Hör-Stücke

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Ein Herbstcamp, drei Inszenierungen für die Bühne, ein neues Klassenzimmerstück und die TheaterGym, das sind die Pläne des Jungen DT für die kommenden Monate. In diesem Podcast hören Sie Birgit Lengers, die Leiterin des Jungen DT, und ihre neue Mitarbeiterin Christiane Lehmann mit Einzelheiten zu den Vorhaben und auch, warum sie für die Spielzeit 2021/2022 das Motto "Halt - Zusammen - Halt" gewählt haben.
DT-Dramaturg Bernd Isele ist der Kurator der Autor:innentheatertage und stellt in diesem Gespräch mit Jürgen Büsselberg die drei Gewinnerstücke vor, die bei den Autor:innentheatertagen 2021 für Uraufführungen ausgewählt worden sind, erzählt über ein Stück, das von der Jury eine „lobende Erwähnung“ erhielt und nun in einer szenischen Lesung präsentiert wird. Außerdem erfahren Sie von ihm, dass es in diesem Jahr Autor:innenateliers geben wird, in denen fünf Autor:innen monatlich zu DT-Hausautor:innen werden und wen und was  Sie in der „Langen Lesenacht“ erleben können. So gibt er auch einen kleinen ersten Ausblick auf die Autor:innentheatertage 2022.
Caner Sunar und Regine Zimmermann lesen eine freie Textcollage nach Lou Andreas-Salomé und Rainer Maria Rilke.

Spazieren Sie vom Jagdschloss Grunewald am Grunewaldsee entlang.

Die Adresse lautet:
Jagdschloss am Grunewaldsee
Hüttenweg 100
14193 Berlin

Dieser Hidden Track ist bis zum 31. Juli 2021 verfügbar.

Was habt Ihr in den letzten Monaten gemacht?
Regine Zimmermann: Ich hab ein Haus bezogen, meinen ersten Baum gepflanzt, war „Homeschool“-Lehrerin und manchmal Schauspielerin. Hab viel übers Leben nachgedacht und leider immer noch nicht angefangen, russisch zu lernen.
Caner Sunar: Ich habe in den letzten Monaten meine Freundschaften gepflegt, für die im Theateralltag sonst wenig Zeit bleibt. Karten und Briefe geschrieben, Telefonate geführt und Videoanrufe getätigt.

Was gefällt Euch am Text, den Ihr eingelesen hast?
Caner Sunar: Es ist ja eine Collage aus Memoiren, Biografien, Gedichten, Briefen und Tagebucheinträgen von Lou Andreas-Salomé und Rainer Maria Rilke, die wir selbst zusammengestellt haben. Ich mag die Unkonventionalität von ihrer Beziehung. Vor allem Salomé inspiriert mich sehr. Und die Entwicklung, die der junge Rilke durch diese Beziehung macht.
Regine Zimmermann: Lou Andreas-Salomé war ihrer Zeit weit voraus, radikal, modern, immer in Bewegung gegen den geistigen Stillstand. Mit ihrer Sehnsucht nach der großen wahren Liebe fern von Bürgerlichkeit und Klischees hat sie die Rolle der Frau neu definiert.

Wo (und wann) in Berlin würdet Ihr ihn am liebsten hören?
Caner Sunar: Ich würde einen Spaziergang um den Grunewaldsee vorschlagen. Da, wo auch Lou und Rainer barfuß spaziert sind. Und im April... der Monat, der alle vier Jahreszeiten beinhaltet.
Regine Zimmermann: Das Jagdschloss am Hüttenweg ist ein guter Startpunkt für einen Spaziergang um den Grunewaldsee.
Julia Windischbauer liest "Was ich sehe / Fahrt an den Häusern / Bekenntnis zum Gleisdreieck" aus "Joseph Roth in Berlin" von Joseph Roth.

Starten Sie am Deutschen Technikmuseum und spazieren Sie eine Runde durch den Gleisdreieckpark.

Die Adresse lautet:
Park am Gleisdreieck
Möckernstraße 26
10963 Berlin

Dieser Hidden Track ist bis zum 31. Juli 2021 verfübar.

3 Fragen an Julia Windischbauer

Was hast Du in den letzten Monaten gemacht?
Ich hatte viel Zeit zu lesen, zu fotografieren und um mich auf kommende Projekte vorzubereiten. Und zwischendrin die Löcher, wo's mir den Absatz unterm Schuh wegreißt und so ein oller Weltschmerz durch mich durchfährt und vielleicht grade noch die Sohlen dranlässt.

