Dirk Laucke

Dirk Laucke wurde 1982 in Schkeuditz (Sachsen) geboren und wuchs in Halle an der Saale auf. Er studierte 2004-2008 Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. Als Nachwuchsdramatiker wurde er von Tankred Dorst zu den Salzburger Festspielen 2004 eingeladen. 2005 schrieb Laucke in einer Gemeinschaftsarbeit mit Reyna Bruns und Magdalena Grazewicz das Stück zur Kampagne „Hier geblieben!“, die für ein Bleiberecht minderjähriger in Deutschland lebender Flüchtlinge eintritt (UA: Mai 2005 GRIPS Theater Berlin). Für sein Stück „alter ford escort dunkelblau“ erhielt Laucke den Kleist-Förderpreis 2006. Das Stück wurde nominiert für die Mülheimer Theatertage 2007. Die gleichnamige Hörspielproduktion des MDR erhielt den Zonser Hörspielpreis (2009). Laucke selbst wurde von der Fachzeitschrift Theater Heute zum Nachwuchsautor des Jahres 2007 ernannt. Der Spielfilm „Zeit der Fische“ (UA:2007), für den Laucke zusammen mit dem Regisseur Heiko Aufdermauer das Drehbuch schrieb, erhielt Nominierungen beim First Steps Award und dem Hofer Filmfest. 2007 entwickelte Laucke das Stück „Wir sind immer oben“ am Düsseldorfer Schauspielhaus im Rahmen des „Autorenlabors." Die Uraufführungsinszenierung von Henning Bock wurde zu den Autorentheatertagen des Thalia Theater Hamburg 2009 eingeladen. Mit „Silberhöhe gibts nich mehr“ (UA: 2008) entwickelte Laucke am Thalia Theater Halle ein Format, das Fiktion mit dokumentarischem Theater verband. Auf der Bühne standen vier Jugendliche aus dem Vorort Halle Silberhöhe, Laucke führte Regie. Ebenso inszenierte er 2009 „Ultras“, eine dokumentarische Darstellung fanatischer Fußballfans mit rechtsradikaler Gesinnung. In den Stücken, die 2009 zur Uraufführung kamen - „Der kalte Kuss von warmem Bier“(Theater Heidelberg), „zu jung zu alt zu deutsch“ (Theater Osnabrück) und „Für alle reicht es nicht“ (Staatsschauspiel Dresden) - geht der Autor deutsch-deutscher Identität und dem Umgang mit Fremden nach. „Für alle reicht es nicht“ wurde zu den Mülheimer Theatertagen 2010 nominiert. Für das GRIPS-Theater Berlin recherchierte Laucke an Berliner Schulen zum Thema Leistungsdruck und schrieb das Stück „STRESS! Der Rest ist Leben“, das im Januar 2010 zur Uraufführung gebracht wurde. Im Mai 2010 wird das Auftragswerk „Start- und Landebahn“ uraufgeführt (Theater Osnabrück), welches der Autor zusammen mit seinem Freund David Richter schrieb. Laucke lebt und arbeitet in Berlin.