Junges DT

Selbstvergessen

vom Anfangen und Aufhören
Eine Stückentwicklung von Gernot Grünewald und dem Ensemble
Ausstattung Michael Köpke
Musik Daniel Sapir
Video und Bildregie Livestream Thomas Taube
Licht Heiko Thomas, Peter Grahn
Ton und Video szenisch Leopold Stoffels
Dramaturgie Birgit Lengers
Kamera und Videotechnik Lennart Löttker, Jonas Klipp, Nora Josif
Head of Stream Peter Stoltz
Sendeton Bernd Schindler
Uraufführung
17. April 2021
Livestream aus der Box
Paula Aschmann
Greta Borg
Lasse Kühlcke
Noa Rosa Nrecaj
Dimitrije Parkitny
Nike Strunk
Paula Aschmann, Greta Borg, Lasse Kühlcke, Noa Rosa Nrecaj, Dimitrije Parkitny, Nike Strunk
Das Kulturblog
Konrad Kögler, 17.04.2021
Hin und wieder sind die sechs Jugendlichen auch glasklar und in Großaufnahme zu sehen. Doch sehr schnell verschwimmen die Konturen wieder, versinkt alles im Halbdunkel, hinter Schlieren und einem Grauschleier. Die Kamera-Führung und Videotechnik des Trios Lennart Löttker, Jonas Klipp und Nora Josif spiegeln das Krankheitsbild der Demenz, bei dem die Betroffenen die Orientierung verlieren, klare Momente immer seltener werden, bis die Pflegebedürftigen engste Verwandte nicht mehr wiedererkennen.

[...]
Sehr authentisch erzählen die jungen Spielerinnen und Spieler in diesem Live-Stream aus der DT-Box von ihren persönlichen Erfahrungen.

Hin und wieder sind die sechs Jugendlichen auch glasklar und in Großaufnahme zu sehen. Doch sehr schnell verschwimmen die Konturen wieder, versinkt alles im Halbdunkel, hinter Schlieren und einem Grauschleier. Die Kamera-Führung und Videotechnik des Trios Lennart Löttker, Jonas Klipp und Nora Josif spiegeln das Krankheitsbild der Demenz, bei dem die Betroffenen die Orientierung verlieren, klare Momente immer seltener werden, bis die Pflegebedürftigen engste Verwandte nicht mehr wiedererkennen.

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Sehr authentisch erzählen die jungen Spielerinnen und Spieler in diesem Live-Stream aus der DT-Box von ihren persönlichen Erfahrungen.

nachtkritik.de
Stephanie Drees, 17.04.2021
Gernot Grünewald und sein jugendliches Ensemble schaffen es in dieser kompakten Inszenierung, sie [die großen philosophischen Fragen] auf spielerische Weise zu erden. Das liegt vor allem an zwei Punkten: Der radikalen Besinnung auf die individuelle, starke Bühnenpräsenz der Jugendlichen. Und einer atmosphärischen Dichte, die das Unmittelbare des Liveerlebnisses mit den Mitteln des Theaterfilms verbindet.

[...]
All diese Bilder sind gute Bilder, weil sie über die Figuren hinaus viel über ihre Spieler*innen erzählen.
Die Zeit, mit ihr wird hier im wahrsten Sinne poetisch-klug gespielt. Alle Momente sind gleichzeitig schon vergangen. Das Jetzt, es ist immer auch Erinnerung.
Gernot Grünewald und sein jugendliches Ensemble schaffen es in dieser kompakten Inszenierung, sie [die großen philosophischen Fragen] auf spielerische Weise zu erden. Das liegt vor allem an zwei Punkten: Der radikalen Besinnung auf die individuelle, starke Bühnenpräsenz der Jugendlichen. Und einer atmosphärischen Dichte, die das Unmittelbare des Liveerlebnisses mit den Mitteln des Theaterfilms verbindet.