Was gefällt Dir am Text, den Du eingelesen hast?
Ich mag Joseph Roths Art, Dinge über einen Weg des Außen zu beschreiben und aus dem Nichts berstend viel vom Inneren preiszugeben.

Wo (und wann) in Berlin würdest Du ihn am liebsten hören?
Bei einem langsamen Spaziergang durch den Gleisdreieckpark. Die Sonne könnte gerade untergegangen sein und das lauwarme Wetter eines typischen Aprils lässt zu, dass der Schal mal dreimal rumgewickelt ist, mal nur sachte von der Schulter hängt. Und man nicht allzu schwer zu tragen hat dabei.
15.12.2020

"Woyzeck Interrupted" Stückeinführung

Deutsches Theater Berlin
Am 19. Dezember 2020 kommt "Woyzeck Interrupted" in einer Stream-Premiere online zur Uraufführung. Dramaturg John von Düffel gibt Ihnen hier eine Einführung in das Stück von Amir Reza Koohestani und Mahin Sadri.
07.12.2020

"Maria Stuart" Stückeinführung

Deutsches Theater Berlin
"Maria Stuart" von Friedrich Schiller feierte am 30. Oktober 2020 in der Regie von Anne Lenk im Deutschen Theater Berlin Premiere. Da die Theater derzeit geschlossen bleiben müssen, zeigen wir eine Aufzeichnung der Inszenierung an ausgewählten Terminen online im Stream. Dramaturg David Heiligers gibt Ihnen im Podcast eine Stückeinführung und zeigt die Besonderheiten der Inszenierung von Anne Lenk auf.
20.11.2020

"Der Zauberberg" Stückeinführung

Deutsches Theater Berlin
"Der Zauberberg" nach Thomas Mann feiert am 20. November 2020 in der Regie von Sebastian Hartmann im Livestream Premiere, am 13. Dezember folgt die analoge Premiere. Dramaturg Claus Caesar gibt Ihnen hier eine Stückeinführung, bringt Ihnen den Romanstoff Thomas Manns näher und zeigt die Besonderheiten der Inszenierung auf.
16.11.2020

Selbstverbrennung

Peter Handkes neues Stück "Zdeněk Adamec" wurde im August 2020 bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt. Am Deutschen Theater feierte "Zdeněk Adamec" seine deutsche Erstaufführung in der Regie von Jossi Wieler am 21. Oktober 2020. Regine Zimmermann und Felix Goeser sind Teil des Ensembles und beschreiben im Podcast, was das Stück über Zdeněk Adamec, der sich 2003 auf dem Prager Wenzelsplatz selbst verbrannte, erzählt.
Zwei Königinnen stehen Im Mittelpunkt in Friedrich Schillers Klassiker: Maria Stuart, die Königin von Schottland und die englische Königin Elisabeth. Zwei, die politischen wie religiösen Abhängigkeits- und Machtverhältnissen unterworfen sind und sich als mächtige Frauen unter Männern behaupten müssen. Alexander Khuon ist in dieser Inszenierung von Anne Lenk der Graf von Leicester, Jeremy Mockridge der junge Mortimer. Beide Männer planen Maria aus ihrer Gefangenschaft zu befreien. Der eine mit Gewalt, der andere versucht es mit einem Akt der Diplomatie. Im Podcast erzählen die zwei Schauspieler von den Verstrickungen ihrer Figuren, dem besonderen Bühnenbild und der gemeinsamen Arbeit mit Regisseurin Anne Lenk.
„Der Mythos von dem genialischen Autor, der alles aus sich allein schöpft, ist mir unheimlich“ sagt Milena Michalek. Bereits mit 21 Jahren gründete sie mit Freund_innen ihr eigenes Theaterkollektiv "Yzma". In ihren Produktionen setzt sie auf Teamwork: Gemeinsam mit ihrem Ensemble erarbeitet sie das Stück und begreift die Arbeit als gemeinschaftlichen Prozess. Für die Autoren(theater)tage 2020 hat Milena Michalek das Kurzstück „Das hier“ geschrieben und betont auch hier: „Nichts ohne die anderen“. Foto: Moritz Geiser