Trauer muss Elektra tragen

von Eugene O'Neill
Bühne Katja Haß
Kostüme Anja Rabes
Dramaturgie Sonja Anders
Premiere 18. Oktober 2011
Helmut MooshammerEzra Mannon
Friederike KammerChristine, seine Frau
Maren EggertLavinia, beider Tochter
Alexander KhuonOrin, beider Sohn
Bernd MossAdam Brant
Sebastian GrünewaldPeter Niles
Natalia BelitskiHazel Niles, seine Schwester
Ingo SchröderLive-Musiker
Ezra Mannon
Christine, seine Frau
Lavinia, beider Tochter
Orin, beider Sohn
Adam Brant
Peter Niles
Hazel Niles, seine Schwester
Live-Musiker
taz
Katharina Granzin, 20.10.2011
O’Neill verlegt die Handlung in die Zeit kurz nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg – nicht weil die Zeit der Handlung bedeutungsvoll wäre, sondern weil die Historisierung ihre Zeitlosigkeit unterstreicht. Stephan Kimmig folgt für seine Inszenierung dem Dramatiker in diesem Detail und verpasst den Darstellerinnen historisierende Kostüme, wobei die Reifröcke einerseits an Bürgerkriegsfilme erinnern, andererseits aber so flexibel hochgeschoben werden können, dass sie allein dadurch als Zitat entlarvt sind… O’Neill verlegt die Handlung in die Zeit kurz nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg – nicht weil die Zeit der Handlung bedeutungsvoll wäre, sondern weil die Historisierung ihre Zeitlosigkeit unterstreicht. Stephan Kimmig folgt für seine Inszenierung dem Dramatiker in diesem Detail und verpasst den Darstellerinnen historisierende Kostüme, wobei die Reifröcke einerseits an Bürgerkriegsfilme erinnern, andererseits aber so flexibel hochgeschoben werden können, dass sie allein dadurch als Zitat entlarvt sind…
Die Welt
Matthias Heine, 20.10.2011
Schauspielerisch wird auf Hochleistungsniveau agiert, auf das der Zuschauer in diesem Hause Anspruch hat. Maren Eggert lässt den aus nach innen brennender Sinnlichkeit befeuerten Furor der Lavinia mehr als anschaulich werden. Als es am Ende niemanden sonst mehr zu hassen gibt, hasst sie eben sich selbst dafür, dass sie so gehasst hat.
Vor allem im Zusammenspiel der Geschwister erhebt sich die Aufführung zu schwindelerregender Virtuosität und Intensität.
Schauspielerisch wird auf Hochleistungsniveau agiert, auf das der Zuschauer in diesem Hause Anspruch hat. Maren Eggert lässt den aus nach innen brennender Sinnlichkeit befeuerten Furor der Lavinia mehr als anschaulich werden. Als es am Ende niemanden sonst mehr zu hassen gibt, hasst sie eben sich selbst dafür, dass sie so gehasst hat.
Vor allem im Zusammenspiel der Geschwister erhebt sich die Aufführung zu schwindelerregender Virtuosität und Intensität.

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