in Extremsituationen über uns selbst hinauswachsen können.

Mit: Helena Golderer, Emil Kollmann, Frida Lang, Molimo Mehlem, Laurids Schürmann und Laetitia Toursarkissian. In weiteren Rollen: Jürgen Büsselberg und Judith Hofmann.
Text, Regie und Schnitt: Hinnerk Henze, Dramaturgie: Jürgen Büsselberg und Emil Kollmann, Musik: Richard Gräger, Illustration: Line Mörath
09.06.2020

Krimi im Kopf

„12 Fenster zum Hof“. Ein Hörspiel des Jungen DT. Nach den ersten Wochen des Corona-bedingten Lockdowns kamen im Rahmen eines kurzfristig entstandenen Projektes 12 Jugendliche aus Hamburg und Berlin über Zoom zusammen. Wie im Hitchcock–Klassiker „Fenster zum Hof“ saßen sie in ihren Wohnungen fest und schauten aus dem Fenster. Nach und nach wurden die 12 beobachteten Nachbarn zu Figuren eines gemeinsamen fiktiven Hinterhofes und Kopf-Krimis, der die Ich-Figur aus der Lähmung und Lethargie reißt: Ein geheimnisvoller Kriminalfall scheint sich abzuspielen.

Von und mit:
Bo Anderl, Lea Becker, Merlon Bleßmann, Bela Brillowska, Robin Büttner, Gianna Cusano, Marlene Sophie Engberding, Rojin Haddad, Mathilda Maack, Line Ott, Tamara Wechler, Emma Weiß
Künstlerische Leitung: Sofie Hüsler, Alexander Kuen Dramaturgie: Gesche Lundbeck, Maura Meyer Schnitt: Matthias Lunow
Das Hörspiel wurde gefördert von der Ilse und Dr. Horst Rusch Stiftung.
Herzlichen Dank auch an das Ernst Deutsch Theater für die Unterstützung in Hamburg.
Mit dem 3D-Theaterfestival Radar Ost Digital steht dem Deutschen Theater Berlin in diesem Jahr ein digitales Highlight bevor: Von Freitag, den 19. bis Sonntag, den 21. Juni findet das – ursprünglich für Anfang Juni im DT geplante – Festivalwochenende im Internet statt. Dafür wandelt sich das Deutsche Theater in ein digitales Spielfeld, in dem Sie spannende Theaterkunst aus Osteuropa und Russland online erleben können. Für unseren DT-Podcast sprach Kulturjournalist Jürgen Büsselberg mit der Festivalkuratorin Birgit Lengers über dieses Mammutprojekt, stellt die einzelnen Inszenierungen und Premieren vor und erklärt, wie der virtuelle Theaterbesuch auf der Webseite www.radarost.digital genau funktioniert.
Bereits bevor sie ihr Studium an der Otto Falckenberg Schauspielschule in München beendet hatte, war Julia Windischbauer schon festes Mitglied im Ensemble der Münchner Kammerspiele. Zum Start der neuen Spielzeit 2020/2021 wechselt sie nun ans Deutsche Theater Berlin. Mit „The Vacuum Cleaner“des japanischen Autors und Regisseurs Toshiki Okada wäre sie beim Berliner Theatertreffen 2020 zu sehen gewesen. Hier erzählt sie, was ihr bei ihrer Rolle des sprechenden Staubsaugers wichtig war. Und sie spricht darüber, warum die aktuellen Zukunftsaussichten für das Theater mit all seinen Beschränkungen sie nicht abschrecken. Sie möchte unbedingt bald wieder auf der Bühne stehen und freut sich auf ihren ersten Auftritt im Deutschen Theater.
13.05.2020

Ansteckende Energie

Schauspielerin Katharina Matz wurde bereits kurz nach ihrer Schauspielausbildung am Deutschen Theater engagiert – das war in den 1950er Jahren. 49 Jahre lang war sie Ensemblemitglied am Thalia Theater Hamburg, bevor sie sich 2011 entschloss, nach Berlin zurückzukommen. Seitdem spielt sie regelmäßig am DT, unter anderem in „Hekabe - Im Herzen der Finsternis“, „Alte Meister“ und „In der Sache J. Robert Oppenheimer.“ In diesem Sommer wird sie 90 Jahre und gehört damit zur sogenannten Risikogruppe. Hier hören Sie, wie sie die Wochen mit Kontakteinschränkungen, ohne Theater, ohne Vorstellungen, ohne Proben erlebt hat. Lassen sie sich dabei von ihrer positiven Energie anstecken!
06.05.2020

