About Life

Trilogy by Judith Herzberg

Costumes Anja Rabes
Dramaturgy Sonja Anders
Premiere April 8, 2011
Almut ZilcherAda, Lea's mother, born 1918
Christine SchornRiet, Lea's foster mother during the war, born 1920
Simone von ZglinickiDuifje, Nicos' step mother, born 1928
Christian GrashofSimon, Lea's father, born 1917
Markwart Müller-ElmauZwart, Nico's father, born 1918
Susanne WolffLea, daughter of Ada and Simon, born 1941
Maren EggertDory, Nico's first wife, born 1940
Anita VulesicaAnnabel, Hans' second wife, born 1960
Peter MoltzenAlexander, Lea's first husband, born 1937
Daniel HoevelsNico, Lea's third husband, born 1940
Jörg PoseHans, Nico's friend, born 1941
Claudia EisingerXandra, Alexander's daughter, born 1971
Moritz GroveChaim, Hans' and Pien's son, born 1973
Paul SchröderIsaac, Simon's and Dory's son, born 1980
Michael GerberKluiters, plumber, born 1955
Johanna GriebelHendrikje, attendant, born 1955
Leonie Kleinadam/Karolin WiegersXandra as a child
Ada, Lea's mother, born 1918
Riet, Lea's foster mother during the war, born 1920
Duifje, Nicos' step mother, born 1928
Simon, Lea's father, born 1917
Zwart, Nico's father, born 1918
Lea, daughter of Ada and Simon, born 1941
Dory, Nico's first wife, born 1940
Annabel, Hans' second wife, born 1960
Alexander, Lea's first husband, born 1937
Nico, Lea's third husband, born 1940
Hans, Nico's friend, born 1941
Xandra, Alexander's daughter, born 1971
Chaim, Hans' and Pien's son, born 1973
Isaac, Simon's and Dory's son, born 1980
Kluiters, plumber, born 1955
Hendrikje, attendant, born 1955
Leonie Kleinadam/Karolin Wiegers
Xandra as a child
Süddeutsche Zeitung
Peter Laudenbach, 09.04.2011
Derscheinbar leichte Tonfall, das Ineinander von Alltagsbanalitäten, verworrenenLiebesgeschichten und den Gespenstern der Vergangenheit, die episodischeErzählweise, die filmisch schnellen Schnitte, das hat auch im Ineinander vonLakonie, Komik und Trauer etwas von Tschechows Dramaturgie der Beiläufigkeit.Man muss Stephan Kimmig dafür danken, dass er die drei Stücke (‚Leas Hochzeit‘,‚Heftgarn‘, ‚Simon‘) jetzt angemessen groß inszeniert hat. Zum ersten Mal wirdauf einer deutschen Bühne die gesamte Trilogie aufgeführt. Derscheinbar leichte Tonfall, das Ineinander von Alltagsbanalitäten, verworrenenLiebesgeschichten und den Gespenstern der Vergangenheit, die episodischeErzählweise, die filmisch schnellen Schnitte, das hat auch im Ineinander vonLakonie, Komik und Trauer etwas von Tschechows Dramaturgie der Beiläufigkeit.Man muss Stephan Kimmig dafür danken, dass er die drei Stücke (‚Leas Hochzeit‘,‚Heftgarn‘, ‚Simon‘) jetzt angemessen groß inszeniert hat. Zum ersten Mal wirdauf einer deutschen Bühne die gesamte Trilogie aufgeführt.
Frankfurter Rundschau
Jürgen Otten, 11.04.2011
[M]anchmal,und das ist selten geworden, manchmal besteht das Glück darin, dass alles, aberauch wirklich alles passt.
Ein solcher Fall ist Judith Herzbergs Trilogie ‚Über Leben‘ am DeutschenTheater Berlin, inszeniert von Stephan Kimmig und gestaltet von Schauspielern,denen man noch während ihres Tuns durch die Bank sagen möchte, wie wunderbarsie doch dieses Stück begreifen, wie sie es förmlich in sich aufsaugen und sozu ihrem Stück machen, jeder einzelne von ihnen und jeder auf seine Weise.

