Hör-Stücke

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Die Autorentheatertage 2018 starten erstmals mit einem internationalen Auftakt: "Radar Ost". Vom 1. bis 3. Juni werden vier Inszenierungen aus Polen, Litauen und Georgien am Deutschen Theater gezeigt. Zum Abschluss von "Radar Ost" gibt es am 3. Juni einen Abend, bei dem unter der Überschrift "Ostwärts" fünf neue Stücke aus Osteuropa in szenischen Lesungen vorgestellt werden. Über diesen Stücke- und Leseparcours informiert im Podcast DT-Dramaturgin Birgit Lengers und macht dabei Appetit nicht nur auf das osteuropäische Gastmahl zum Finale des Auftakts zu den Autorentheatertagen. Diese werden am 12. Juni mit Gastspielen aus der Schweiz, Österreich und Deutschland und den beiden "Langen Nächten der Autor_innen" fortgesetzt.
07.05.2018

Drei aus 143

Die Autorentheatertage im Deutschen Theater sind mittlerweile Tradition. Auch in diesem Jahr werden sie beendet mit den „Langen Nächten der Autoren“. Drei von einer Jury ausgewählten neuen Stücke erleben ihre Uraufführung. Welche drei Stücke es in diesem Jahr sind und wie der Hauptjuror seine erste Auswahl aus 143 eingeschickten Texten startete, das hören Sie in diesem Podcast/Hör-Stück. Die Autorentheatertage starten am 1. Juni und enden mit den beiden „Langen Nächten“ am 22. und 23. Juni.
Yannik Böhmer (kleines Bild) arbeitet von 2013 bis 2016 als fester Regieassistent am Deutschen Theater Berlin und war dabei beteiligt an Inszenierungen unter anderem von Andreas Kriegenburg, Stefan Pucher, Tom Kühnel/Jürgen Kuttner und Milan Peschel. Für das Junge DT inszenierte er selbst „Der König ohne Reich“ von Marcel Cremer und „Das Glück hätte ich mir anders vorgestellt“ nach dem autobiographischen Roman „Warum das Kind in der Polenta kocht“ von Aglaja Veteranji. 2016 begann er ein Regiestudium an der Hochschule der Künste in Zürich. Jetzt ist am DT in der Reihe „limited edition“ seine Diplominszenierung zu sehen: „Einige Nachrichten an das All“ von Wolfram Lotz. Mit Yannik Böhmer sprach Jürgen Büsselberg. Großes Bild: Ensemble „Einige Nachrichten an das All“.
Die vierte Ausgabe unserer DT Freunde Talk-Show fand statt am 18. Dezember 2017, also kurz vor Weihnachten. Und so war dieses Fest auch das erste Thema zwischen Moderator Jürgen Büsselberg und seinen Gästen Regine Zimmermann und Christoph Franken. Es blieb aber nicht das einzige. Foto: Ensemble "Sommergäste" u.a. mit Regine Zimmermann und Christoph Franken © Arno Declair
Gogol Center Moskau meets Deutsches Theater Berlin. Nach einem Gastspiel des DT mit „Berlin Alexanderplatz“ im Februar 2017 in Moskau ist das Theater des Regisseurs Kirill Serebrennikov zu Gast in Berlin. Es bringt zwei Inszenierungen mit aus Moskau: „Kafka“ und „Maschine Müller“. Kirill Serebrennikov steht seit August 2017 unter Hausarrest. Ihm werden die Veruntreuung von staatlichen Geldern vorgeworfen. Für viele ist dies ein absurder Vorwurf und der Versuch, das kritische Theater des Regisseurs einzuschüchtern. In diesem Hör-Stück berichten die engste Mitarbeitern von Serebrennikov und ein Schauspieler von der aktuellen Situation am Gogol Center und von der Arbeit an “Kafka“ und „Machine Müller“.
Foto aus "Machine Müller" © Ira Polyarnaya
Für das Deutsche Theater Berlin hat der Filmemacher Rosa von Praunheim „Jeder Idiot hat eine Oma, nur ich nicht“ inszeniert. Zu seinem 75. Geburtstag versucht er hier, das Unmögliche möglich zu machen: sein Leben in einen Theaterabend zu stecken.
Im März 2018 war der Künstler zu Gast bei bei der Sonntags-Talk-Show von Gregor Gysi. In unserem Ausschnitt aus diesem Vormittag erzählt der leider zu der Zeit mittelschwer erkältete Rosa von Praunheim von der Suche nach seiner leiblichen Mutter und von dem Verhältnis zu den beiden Menschen, die seine Eltern wurden. Foto aus "Jeder Idot hat eine Oma, nur ich nicht" © Arno Declair
Mit seinen drei Stücken „Coriolan“, „Julius Caesar“ und „Antonius und Cleopatra“ beschreibt William Shakespeare die Anfänge der Republik und ihr blutiges Ende. In unseren beiden Hör-Stücken zu „Rom“ stellt Ihnen DT Dramaturg John von Düffel die männlichen Protagonisten vor, also Coriolan, Caesar und Antonius. Er berichtet aber auch, welchen besonderen Blick Regisseurin Karin Henkel auf die Frauen, die Mutter Coriolans, Cleopatra und Octavia, in diesem Spiel aus Macht, Krieg, Tyrannenmord und Intrigen hat.
Mit dem Theaterabend 'Rom' präsentiert das Deutsche Theater eine Montage aus drei Stücken von William Shakespeare: 'Coriolan', 'Julius Caesar' und 'Antonius und Cleopatra'. Erzählt wird die Geschichte des antiken Rom, das in dem Moment, als es zur ersten Republik wurde stets von Gewalt und Tyrannei bedroht war. Im Podcast stellt Ihnen Dramaturg John von Düffel die drei männlichen Protagonisten vor und schildert, welchen besonderen Blickwinkel Regisseurin Karin Henkel auf diese drei Stücke hat.
Schon bei „Väter und Söhne“ arbeitete Marcel Kohler zusammen mit der Regisseurin Daniela Löffner. Jetzt gehört er zum Ensemble ihrer Inszenierung von Maxim Gorkis „Sommergäste“. Hier schildert er warum Stücke russischer Autoren oft ein Glücksfall sind für ihn als Schauspieler, aber auch Eindrücke von der Probenarbeit und stellt seine Figur, den jungen Wlas, vor.
Regisseur Jakob Fedler hat den 1000-Seiten-starken Roman „Gertrud“ von Einar Schleef für die Bühne bearbeitet und präsentiert diesen fiktiven Monolog der Mutter von Schleef nun zusammen mit zwei Schauspielerinnen, Almut Zilcher und Antonia Bill, und einem Schauspieler, Wolfram Koch. Alle drei sind Gertrud. Hier erzählt Almut Zilcher, warum es ihr eine Herzensangelegenheit war, diesen Roman auf die Bühne zu bringen und was dem Team bei der Umsetzung für das Theater wichtig war.