Verbrennungen

von Wajdi Mouawad
Premiere 2. September 2012
Maren EggertNawal
Kathleen MorgeneyerJeanne
Christoph FrankenSimon
Harald BaumgartnerHermile
Barbara HeynenSawda
Thomas SchumacherNihad
EnsembleRahlph, Wahab, Nazira, Elhame, Antoine, Arzt, Abdessamad, Soldaten, Fremdenfüher, Hausmeister, Malak, Mann, Chamseddine
Rafah Azzouka, Shadia Abou Hamdan, Ohoude KhadrSängerinnen
Nawal
Ensemble
Rahlph, Wahab, Nazira, Elhame, Antoine, Arzt, Abdessamad, Soldaten, Fremdenfüher, Hausmeister, Malak, Mann, Chamseddine
Rafah Azzouka, Shadia Abou Hamdan, Ohoude Khadr
Sängerinnen
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Irene Bazinger, 04.09.2012
Maren Eggert erspielt Nawal einen luftleeren Raum, in dem deren große Einsamkeit wie tiefe Humanität ruhig und genau deutlich werden. Beim Versuch, dem Elend und dem Hass in ihrem Land zu entfliehen, hat sie bald nichts mehr zu verlieren, außer, wie sie sagt, ihre Würde. In Tilmann Köhlers unsentimentaler Inszenierung klingt das so beklemmend wie einleuchtend, weil sie völlig ohne Pathos, ohne Effekthascherei auskommt. Die Aufführung bleibt kühl, um sich trotz der emotionalen Fieberkurven vor falscher Harmonie zu schützen. Zwei im Publikum postierte Sängerinnen sorgen manchmal ganz dezent für einen Hauch von Nahem Osten, den das Stück ebenso knapp zitiert – damit sich niemand entziehen kann. Maren Eggert erspielt Nawal einen luftleeren Raum, in dem deren große Einsamkeit wie tiefe Humanität ruhig und genau deutlich werden. Beim Versuch, dem Elend und dem Hass in ihrem Land zu entfliehen, hat sie bald nichts mehr zu verlieren, außer, wie sie sagt, ihre Würde. In Tilmann Köhlers unsentimentaler Inszenierung klingt das so beklemmend wie einleuchtend, weil sie völlig ohne Pathos, ohne Effekthascherei auskommt. Die Aufführung bleibt kühl, um sich trotz der emotionalen Fieberkurven vor falscher Harmonie zu schützen. Zwei im Publikum postierte Sängerinnen sorgen manchmal ganz dezent für einen Hauch von Nahem Osten, den das Stück ebenso knapp zitiert – damit sich niemand entziehen kann.
Der Tagesspiegel
Andreas Schäfer, 04.09.2012
Die Geschichte entfaltet ihren schicksalhaften Sog, zwischendurch gibt es- nicht nur beim betörenden Gesang zweier arabischer Sängerinnen - kraftvolle stimmige Passagen, und der Moment, als Jeanne am Ende schließlich den Namen ihrer Mutter mit Erde auf die Spielfläche schreibt wie auf ein großes Blatt Paper, ist von erhabener Stille. Die Geschichte entfaltet ihren schicksalhaften Sog, zwischendurch gibt es- nicht nur beim betörenden Gesang zweier arabischer Sängerinnen - kraftvolle stimmige Passagen, und der Moment, als Jeanne am Ende schließlich den Namen ihrer Mutter mit Erde auf die Spielfläche schreibt wie auf ein großes Blatt Paper, ist von erhabener Stille.

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mit englischen Übertiteln
von Samuel Beckett
Regie: Christian Schwochow
Deutsches Theater
20.00 - 21.20
19.30 Einführung - Saal
von Jakob Nolte
Regie: Tom Kühnel
Kammerspiele
20.00 - 21.00