Kind ohne Zimmer

von Annett Gröschner
Bühne und Kostüme Sigi Colpe
Text Annett Gröschner
Dramaturgie Birgit Lengers
Premiere 23. Mai 2012
Aylin Dunkel
Jürgen Huth
Maike Knirsch
Lily Kumpe
Anne Rohde
Michael Schweighöfer
Ingraban von Stolzmann
Thao Tran
Aylin Dunkel, Jürgen Huth, Maike Knirsch, Lily Kumpe, Anne Rohde, Michael Schweighöfer, Ingraban von Stolzmann, Thao Tran
RBB Kulturradio am Morgen
Oliver Kranz, 24.05.2012
Ein sehr realitätsnahes Stück, in dem es auf gar keinen Fall um Mitleid geht. Man muss sagen, es geht um Biografien, die zum Teil mit Leid zu tun haben. Er ist immer wieder von Kindern die Rede, die ihre Eltern verloren haben oder die ihre Eltern nicht treffen, die ohne Liebe aufwachsen. Aber die dann weggehen. Also es ist auch meistens eine Geschichte von Emanzipation, die da erzählt wird. Also nicht Mitleid und ein hinreißendes Spiel der jungen Akteure – ein durch und durch professionelles Ensemble. Ein sehr realitätsnahes Stück, in dem es auf gar keinen Fall um Mitleid geht. Man muss sagen, es geht um Biografien, die zum Teil mit Leid zu tun haben. Er ist immer wieder von Kindern die Rede, die ihre Eltern verloren haben oder die ihre Eltern nicht treffen, die ohne Liebe aufwachsen. Aber die dann weggehen. Also es ist auch meistens eine Geschichte von Emanzipation, die da erzählt wird. Also nicht Mitleid und ein hinreißendes Spiel der jungen Akteure – ein durch und durch professionelles Ensemble.
weltexpress.de
Anne Hahn, 24.05.2012
Ein seltenes, ein beglückendes, ja berauschendes Theatererlebnis voller Überraschungen und ausgespielter Anspielungen. Die Text-Bewohner schildern ihr Da-Sein, ihre Träume von eigenen Räumen. In meinen Raum darf fünf Jahre keiner rein, sagt eine, ich mache Handarbeiten aus Luft, die andere, ein Sofa wünscht sich der dritte. Besonders witzig ist der Regieeinfall, den deutlich älteren Schauspieler Michael Schweighöfer mit der Rolle des siebenjährigen Kevin zu besetzen, der von einer Tobe-Gummizelle und Star Wars schwärmt. Da lachten die jüngsten Premierenbesucher hell heraus.
Fazit: Ein aufwühlendes, hochprofessionelles Theaterstück für jedermann ab 8 Jahren
Ein seltenes, ein beglückendes, ja berauschendes Theatererlebnis voller Überraschungen und ausgespielter Anspielungen. Die Text-Bewohner schildern ihr Da-Sein, ihre Träume von eigenen Räumen. In meinen Raum darf fünf Jahre keiner rein, sagt eine, ich mache Handarbeiten aus Luft, die andere, ein Sofa wünscht sich der dritte. Besonders witzig ist der Regieeinfall, den deutlich älteren Schauspieler Michael Schweighöfer mit der Rolle des siebenjährigen Kevin zu besetzen, der von einer Tobe-Gummizelle und Star Wars schwärmt. Da lachten die jüngsten Premierenbesucher hell heraus.
Fazit: Ein aufwühlendes, hochprofessionelles Theaterstück für jedermann ab 8 Jahren
capakaum.com
Capa-kaum, 24.05.2012
Mitdenken und Nachdenken ist an diesem Theaterabend angesagt. Nicht nur, weil das Ensemble am Ende Fragen dazu mit auf den Weg gibt. Denn schon zuvor ist nichts aus der Welt Heranwachsender, die ihr Zuhause nicht als solches erleben, versteckt  worden oder vergessen geblieben: Einblicke in das Seelenleben einer sehnsuchtsvollen Generation – Heimkinder, ungeliebte Kinder, Straßenkinder, die Drogenszene.
