24.01.2019

Vater der Atombombe

Dr. J. Robert Oppenheimer gilt als 'Vater der Atombombe'. Der Physiker war Direktor der Atomwaffen-Entwicklung in den USA und hat die Abwürfe auf Hiroshima und Nagasaki 1945 wissenschaftlich begleitet. Befallen von Skrupel trat er anschließend als Direktor der Atomwaffen-Laboratorien zurück und unterstützte den Bau einer noch viel größeren Bombe, der Wasserstoffbombe, nicht mehr. Fast zehn Jahre später wurde Oppenheimer vor der Atomenergiekommission vernommen mit dem Vorwurf, er sei kein loyaler Amerikaner, sondern womöglich Kommunist.
Der Dramatiker und (einstige Chefdramaturg des Deutschen Theaters) Heinar Kipphardt schrieb 1964, noch zu Lebzeiten des Physikers, ein Theaterstück über die Vernehmung Oppenheimers. Nun bringt der Regisseur Christopher Rüping das Stück "In der Sache J. Robert Oppenheimer" auf die Bühne des Deutschen Theaters. Warum es gerade heute wichtig ist, dieses Stück wieder aufzuführen und welche Fragen das Inszenierungsteam beschäftigt hat, darüber spricht Dramaturg John von Düffel.