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All diese Bilder sind gute Bilder, weil sie über die Figuren hinaus viel über ihre Spieler*innen erzählen.
Die Zeit, mit ihr wird hier im wahrsten Sinne poetisch-klug gespielt. Alle Momente sind gleichzeitig schon vergangen. Das Jetzt, es ist immer auch Erinnerung.
Die Deutsche Bühne
Barbara Behrendt, 18.04.2021
Der Abend ist mit großer Empathie entwickelt. Was bedeutet erinnern? Was bedeutet vergessen? Was bleibt vom Selbst, wenn die Biografie verloren geht? Die sehr präsenten, ganz eigenwilligen Spielerinnen und Spieler versuchen sich an einer philosophischen Reise. Der Abend ist mit großer Empathie entwickelt. Was bedeutet erinnern? Was bedeutet vergessen? Was bleibt vom Selbst, wenn die Biografie verloren geht? Die sehr präsenten, ganz eigenwilligen Spielerinnen und Spieler versuchen sich an einer philosophischen Reise.
rbb inforadio
Ute Büsing, 19.04.2021
Aus vielen kleinen Facetten entsteht ein poetisches Puzzle der Erinnerung. [...] In der Stückentwicklung von Gernot Grünewald tastet sich das Ensemble an die Grundfragen von Leben und Tod. Aus vielen kleinen Facetten entsteht ein poetisches Puzzle der Erinnerung. [...] In der Stückentwicklung von Gernot Grünewald tastet sich das Ensemble an die Grundfragen von Leben und Tod.
junge bühne
Magdalena Sporkmann, 19.04.2021
Ohne Pathos, mit ehrlichem Interesse und erstaunlicher Empathie erforschen die jungen Darsteller:innen das Verhältnis von Ich und Erinnerung. Sie stellen sich mutig dem schmerzhaften Verlust ihrer geliebten Großeltern und der Erwartung des eigenen Alterns. Mit vermeintlich banalen Fragen und originellen Vergleichen lassen sie das Publikum an ihrem ganz persönlichen Abschied teilhaben und erschaffen damit einen Moment großer Intimität und Wertschätzung. Ohne Pathos, mit ehrlichem Interesse und erstaunlicher Empathie erforschen die jungen Darsteller:innen das Verhältnis von Ich und Erinnerung. Sie stellen sich mutig dem schmerzhaften Verlust ihrer geliebten Großeltern und der Erwartung des eigenen Alterns. Mit vermeintlich banalen Fragen und originellen Vergleichen lassen sie das Publikum an ihrem ganz persönlichen Abschied teilhaben und erschaffen damit einen Moment großer Intimität und Wertschätzung.
Theater der Zeit
Gernot Grünewald im Interview mit Tom Mustroph, Mai 2021
Sie haben sich entschieden, Selbstvergessen gerade nicht als Archivalie zu produzieren, also als digitale Konserve, die man immer wieder abrufen kann, sondern als live gestreamte Vorstellung, die nicht auf dem Server gespeichert wird. Warum?
Es war früh klar, dass die theatral-filmische Adaption eines solchen Themas nur als Livestream zu denken ist. Es geht bei dem Thema ja immer um den erinnerten oder vergessenden Augenblick. Wenn eine räumliche Kopräsenz, die das Theater ja ausmacht, nicht möglich ist, dann kann der Livestream immerhin eine zeitliche Kopräsenz ermöglichen. Das finde ich einen wichtigen Moment, dass sich Dinge immer nur jetzt vollziehen, dass man das nicht zurückspulen kann. Dieses Jetzt kann man erleben oder verpassen, man kann sich daran erinnern oder es vergessen, aber es ist eben nicht on demand, es ist einmalig wie das Leben.
Sie haben sich entschieden, Selbstvergessen gerade nicht als Archivalie zu produzieren, also als digitale Konserve, die man immer wieder abrufen kann, sondern als live gestreamte Vorstellung, die nicht auf dem Server gespeichert wird. Warum?
Es war früh klar, dass die theatral-filmische Adaption eines solchen Themas nur als Livestream zu denken ist. Es geht bei dem Thema ja immer um den erinnerten oder vergessenden Augenblick. Wenn eine räumliche Kopräsenz, die das Theater ja ausmacht, nicht möglich ist, dann kann der Livestream immerhin eine zeitliche Kopräsenz ermöglichen. Das finde ich einen wichtigen Moment, dass sich Dinge immer nur jetzt vollziehen, dass man das nicht zurückspulen kann. Dieses Jetzt kann man erleben oder verpassen, man kann sich daran erinnern oder es vergessen, aber es ist eben nicht on demand, es ist einmalig wie das Leben.
Zuschauer_innen-Stimmen zur Livestream-Premiere
17.04.2021
Für mich hatte es eine sehr große Bedeutung, dass es live war. Es fühlt sich tatsächlich an, wie nach einer Theatererfahrung. Schon sehr lange habe ich nicht mehr ein solch sinnlich-poetisches Erlebnis. Das hätte ich nie für möglich gehalten.

Applaus Applaus. So berührend und liebevoll. Vielen Dank für die Wärme.

Wow! Bewegend. Sehr gut gespielt und technisch umgesetzt. Danke!

Eine so liebevolle Hommage an alle Großeltern. Danke! <3

Gänsehaut, Tränen, Schmunzeln, Erinnerungen...wunderbar poetische Szenen. Ich bin 55 Jahre alt und kann nicht aufhören zu schwärmen. Danke!!!

<3 Dank! Wundervolle Aufführung, klug und poetisch, traurig und voller Hoffnung. Sehr beeindruckend! Toller Abend!!

Vielen Dank für diese bewegende Vorstellung. Die jungen Schauspieler*innen haben ihre Geschichten so berührend und intensiv in Szene gesetzt und Großartiges geleistet.





Für mich hatte es eine sehr große Bedeutung, dass es live war. Es fühlt sich tatsächlich an, wie nach einer Theatererfahrung. Schon sehr lange habe ich nicht mehr ein solch sinnlich-poetisches Erlebnis. Das hätte ich nie für möglich gehalten.

Applaus Applaus. So berührend und liebevoll. Vielen Dank für die Wärme.

Wow! Bewegend. Sehr gut gespielt und technisch umgesetzt. Danke!

Eine so liebevolle Hommage an alle Großeltern. Danke! <3

Gänsehaut, Tränen, Schmunzeln, Erinnerungen...wunderbar poetische Szenen. Ich bin 55 Jahre alt und kann nicht aufhören zu schwärmen. Danke!!!

<3 Dank! Wundervolle Aufführung, klug und poetisch, traurig und voller Hoffnung. Sehr beeindruckend! Toller Abend!!

Vielen Dank für diese bewegende Vorstellung. Die jungen Schauspieler*innen haben ihre Geschichten so berührend und intensiv in Szene gesetzt und Großartiges geleistet.





Außerdem im Spielplan

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Im Rahmen des Theatertreffens
Mit englischen Untertiteln
von Friedrich Schiller
Regie: Anne Lenk
>>> Zum Stream beim Theatertreffen
Im Anschluss Künstler:innen-Ehrung und Nachgespräch
Online
20.00 - 22.15
Kostenloser Stream