Der Menschenfeind

von Molière
Berlin-Premiere 12. Dezember 2009
Jörg PoseAlceste
Helmut MooshammerPhilinte
Alexander SimonOronte
Judith HofmannCélimène
Caroline DietrichÉliante
Verena ReichhardtArsinoé
Claudius FranzAcaste
Markwart Müller-ElmauClitandre
Prinz
01.02.2010
Grandios ist der Einsatz der Großbildleinwände, auf denen man konstant die Gesichter der Schauspieler sieht. Selten hielt ein Stilmittel die Aufmerksamkeit so gefesselt wie diese Nahaufnahmen. Grandios ist der Einsatz der Großbildleinwände, auf denen man konstant die Gesichter der Schauspieler sieht. Selten hielt ein Stilmittel die Aufmerksamkeit so gefesselt wie diese Nahaufnahmen.
Der Tagesspiegel
Andreas Schäfer, 14.12.2010
Unentwirrbar ist die Schönheit der Form mit dem Horror der narzisstischen Pose verbunden. Es gibt keine Wahrheit oder Lüge, kein richtig oder falsch, dafür das ewige Sowohl-als-auch. Und es gibt acht großartige Schauspieler, deren Spiel mit choreografischer Präzision ineinandergreift und die dafür sorgen, dass dieser Befund schmerzhaft unter die Haut geht. Helmut Mooshammer als aggressiv lächelnder Alceste-Freund Philinte, das Kraftpaket Alexander Simon als Möchtegern-Dichter Oronte, Markwart Müller-Elmau als meckernder Giftzwerg Clitandre, Verena Reichardt als lakonische Spieldurchschauerin Arsinoé, Caroline Dietrich als erotisches Gesellschaftsbunny Eliante, Claudius Franz als schleimender Zeremonienmeister Acaste und schließlich die herausragende Judith Hofmann. Ihre Célimène ist von quecksilbriger Lebendigkeit, einerseits aufrichtig zugewandt, andererseits divenhaft entrückt. Ob aus dem Jahr 1665 oder von heute. Dieser Abend ist aus einem Guss also von immer. Unentwirrbar ist die Schönheit der Form mit dem Horror der narzisstischen Pose verbunden. Es gibt keine Wahrheit oder Lüge, kein richtig oder falsch, dafür das ewige Sowohl-als-auch. Und es gibt acht großartige Schauspieler, deren Spiel mit choreografischer Präzision ineinandergreift und die dafür sorgen, dass dieser Befund schmerzhaft unter die Haut geht. Helmut Mooshammer als aggressiv lächelnder Alceste-Freund Philinte, das Kraftpaket Alexander Simon als Möchtegern-Dichter Oronte, Markwart Müller-Elmau als meckernder Giftzwerg Clitandre, Verena Reichardt als lakonische Spieldurchschauerin Arsinoé, Caroline Dietrich als erotisches Gesellschaftsbunny Eliante, Claudius Franz als schleimender Zeremonienmeister Acaste und schließlich die herausragende Judith Hofmann. Ihre Célimène ist von quecksilbriger Lebendigkeit, einerseits aufrichtig zugewandt, andererseits divenhaft entrückt. Ob aus dem Jahr 1665 oder von heute. Dieser Abend ist aus einem Guss also von immer.

Außerdem im Spielplan

Heute2425262728293031Februar 12345678910111213141516171819202122232425262728März 12345678910111213141516171819202122232425262728293031
Vorstellung fällt leider aus
Zum letzten Mal
Ein Familienstück nach dem Buch von Axel Hacke
Regie: Anne Bader
Wegen Erkrankung im Ensemble muss die Vorstellung Der kleine König Dezember nach dem Buch von Axel Hacke heute leider ersatzlos entfallen. Bereits gekaufte Karten können innerhalb von 14 Tagen an der Theaterkasse umgetauscht oder zurückgegeben werden.
Saal
15.00 - 16.00
Mit englischen Übertiteln
von Sophokles
Regie: Ulrich Rasche
Deutsches Theater
18.00 - 20.30
Vorstellung fällt leider aus
nach dem Roman von Albert Camus
Regie: András Dömötör
Wegen Erkrankung im Ensemble muss die Vorstellung leider ersatzlos entfallen. Bereits gekaufte Karten können innerhalb von 14 Tagen an der Theaterkasse umgetauscht oder zurückgegeben werden.
Kammerspiele
19.00 - 20.20
Ausverkauft
Evtl. Restkarten an der Abendkasse