Hör-Stücke

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Wie so viele Mitarbeiter an einem Theater muss auch der Chef der Maskenbildner immer wieder kreative Ideen beisteuern, sich ungewöhnliche Lösungen einfallen lassen. Einen hellhäutigen Schauspieler in den dunkelhäutigen Othello verwandeln, ohne Blackfacing anzuwenden zum Beispiel.. Andreas Müller, Chef-Maskenbildner am Deutschen Theater, hatte dazu eine besondere Idee parat. Hier berichtet er auch von Perücken, Masken und Glatzen für aktuelle Produktionen am DT, wie „Drei Schwestern“ und „Der Tempelherr“, dem neuen Stück von Ferdinand Schmalz.
Am 13.12.2018 war Katja Kipping (Vorsitzende DIE LINKE) zu Gast im Deutschen Theater Berlin, um im Anschluss an die Vorstellung von Let Them Eat Money. Welche Zukunft?! mit Regisseur und Autor Andres Veiel unter anderem über die Möglichkeiten eines bedingungslosen Grundeinkommens zu diskutieren. Moderiert wurde das Nachgespräch von Ulrike Herrmann (Redakteurin bei der taz).
Der Regisseur und Videokünstler Adrian Figueroa (35) - rechts oben im Bild - hat für das Junge DT aus „Hool“, dem Debütroman von Philipp Winkler einen Theaterabend mit vier erwachsenen und vier jugendlichen Darstellern entwickelt. Hool - das ist die Geschichte von Heiko, einem Holligan, der sogenannte Matches organisiert, Prügelorgien zwischen Fußballfans. Hier berichtet Adrian Figueroa was ihn an diesem Stoff interessiert hat, welche Schwerpunkte er bei seiner Inszenierung setzt, was die Themen waren für ihn und sein Ensemble bei den Proben. Und er erzählt von seinen Theaterarbeiten in Berliner Gefängnissen.
Zu Gast beim dritten Nachgespräch zu "Let Them Eat Money. Welche Zukunft?!" am 25. November war Gerhard Schick, bisher inanzpolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/die Grünen im Bundestag. Seit Beginn ist er Vorsitzender der "Bürgerbewegung Finanzwende". Er sagt, dass die im Stück aufgezeigten Szenarien durchaus realistisch sind. Gemeinsam mit Regisseur Andres Veiel und Moderator Stefan Reinecke (Redakteur bei der taz) spricht er im Nachgespräch über aktuelle Risiken auf den (europäischen) Finanzmärkten.
Im zweiten Nachgespräch traf Autor und Regisseur Andres Veiel im Anschluss an die Vorstellung vom 11.11.18 Hans-Jürgen Urban, Vorstand der IG Metall, zum Gespräch. Moderatorin Ulrike Herrmann (Wirtschaftsredakteurin der taz) stellte ihn als den "intellektuellen Vordenker der gesamten Gewerkschaftsbewegung" vor, der sich – ebenso wie das Theaterstück – mit den Fragen der Zukunft beschäftigt. Im Gespräch ging es auch darum, wie man die IG Metall als Gewerkschaft durch die Krisen der Zukunft steuert und was Digitalisierung und Robotisierung für die Gewerkschaft bedeuten.
Wie nun weiter?! Welche Zukunft … wird es werden?! Im Anschluss an die Vorstellungen von "Let Them Eat Money" soll dieser Frage in gemeinsamen Nachgesprächen mit Expert_innen und Publikum nachgegangen werden. Im ersten Nachgespräch am 27.10.2018 war Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie eingeladen, um mit Autor und Regisseur Andres Veiel über die Zukunft des Klimas zu sprechen. Thematisiert wurden die Gefahren des Klimawandels aber auch, dass es wichtig ist, mit Optimismus in die Zukunft zu schauen. Moderiert wurde dieses Nachgespräch von Ulrike Herrmann, Wirtschaftsredakteurin der taz.
Die Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) war am 7. November 2018 Gast beim Nachgespräch zu "Terror". Ebenfalls auf dem Podium: der Regisseur Hasko Weber.
10.12.2018

Brüchige Burgen

Im Dezember 2018 wird Moritz Rinkes neues Stück "Westend" im DT in einer Inszenierung von Stephan Kimmig uraufgeführt. Dramaturg John von Düffel lud den Dramatiker Ende November ein zu einer exklusiven Veranstaltung für die DT Freunde, die Sie hier in Ausschnitten nachhören können. Nach einem Vorwort von Intendant Ulrich Khuon erzählt Moritz Rinke anhand von farbenfrohen Anekdoten, warum er seine Autorenschaft weg vom Journalismus hin zur Dramatik verlagerte und nie wieder eine Theaterkritik schreiben würde. Zum Ende des Gespräch geht es um das neue Werk von Moritz Rinke: "Westend". Diesem diente Goethes "Wahlverwandtschaften" als große literarische Vorlage. Rinkes Hauptfiguren – die Ärzte Eduard und Michael – arbeiten beide auf Schlachtfeldern. Der eine in Krisengebieten, der andere in der Schönheitschirurgie. Anhand ihrer Geschichte(n) erzählt das Stück von einer untergehenden Welt: von Burgen der Bürgerlichkeit, die brüchig geworden sind; von einsamen Menschen, deren Biografien, Gesichter und Körper vernarbt sind vom Krieg und vom Zwang, schön und erfolgreich zu sein. West-end.
Auf dem Bild: Moritz Rinke (links) und John von Düffel © Monika Wulff
„Mein ziemlich seltsamer Freund Walter“ ist das neue Klassenzimmerstück des Jungen DT. Javeh Asefdjah spielt neben der Titelfigur, die eigentlich Klakalnamanazdta heißt, gleich mehrere Rollen. Nadim Jarrar ist Leon, der Junge, der dringend einen Freund braucht, sei er auch noch so seltsam. Mit Walters Hilfe bekommt Leon sein Leben besser in den Griff. In diesem Podcast berichten die beiden Schauspieler unter anderem von unterschiedlichen Zuschauer-Reaktionen und von einem Gastspiel in Kiew. Außerdem kommt eine Deutsch-Lehrerin zu Wort, die schon mehrfach Klassenzimmerstücke an ihre Schule eingeladen hat.
1965 war der schwedische Regisseur Ingmar Bergman schwer krank und lag wochenlang in einer Klinik. Hier kam ihm die Idee zu „Persona“, seinem schwarz-weiß Film von 1966. Ein Film über zwei Frauen, eine Schauspielerin, die aufgehört hat zu sprechen, und ihre Krankenschwester. Zwei Frauen, die im Laufe ihres Zusammenseins miteinander verschmelzen. Die Regisseurin Anna Bergmann hat „Persona“ für die Bühne inszeniert und zwar als Koproduktion des Deutschen Theaters Berlin und des Malmö Stadstheaters. Dramaturgin Sonja Anders schildert hier eine spezielle Besonderheit dieser Inszenierung und sie hören Ausschnitte aus Interviews, die Ingmar Bergman einst zu seinem Film „Persona“ gab.