Der erste Teil der Trilogie von Judith Herzberg heißt ‚Leas Hochzeit‘. […] Stephan Kimmig inszeniert diese Feier als Zeitlupen-Tanz. Alle sind immer irgendwie in Bewegung, aber zugleich erstarrt und stumm in dieser Bewegung. Und wenn dann in diese Bewegung hinein plötzlich das legendäre Lied ‚Bésame mucho‘ erklingt, dann wirkt das Ganze wie ein Totentanz, so irreal, so phantasmagorisch, und so unendlich einsam und traurig: Küss‘ mich ein letztes Mal.
[M]anchmal,und das ist selten geworden, manchmal besteht das Glück darin, dass alles, aberauch wirklich alles passt.
Ein solcher Fall ist Judith Herzbergs Trilogie ‚Über Leben‘ am DeutschenTheater Berlin, inszeniert von Stephan Kimmig und gestaltet von Schauspielern,denen man noch während ihres Tuns durch die Bank sagen möchte, wie wunderbarsie doch dieses Stück begreifen, wie sie es förmlich in sich aufsaugen und sozu ihrem Stück machen, jeder einzelne von ihnen und jeder auf seine Weise.

Der erste Teil der Trilogie von Judith Herzberg heißt ‚Leas Hochzeit‘. […] Stephan Kimmig inszeniert diese Feier als Zeitlupen-Tanz. Alle sind immer irgendwie in Bewegung, aber zugleich erstarrt und stumm in dieser Bewegung. Und wenn dann in diese Bewegung hinein plötzlich das legendäre Lied ‚Bésame mucho‘ erklingt, dann wirkt das Ganze wie ein Totentanz, so irreal, so phantasmagorisch, und so unendlich einsam und traurig: Küss‘ mich ein letztes Mal.
Berliner Zeitung
Ulrich Seidler, 11.04.2011
Das Stück schwebt ähnlich wie eine Biene über dem Geschehen, es zieht von Dialog zu Dialog, sammelt Nektar und trägt Pollen weiter. Auch wenn in dieser Familie viel und auch offen gesprochen wird, lässt sich erkennen wie sich das im Schweigen verpackte Trauma auf die folgenden Generationen […] auswirkt, wie die Familie davon bestimmt ist, aber nicht gewillt ist, sich beherrschen zu lassen.
Stephan Kimmig gibt dem Text den Raum, der ihm gebührt. Und er nimmt ihn so behutsam, wie er geschrieben wurde. […] Dass sich Respekt und Neugier nicht widersprechen, das zeigen auch die Schauspieler, die in ihren Figuren nichtaufgehen, aber sich ihnen in unendlicher Weise annähern. Warum sollte ein Ensemble weniger Vielfalt und Heterogenität aushalten als die große, bunte, lebendige Familie?
Das Stück schwebt ähnlich wie eine Biene über dem Geschehen, es zieht von Dialog zu Dialog, sammelt Nektar und trägt Pollen weiter. Auch wenn in dieser Familie viel und auch offen gesprochen wird, lässt sich erkennen wie sich das im Schweigen verpackte Trauma auf die folgenden Generationen […] auswirkt, wie die Familie davon bestimmt ist, aber nicht gewillt ist, sich beherrschen zu lassen.
Stephan Kimmig gibt dem Text den Raum, der ihm gebührt. Und er nimmt ihn so behutsam, wie er geschrieben wurde. […] Dass sich Respekt und Neugier nicht widersprechen, das zeigen auch die Schauspieler, die in ihren Figuren nichtaufgehen, aber sich ihnen in unendlicher Weise annähern. Warum sollte ein Ensemble weniger Vielfalt und Heterogenität aushalten als die große, bunte, lebendige Familie?

What's on

Open air
by Anna Seghers
Director: Alexander Riemenschneider
Forecourt
20.00 - 21.40
sold out
perh. remaining tickets at evening box office