Hör-Stücke

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Schon beim ersten Lesen von "Der Plan von der Abschaffung des Dunkels", dem Roman des dänischen Autors Peter Høeg, war Birgit Lengers, Leiterin des Jungen DT, begeistert und berührt. Die Geschichte hat sie über Jahre nicht losgelassen und nun hat sie es der Regisseurin Nora Schlocker für die neue große Produktion des Jungen DT vorgeschlagen. Warum Nora Schlocker zuerst gezögert hat, was auch sie dann aber doch überzeugt hat und womit sie und die 15 jungen Leute zwischen 12 und 22 Jahren sich bei den Proben beschäftigen, ist in dieser Podcast-Ausgabe zu hören.
Der Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel war Gast des sechsten Nachgesprächs zu "Let Them Eat Money. Welche Zukunf?!". Er diskutierte mit Moderatorin Ulrike Herrmann, Wirtschaftsredakteurin bei der taz und Autor und Regisseur Andres Veiel unter anderem darüber, wie wie wichtig ein starker, handlungsfähiger und demokratischer Staat in Zukunft ist. Ein Staat, der eventuell auch mit Verboten den Finanzmarkt zu regulieren weiß. Für Hickel ist Kern des Theaterstücks, dass wir endlich begreifen müssen, dass die Idee von Wachstum, die wir haben, ökologisch eine Katastrophe ist und die sozial immer mehr zur Spaltung der Gesellschaft führt. 0
24.01.2019

Vater der Atombombe

Dr. J. Robert Oppenheimer gilt als 'Vater der Atombombe'. Der Physiker war Direktor der Atomwaffen-Entwicklung in den USA und hat die Abwürfe auf Hiroshima und Nagasaki 1945 wissenschaftlich begleitet. Befallen von Skrupel trat er anschließend als Direktor der Atomwaffen-Laboratorien zurück und unterstützte den Bau einer noch viel größeren Bombe, der Wasserstoffbombe, nicht mehr. Fast zehn Jahre später wurde Oppenheimer vor der Atomenergiekommission vernommen mit dem Vorwurf, er sei kein loyaler Amerikaner, sondern womöglich Kommunist.
Der Dramatiker und (einstige Chefdramaturg des Deutschen Theaters) Heinar Kipphardt schrieb 1964, noch zu Lebzeiten des Physikers, ein Theaterstück über die Vernehmung Oppenheimers. Nun bringt der Regisseur Christopher Rüping das Stück "In der Sache J. Robert Oppenheimer" auf die Bühne des Deutschen Theaters. Warum es gerade heute wichtig ist, dieses Stück wieder aufzuführen und welche Fragen das Inszenierungsteam beschäftigt hat, darüber spricht Dramaturg John von Düffel.
Beim fünften Nachgespräch zu "Let Them Eat Money. Welche Zukunft?!" ergab sich eine interessante Diskussion zwischen dem Bundesminister für Arbeit und Soziales Hubertus Heil (SPD) und Regisseur/Autor Andres Veiel über das Bedingunglose Grundeinkommen, wobei der Minister auf einen für ihn markanten Denkfehler beim Grundeinkommen hinwies. Außerdem ging es im Gespräch darum, welche Arbeitsplätze in Zukunft eventuell durch künstliche Intellgenz (KI), zum Beispiel durch Roboter, übernommen werden und welche für den Menschen neu hinzukommen. Das in diesem Gespräch mehrfach angesprochene IAB ist übrigens das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung in Nürnberg. Moderiert wurde dieses Nachgespräch von Stefan Reinecke, Redakteur bei der taz.
Wie so viele Mitarbeiter an einem Theater muss auch der Chef der Maskenbildner immer wieder kreative Ideen beisteuern, sich ungewöhnliche Lösungen einfallen lassen. Einen hellhäutigen Schauspieler in den dunkelhäutigen Othello verwandeln, ohne Blackfacing anzuwenden zum Beispiel.. Andreas Müller, Chef-Maskenbildner am Deutschen Theater, hatte dazu eine besondere Idee parat. Hier berichtet er auch von Perücken, Masken und Glatzen für aktuelle Produktionen am DT, wie „Drei Schwestern“ und „Der Tempelherr“, dem neuen Stück von Ferdinand Schmalz.
Am 13.12.2018 war Katja Kipping (Vorsitzende DIE LINKE) zu Gast im Deutschen Theater Berlin, um im Anschluss an die Vorstellung von Let Them Eat Money. Welche Zukunft?! mit Regisseur und Autor Andres Veiel unter anderem über die Möglichkeiten eines bedingungslosen Grundeinkommens zu diskutieren. Moderiert wurde das Nachgespräch von Ulrike Herrmann (Redakteurin bei der taz).
Der Regisseur und Videokünstler Adrian Figueroa (35) - rechts oben im Bild - hat für das Junge DT aus „Hool“, dem Debütroman von Philipp Winkler einen Theaterabend mit vier erwachsenen und vier jugendlichen Darstellern entwickelt. Hool - das ist die Geschichte von Heiko, einem Holligan, der sogenannte Matches organisiert, Prügelorgien zwischen Fußballfans. Hier berichtet Adrian Figueroa was ihn an diesem Stoff interessiert hat, welche Schwerpunkte er bei seiner Inszenierung setzt, was die Themen waren für ihn und sein Ensemble bei den Proben. Und er erzählt von seinen Theaterarbeiten in Berliner Gefängnissen.
Zu Gast beim dritten Nachgespräch zu "Let Them Eat Money. Welche Zukunft?!" am 25. November war Gerhard Schick, bisher inanzpolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/die Grünen im Bundestag. Seit Beginn ist er Vorsitzender der "Bürgerbewegung Finanzwende". Er sagt, dass die im Stück aufgezeigten Szenarien durchaus realistisch sind. Gemeinsam mit Regisseur Andres Veiel und Moderator Stefan Reinecke (Redakteur bei der taz) spricht er im Nachgespräch über aktuelle Risiken auf den (europäischen) Finanzmärkten.
Im zweiten Nachgespräch traf Autor und Regisseur Andres Veiel im Anschluss an die Vorstellung vom 11.11.18 Hans-Jürgen Urban, Vorstand der IG Metall, zum Gespräch. Moderatorin Ulrike Herrmann (Wirtschaftsredakteurin der taz) stellte ihn als den "intellektuellen Vordenker der gesamten Gewerkschaftsbewegung" vor, der sich – ebenso wie das Theaterstück – mit den Fragen der Zukunft beschäftigt. Im Gespräch ging es auch darum, wie man die IG Metall als Gewerkschaft durch die Krisen der Zukunft steuert und was Digitalisierung und Robotisierung für die Gewerkschaft bedeuten.
Wie nun weiter?! Welche Zukunft … wird es werden?! Im Anschluss an die Vorstellungen von "Let Them Eat Money" soll dieser Frage in gemeinsamen Nachgesprächen mit Expert_innen und Publikum nachgegangen werden. Im ersten Nachgespräch am 27.10.2018 war Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie eingeladen, um mit Autor und Regisseur Andres Veiel über die Zukunft des Klimas zu sprechen. Thematisiert wurden die Gefahren des Klimawandels aber auch, dass es wichtig ist, mit Optimismus in die Zukunft zu schauen. Moderiert wurde dieses Nachgespräch von Ulrike Herrmann, Wirtschaftsredakteurin der taz.