Starker Wind

von Jon Fosse
Bühne & Kostüme Teresa Vergho
Dramaturgie John von Düffel
Deutschsprachige Erstaufführung
14. November 2021
Kammerspiele

Dauer: 1 Stunde, 15 Minuten, keine Pause
Maren Eggert
Bernd Moss
Max Simonischek
Stückeinführung von Dramaturg John von Düffel
rbbKultur
Ute Büsing, 15.11.2021
Gespielt wird in den Stuhlreihen des Parketts der Kammerspiele, während das Publikum auf der Bühne sitzt. Das ist der kleine Clou an Jossi Wielers Inszenierung des bedeutungsschwanger unterströmten [...] Textes, dem hier ein suggestives Grundrauschen, wie eben bei starkem Wind, unterliegt. [...]
Gespielt wird in den Stuhlreihen des Parketts der Kammerspiele, während das Publikum auf der Bühne sitzt. Das ist der kleine Clou an Jossi Wielers Inszenierung des bedeutungsschwanger unterströmten [...] Textes, dem hier ein suggestives Grundrauschen, wie eben bei starkem Wind, unterliegt. [...]
Berliner Morgenpost
Felix Müller, 15.11.2021
Es ist ein Abend der Spiegelungen und Umkehrungen, der Reflexionen im doppelten Sinn des Wortes. [...]

In ihren besten Momenten gelingt Jossi Wiehlers Inszenierung hier die Balance zwischen dem Abschiedsgesang auf ein patriarchales Zeitalter und der Ironisierung desselben. [...] Es sind die Männer, die in diesem Stück noch viel zu lernen haben, und schließlich wird man folgerichtig einen von beiden daran scheitern sehen, hoch oben über der Bühne.

Am Ende steht das neue Paar vor grüner Wand und reibt sich lustvoll mit grüner Farbe ein, bis es fast eins wird mit dem Hintergrund – heimelige Symbiose und Verwischung von Unterschieden zugleich. Wird das gut gehen? Es ist ein intensiver Abend voller Konzentration auf die Textvorlage [...].

Es ist ein Abend der Spiegelungen und Umkehrungen, der Reflexionen im doppelten Sinn des Wortes. [...]

In ihren besten Momenten gelingt Jossi Wiehlers Inszenierung hier die Balance zwischen dem Abschiedsgesang auf ein patriarchales Zeitalter und der Ironisierung desselben. [...] Es sind die Männer, die in diesem Stück noch viel zu lernen haben, und schließlich wird man folgerichtig einen von beiden daran scheitern sehen, hoch oben über der Bühne.

Am Ende steht das neue Paar vor grüner Wand und reibt sich lustvoll mit grüner Farbe ein, bis es fast eins wird mit dem Hintergrund – heimelige Symbiose und Verwischung von Unterschieden zugleich. Wird das gut gehen? Es ist ein intensiver Abend voller Konzentration auf die Textvorlage [...].

Berliner Zeitung
Elena Philipp, 15.11.2021
Als psychologisches Kammerspiel nimmt Jossi Wieler den aufs Existenzielle zielenden Text. Zwischen Jon Fosses Kurzsätzen darf viel Bedeutsames mitschwingen, wenn man es hineinlesen möchte. Als psychologisches Kammerspiel nimmt Jossi Wieler den aufs Existenzielle zielenden Text. Zwischen Jon Fosses Kurzsätzen darf viel Bedeutsames mitschwingen, wenn man es hineinlesen möchte.
rbbKultur
Barbara Behrendt, 15.11.2021
Vieles an Fosses Schreiben ist unverändert: die Reduktion auf wenige, glasklare Worte, die sich rhythmisch wiederholen, die dröhnende Stille dazwischen. Auch der Symbolismus, der den Boden wanken lässt und die Grenzen zwischen Traum und Realität verwischt: ein Fenster, das für die Sicht auf die Welt steht – aus dem man sich aber tatsächlich in den Tod stürzen kann. Eine kleinere Wohnung, die die schrumpfende Daseinsberechtigung symbolisiert – aus der man aber tatsächlich hinausgeworfen werden kann. [...]
Jossi Wieler treibt den Text ins Grotesk-Surreale, unterlegt ihn mit einem unheimlichen Rauschen des Windes und findet mitunter eindrückliche Bilder.
Vieles an Fosses Schreiben ist unverändert: die Reduktion auf wenige, glasklare Worte, die sich rhythmisch wiederholen, die dröhnende Stille dazwischen. Auch der Symbolismus, der den Boden wanken lässt und die Grenzen zwischen Traum und Realität verwischt: ein Fenster, das für die Sicht auf die Welt steht – aus dem man sich aber tatsächlich in den Tod stürzen kann. Eine kleinere Wohnung, die die schrumpfende Daseinsberechtigung symbolisiert – aus der man aber tatsächlich hinausgeworfen werden kann. [...]
Jossi Wieler treibt den Text ins Grotesk-Surreale, unterlegt ihn mit einem unheimlichen Rauschen des Windes und findet mitunter eindrückliche Bilder.
Die Deutsche Bühne
Michael Laages, 05.11.2021
[...] ist das nun – nach so langer Pause – ein „neuer Fosse“? Oder nur ein neues Stück im altvertrauten Ton? Eher letzteres – wer das in-sich-selbst-Verstricktsein auch früher schon mochte, wird sich auch jetzt wieder zurechtfinden in Fosses Traum- und Alptraum-Räumen. Auch wer gerade ein bisschen Abstand gewinnen möchte vom potenziell apokalyptischen Lärm der Gegenwart. Fosses Art zu Schreiben und Sprechen ist ein wohlfeiler Rückzugsraum [...]
[...] ist das nun – nach so langer Pause – ein „neuer Fosse“? Oder nur ein neues Stück im altvertrauten Ton? Eher letzteres – wer das in-sich-selbst-Verstricktsein auch früher schon mochte, wird sich auch jetzt wieder zurechtfinden in Fosses Traum- und Alptraum-Räumen. Auch wer gerade ein bisschen Abstand gewinnen möchte vom potenziell apokalyptischen Lärm der Gegenwart. Fosses Art zu Schreiben und Sprechen ist ein wohlfeiler Rückzugsraum [...]
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Irene Bazinger, 18.11.2021
Jossi Wieler ist ein sensibler Meister der Zwischentöne und Traumtänze und bringt selbst dieses so kurze wie bemühte Stück Jon Fosses zum Schwingen und Funkeln. Nur 75 dauert die Aufführung, die er behutsam als Etüde der Vergeblichkeit inszeniert. [...]

Maren Eggert, Bernd Moss und Max Simonischek machen daraus [...] ein eindrucksvoll polyphones Kammersprechtrio.
Jossi Wieler ist ein sensibler Meister der Zwischentöne und Traumtänze und bringt selbst dieses so kurze wie bemühte Stück Jon Fosses zum Schwingen und Funkeln. Nur 75 dauert die Aufführung, die er behutsam als Etüde der Vergeblichkeit inszeniert. [...]

Maren Eggert, Bernd Moss und Max Simonischek machen daraus [...] ein eindrucksvoll polyphones Kammersprechtrio.

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