Heranwachsende auf der Suche nach Wärme und Familie, die sie daheim nicht haben. Die sich in virtuelle Welten zurückziehen, TV-Soaps als Zeitvertreib konsumieren und in ihren Träumen „Häuser aus Luft“ bauen. Und die sich nicht an das Böse, Schreckliche erinnern wollen, an die Zeit im Heim, an die Enge in der Dachkammer, in die der Sturm den Schnee hereinwehte. Die den Schmerz um die Mutter im Gefängnis, den Vater, der ins Irgendwo verschwunden ist, verdrängen durch lebendige Kuscheltiere und solche aus Plüsch. Andererseits die Ratlosigkeit eines Vaters, der seine Tochter schon lange verloren hatte, ehe sie ihn mit 13 Jahren verließ. Was haben Eltern falsch gemacht, wo ist die Schuld zu suchen? (...)
Wieder einmal bestätigt das Junge DT, dass hier von sehr talentierten Jugendlichen mit großer Ambition Theater für das Theaterpublikum gemacht wird, nicht Theater von Kindern für Kinder. Der hoch gesteckte Anspruch wird so sehr erfüllt, dass sich die arrivierten DT-Profis Michael Schweighöfer und Jürgen Huth ganz einfach in das Ensemble der Jugendlichen einfügen.
Mitdenken und Nachdenken ist an diesem Theaterabend angesagt. Nicht nur, weil das Ensemble am Ende Fragen dazu mit auf den Weg gibt. Denn schon zuvor ist nichts aus der Welt Heranwachsender, die ihr Zuhause nicht als solches erleben, versteckt  worden oder vergessen geblieben: Einblicke in das Seelenleben einer sehnsuchtsvollen Generation – Heimkinder, ungeliebte Kinder, Straßenkinder, die Drogenszene.
Heranwachsende auf der Suche nach Wärme und Familie, die sie daheim nicht haben. Die sich in virtuelle Welten zurückziehen, TV-Soaps als Zeitvertreib konsumieren und in ihren Träumen „Häuser aus Luft“ bauen. Und die sich nicht an das Böse, Schreckliche erinnern wollen, an die Zeit im Heim, an die Enge in der Dachkammer, in die der Sturm den Schnee hereinwehte. Die den Schmerz um die Mutter im Gefängnis, den Vater, der ins Irgendwo verschwunden ist, verdrängen durch lebendige Kuscheltiere und solche aus Plüsch. Andererseits die Ratlosigkeit eines Vaters, der seine Tochter schon lange verloren hatte, ehe sie ihn mit 13 Jahren verließ. Was haben Eltern falsch gemacht, wo ist die Schuld zu suchen? (...)
Wieder einmal bestätigt das Junge DT, dass hier von sehr talentierten Jugendlichen mit großer Ambition Theater für das Theaterpublikum gemacht wird, nicht Theater von Kindern für Kinder. Der hoch gesteckte Anspruch wird so sehr erfüllt, dass sich die arrivierten DT-Profis Michael Schweighöfer und Jürgen Huth ganz einfach in das Ensemble der Jugendlichen einfügen.
Radio-Mensch.de
Rainer Gerlach, 01.06.2012
Wieder einmal ist es das Junge DT, das zeigt, wie spannend Theater sein kann, wenn es sich ehrlich für Menschen mit ihren Konflikten und Sehnsüchten interessiert. In "Kind ohne Zimmer" hat Annett Gröschner im Ergebnis von zahlreichen Interviews Schicksale von Kindern und Jugendlichen, die auf der Suche nach Heimat und sich sind, faszinierend montiert. Und es ist atemberaubend, mit welcher Intensität die jungen Darsteller (Valery Aydin, Aylin Dunkel, Maike Knirsch, Lily Kumpe, Thao Tran, Ingraban von Stolzmann) unter der Regie von Annette Kuß ihre verschiedenen Figuren lebendig werden lassen. Wieder einmal ist es das Junge DT, das zeigt, wie spannend Theater sein kann, wenn es sich ehrlich für Menschen mit ihren Konflikten und Sehnsüchten interessiert. In "Kind ohne Zimmer" hat Annett Gröschner im Ergebnis von zahlreichen Interviews Schicksale von Kindern und Jugendlichen, die auf der Suche nach Heimat und sich sind, faszinierend montiert. Und es ist atemberaubend, mit welcher Intensität die jungen Darsteller (Valery Aydin, Aylin Dunkel, Maike Knirsch, Lily Kumpe, Thao Tran, Ingraban von Stolzmann) unter der Regie von Annette Kuß ihre verschiedenen Figuren lebendig werden lassen.

RBB Kulturradio am Vormittag 24.5.2012

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