Ketan Bhatti

Geboren 1981 in New Delhi. Ketan Bhatti war früh in der deutschen Jazz- und Hip Hop-Szene aktiv und studierte Jazz-Drums an der UdK Berlin. Von 2010 bis 2012 war Ketan Bhatti als Komponist Stipendiat der Graduiertenschule für die Künste und die Wissenschaften der UdK Berlin (unter der Betreuung von Prof. Daniel Ott). Er arbeitet zusammen mit verschiedenen Ensembles wie auch mit WissenschaftlerInnen an experimentellen, musiktheatralischen Mischformen aus Konzert und Wissenschaftsformaten wie Vortrag oder Podiumsdiskussionen. Zentral ist für ihn dabei das Innovationspotenzial mimetischer Prozesse zwischen einander fremden Ausdrucksformen. In seinen Kompositionen und Produktionen spielen subkulturelle Strömungen sowie die Interaktion akustischer und elektronischer Klanggestaltung eine wesentliche Rolle. Ebenso arbeitet er zu interdisziplinären Themen wie z.B. mit seiner Band Formelwesen, die sich an der Schnittelle zwischen Audio, Video und Performance bewegt. Als Komponist von Theatermusik arbeitet er zusammen mit seinem Bruder Vivan Bhatti seit 2003 regelmäßig für die Inszenierungen des Regisseurs Nuran David Calis an Häusern wie dem Thalia Theater (Hamburg) oder dem Maxim Gorki Theater (Berlin). Im März 2011 war Ketan & Vivan Bhattis erste Oper (nach dem Libretto von Feridun Zaimoglu) an der Neuköllner Oper (Berlin) zu hören und zu sehen. Ketan blickt auf zahlreiche Veröffentlichungen und internationale Konzerte, wie auf Stipendien und Auszeichnungen des dt. Musikrats, des Berliner Senats und des Goethe-Instituts zurück. Als Komponist eines mit Simon Stockhausen aufgeführten Konzerts für Jazz und Neue elektronische Musik wurde er mit dem Karl-Hofer-Preis ausgezeichnet.