Anja Schneider

Foto: Klaus Dyba
Berliner Zeitung
Ulrich Seidler, 12.12.2016
Anja Schneider ist eine Schauspielerin, die Erfolge durchaus verarbeiten kann ohne abzuheben − oder gar abzustürzen. [...]

Man braucht eine Weile, um zu verstehen, was das Besondere an Anja Schneiders Lachen ist: Vielleicht ist es die Direktheit. Sie verbirgt nichts darin, sie lacht nicht mit darstellerischen Absichten oder um spaßiges Einvernehmen herzustellen, sondern einfach, weil ihr ein Gedanke Freude bereitet. [...]

Sie verfügt über eine Präsenz, die die Mitspieler nicht von der Bühne fegt, sondern die sie mit auflädt und anstachelt. Sie verplempert keine Kraft mit der Suche nach Wirkung. Die kommt von allein, aus dem Spiel und greift umso fester und tiefer ins Zuschauerherz. [...]

Es ist übrigens nicht nur Anja Schneiders Lachen, das sich durch diese Direktheit auszeichnet. Sie spielt auch so: pur, frei von Verstellerei und Eitelkeit, auch für sich selbst. [...]

Das sind seltene kostbare Theatermomente: Wenn Anja Schneider spielt, kommt es vor, dass sich der Zuschauer persönlich gemeint und erkannt fühlt. Es ist, als würde er zusammen mit ihr über die Figur nachdenken, über deren Besonderheit und Bestimmtheit, aber dann auch über die eigene. Wenn die Identifikation zum Freundschaftsdienst wird, ist das Theater ein Zuhause.
Anja Schneider ist eine Schauspielerin, die Erfolge durchaus verarbeiten kann ohne abzuheben − oder gar abzustürzen. [...]

Man braucht eine Weile, um zu verstehen, was das Besondere an Anja Schneiders Lachen ist: Vielleicht ist es die Direktheit. Sie verbirgt nichts darin, sie lacht nicht mit darstellerischen Absichten oder um spaßiges Einvernehmen herzustellen, sondern einfach, weil ihr ein Gedanke Freude bereitet. [...]

Sie verfügt über eine Präsenz, die die Mitspieler nicht von der Bühne fegt, sondern die sie mit auflädt und anstachelt. Sie verplempert keine Kraft mit der Suche nach Wirkung. Die kommt von allein, aus dem Spiel und greift umso fester und tiefer ins Zuschauerherz. [...]

Es ist übrigens nicht nur Anja Schneiders Lachen, das sich durch diese Direktheit auszeichnet. Sie spielt auch so: pur, frei von Verstellerei und Eitelkeit, auch für sich selbst. [...]

Das sind seltene kostbare Theatermomente: Wenn Anja Schneider spielt, kommt es vor, dass sich der Zuschauer persönlich gemeint und erkannt fühlt. Es ist, als würde er zusammen mit ihr über die Figur nachdenken, über deren Besonderheit und Bestimmtheit, aber dann auch über die eigene. Wenn die Identifikation zum Freundschaftsdienst wird, ist das Theater ein Zuhause.