Davon gekommen

Wie Theater spielen, wenn Nähe und Berührungen besser unterbleiben, wenn auch auf der Bühne Abstand angesagt ist? Marcel Kohler will sich von Gedanken daran nicht runter ziehen lassen, sondern versucht, aus einer möglichen Beschränkung immer eher Kraft und Energie zu ziehen, um so neue Wege und Möglichkeiten zu finden. Zusammen mit Student_innen der August Everding Schauspielschule in München hatte er als Regisseur im April Premiere mit einer Online-Inszenierung von Thornten Wilders "Wir sind noch einmal davon gekommen" als aufwendige Video-Live-Performance. Auch davon erzählt er hier in diesem Podcast, ein Beitrag für den DT Heimspiel Blog.
23.04.2020

Noch wertvoller

"Ich bin noch nicht dabei, ein Fazit zu ziehen, denn ich empfinde uns noch mittendrin oder vielleicht sogar am Anfang von einer neuen Zeit. Aber ich kann sagen, dass das, was wir hatten – dieses zusammen im Theater sein, arbeiten zu können, 'rumdenken zu können, eine Energie auf der Bühne abgeben zu können und dadurch eine Energie empfangen zu können – dass ich das dadurch als noch wertvoller empfinde, als ich es manchmal vielleicht empfunden habe“, sagt DT-Ensemblemitglied Anja Schneider in der neuen Wortwechsel-Ausgabe. Für diesen sehr nachdenklichen und persönlichen Podcast traf Jürgen Büsselberg sie im Videochat und fragte nach, wie sie die derzeitige Zeit erlebt.
Für den DT Heimspiel Blog führt Kulturjournalist Jürgen Büsselberg in dem neuen Format Wortwechsel Gespräche per Video-Chat mit Künstler_innen. Für den ersten Wortwechsel hat er sich online mit DT-Ensemblemitglied Božidar Kocevski getroffen. Božidar Kocevski spricht über seinen augenblicklichen Sehnsuchtsort, seine mazedonische Heimat, zitiert aus Camus’ „ Die Pest“, einer seiner bisher letzten Premieren am Deutschen Theater, und berichtet von den aktuellen Überlegungen, diese Inszenierung für das Internet aufzubereiten. Foto: Božidar Kocevski in "Die Pest" © Arno Declair
Ungewöhnliche Zeiten erfordern kreative Experimente, die Suche nach neuen Möglichkeiten. Das Junge DT kann seine Produktionen derzeit natürlich auch nicht im Theater zeigen. Deshalb weicht es auf eine eigens für das Netz produzierte Inszenierung aus. Lasse Scheiba, Dramaturg und Theaterpädagoge am Jungen DT führte Regie bei „Zoom in: Romeo+Julia“. Auf welch’ ungewöhnlichen Wegen diese Produktion zustand gekommen ist, darüber berichtet er hier zusammen mit Livia Wolf, die die Rolle der Julia spielt. Die Web-Serie „Zoom in: Romeo+Julia“ ist ab dem 5. April 2020 auf der Website des Jungen DT zu sehen. Bei der Online-Premiere am 4. April um 20 Uhr gibt es auf Youtube die einmalige Möglichkeit alle Folgen hintereinander zu schauen, unterbrochen durch Liveschaltungen in die Wohnungen des Ensembles.
Ein Zusammentreffen mit Schauspieler Niklas Wetzel nach einer langen Probe zu „jedermann (stirbt)“. Er spielt in dieser Inszenierung des georgischen Regisseurs Data Tavadze Gott und den dünnen Vetter. Hier erfahren Sie, was ihm an den Texten von Ferdinand Schmalz, dem Autor von „Jedermann (stirbt)“ gefällt und wie es sich für ihn anfühlte, bei dieser Inszenierung und auch bei „Philoktet“ mit Regisseuren zu arbeiten, die nur auf Englisch mit ihrem Ensemble kommunizieren können. Und er erzählt, wie er als Junge aus der sächsischen Provinz auf die Idee kam, Schauspieler zu werden und wie er zum Moderator eines Schokoladenfestivals wurde.