Der Kirschgarten

von Anton Tschechow, in einer Bearbeitung von Thomas Brasch
Bühne Katja Haß
Kostüme Anja Rabes
Dramaturgie Claus Caesar
Premiere 24. Februar 2012
Nina HossLjubow Andrejewna Ranjewskaja, Gutsbesitzerin
Natalia BelitskiAnja, ihre Tochter
Meike DrosteWarja, ihre Adoptivtochter
Christoph FrankenLeonid Andrejewitsch Gajew, ihr Bruder
Felix GoeserJermolaj Alexejewitsch Lopachin, Kaufmann
Elias ArensPjotr Sergejewitsch Trofimov, Student
Jürgen HuthBoris Borisowitsch Simjonow-Pischtschik, Gutsbesitzer
Angela MeyerCharlotta Iwanowna, Erzieherin
Harald BaumgartnerSemjon Pantelejewitsch Jepidochow, Buchhalter
Katrin WichmannDunjascha, Zimmermädchen
Helmut MooshammerFirs, Diener
Thomas SchumacherJascha, ein junger Diener
Ljubow Andrejewna Ranjewskaja, Gutsbesitzerin
Anja, ihre Tochter
Warja, ihre Adoptivtochter
Leonid Andrejewitsch Gajew, ihr Bruder
Jermolaj Alexejewitsch Lopachin, Kaufmann
Pjotr Sergejewitsch Trofimov, Student
Boris Borisowitsch Simjonow-Pischtschik, Gutsbesitzer
Charlotta Iwanowna, Erzieherin
Semjon Pantelejewitsch Jepidochow, Buchhalter
Dunjascha, Zimmermädchen
Firs, Diener
Jascha, ein junger Diener
Zitty
Friedhelm Teicke, 08.03.2012
Es gibt wunderbare Schauspielmomente, die vor allem Nina Hoss als Ranjewskaja zu verdanken sind. Sie stattet die Rolle der Gutsbesitzerin, für die sie eigentlich zu jung ist, mit einer strahlenden Kühle aus, einer somnambulen Würde, in der sich die Tschechowsche Melancholie stolz und stilvoll bewahrt. Das ist so schön. Es gibt wunderbare Schauspielmomente, die vor allem Nina Hoss als Ranjewskaja zu verdanken sind. Sie stattet die Rolle der Gutsbesitzerin, für die sie eigentlich zu jung ist, mit einer strahlenden Kühle aus, einer somnambulen Würde, in der sich die Tschechowsche Melancholie stolz und stilvoll bewahrt. Das ist so schön.
Südwest Presse
Christoph Müller, 02.03.2012
Das hat man noch nie so deutlich aus dem von Thomas Brasch bündig übersetzten Stück herausgehört. Dass der mit Kindheitserinnerungen aufgeladene Garten verkauft werden muss, wirkt bei Kimmig ökonomisch wie ökologisch brisant: ein Missverhältnis zwischen Einnahmen und Ausgaben, daraus folgender Überschuldung, Leihanfrage, Zinsgebühren, Zahlungsversprechen, Zahlungsunfähigkeit, Bankrott und Ruin. Das hat man noch nie so deutlich aus dem von Thomas Brasch bündig übersetzten Stück herausgehört. Dass der mit Kindheitserinnerungen aufgeladene Garten verkauft werden muss, wirkt bei Kimmig ökonomisch wie ökologisch brisant: ein Missverhältnis zwischen Einnahmen und Ausgaben, daraus folgender Überschuldung, Leihanfrage, Zinsgebühren, Zahlungsversprechen, Zahlungsunfähigkeit, Bankrott und Ruin.
Die deutsche Bühne
Detlev Baur, 01.04.2012
In Stephan Kimmigs Berliner Inszenierung hingegen zeigt Nina Hoss eine einsame, verlorene Seele, nicht aber eine gesellschaftlich desorientierte Adelige. In der brillanten Darstellung von Nina Hoss gleicht diese sehr junge Ranjewskaja einer Süchtigen, einer Liebes-Abhängigen, die in ihrer krankhaften Suche umso mehr alleine bleibt – und darum auch kein vernünftiges Verhältnis zum Geld findet. In Stephan Kimmigs Berliner Inszenierung hingegen zeigt Nina Hoss eine einsame, verlorene Seele, nicht aber eine gesellschaftlich desorientierte Adelige. In der brillanten Darstellung von Nina Hoss gleicht diese sehr junge Ranjewskaja einer Süchtigen, einer Liebes-Abhängigen, die in ihrer krankhaften Suche umso mehr alleine bleibt – und darum auch kein vernünftiges Verhältnis zum Geld findet.

Außerdem im Spielplan

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mit englischen Übertiteln
von Samuel Beckett
Regie: Christian Schwochow
Deutsches Theater
20.00 - 21.20
19.30 Einführung - Saal
von Jakob Nolte
Regie: Tom Kühnel
Kammerspiele
20.00 - 21.00