Angabe der Person

von Elfriede Jelinek
Bühne und Kostüme Anja Rabes
Musikkonzept und Komposition PC Nackt
Licht Matthias Vogel
Dramaturgie Bernd Isele
Uraufführung
16. Dezember 2022
Deutsches Theater

Dauer: 2 Stunden 20 Minuten, ohne Pause

Fritzi Haberlandt
Bernd Moss
Linn Reusse
Susanne Wolff
Deutschlandfunk Kultur
André Mumot, 16.12.2022
Es war eine komödiantische Tour de Force [...] Das hat sie [Fritzi Haberlandt] fabelhaft gemacht. Sie hat zwischendurch dafür auch Szenenapplaus bekommen. [...] Die Kraft dieser Schauspielerinnen ist stark. Der Text ist stark. [...] Wenn man sich drauf einlässt [... ] dann ist es ein beeindruckender [...] Theaterabend. Es war eine komödiantische Tour de Force [...] Das hat sie [Fritzi Haberlandt] fabelhaft gemacht. Sie hat zwischendurch dafür auch Szenenapplaus bekommen. [...] Die Kraft dieser Schauspielerinnen ist stark. Der Text ist stark. [...] Wenn man sich drauf einlässt [... ] dann ist es ein beeindruckender [...] Theaterabend.
Die Zeit
Robin Detje, 17.12.2022
Am Ende hat das Theater sich selbst gefeiert und sich bewiesen, dass es funktioniert [...]. Der Abend ist geschickt und liebevoll gemacht, bescheiden bis an den Rand der Demut. Karg und schön muss man das finden, man kann gar nicht anders. Man ist gerührt. Am Ende hat das Theater sich selbst gefeiert und sich bewiesen, dass es funktioniert [...]. Der Abend ist geschickt und liebevoll gemacht, bescheiden bis an den Rand der Demut. Karg und schön muss man das finden, man kann gar nicht anders. Man ist gerührt.
rbbKultur / inforadio vom rbb
Barbara Behrendt, 17.12.2022
Sehr reduziert, sehr musikalisch, einzig und allein auf die Sprache konzentriert [...] Das ist unglaublich fesselnd. [...] Wie ein tiefschwarzes, sehr persönliches Kalauer-Kabarett [...] Trotzdem sprüht der Abend so vor Wut und vor Galle und vor Sprachmusik […]. Dieser Abend wirkt [...] wie der Abschied der Autorin von der Bühne […] ein genialer und bewegender Abschied. Sehr reduziert, sehr musikalisch, einzig und allein auf die Sprache konzentriert [...] Das ist unglaublich fesselnd. [...] Wie ein tiefschwarzes, sehr persönliches Kalauer-Kabarett [...] Trotzdem sprüht der Abend so vor Wut und vor Galle und vor Sprachmusik […]. Dieser Abend wirkt [...] wie der Abschied der Autorin von der Bühne […] ein genialer und bewegender Abschied.
rbb24
Fabian Wallmeier, 17.12.2022
Die unterhaltsame Uraufführung am Deutschen Theater ist vor allem eine Gala‐Vorstellung für drei herausragende Schauspielerinnen. [...] Was alle drei jedoch eint: Sie sind in der Lage, auch den flachsten Jelinekschen Flirt mit der Wortspielhölle so zu sprechen, dass er tatsächlich witzig ist. Die unterhaltsame Uraufführung am Deutschen Theater ist vor allem eine Gala‐Vorstellung für drei herausragende Schauspielerinnen. [...] Was alle drei jedoch eint: Sie sind in der Lage, auch den flachsten Jelinekschen Flirt mit der Wortspielhölle so zu sprechen, dass er tatsächlich witzig ist.
Der Spiegel
Wolfgang Höbel, 19.12.2022
Es ist ein Theaterabend der bitteren Komik. [...] dafür treten die drei Schauspielerinnen Susanne Wolff, Fritzi Haberlandt und Linn Reusse nacheinander als Stand-Up-Performerinnen auf. Alle sind sie hinreißend. [...] Die Kraft des Theaterabends jedoch entsteht vor allem aus der Klarheit, mit der Jelinek über sich selbst Rechenschaft ablegt. [...] Am Freitagabend in Berlin jedenfalls wurde Wielers Version von Jelineks berührender literarischer Lebensbilanz vom Publikum jubelnd gefeiert.

Es ist ein Theaterabend der bitteren Komik. [...] dafür treten die drei Schauspielerinnen Susanne Wolff, Fritzi Haberlandt und Linn Reusse nacheinander als Stand-Up-Performerinnen auf. Alle sind sie hinreißend. [...] Die Kraft des Theaterabends jedoch entsteht vor allem aus der Klarheit, mit der Jelinek über sich selbst Rechenschaft ablegt. [...] Am Freitagabend in Berlin jedenfalls wurde Wielers Version von Jelineks berührender literarischer Lebensbilanz vom Publikum jubelnd gefeiert.

nachtkritik.de
Elena Philipp, 17.12.2022
Jossi Wieler überlässt in seiner Uraufführung einem furiosen Schauspielerinnen-Trio die Bühne. [...] Fritzi Haberlandt gelingt mit der Grandezza einer Comedienne, dem Text die schillerndsten Farben zu entlocken. Jossi Wieler überlässt in seiner Uraufführung einem furiosen Schauspielerinnen-Trio die Bühne. [...] Fritzi Haberlandt gelingt mit der Grandezza einer Comedienne, dem Text die schillerndsten Farben zu entlocken.
Stuttgarter Zeitung/ Stuttgarter Nachrichten
Nicole Golombek, 24.12.2022
"Angabe der Person“ ist ein großer Theaterabend, bei dem ein sehr persönliches Werk der österreichischen Autorin Elfriede Jelinek von Jossi Wieler mit großer Verve uraufgeführt – und von fantastischen Schauspielerinnen mit Leben gefüllt wurde. [...] Theater klagen über Besucherschwund. So wäre dem womöglich abzuhelfen, [...] mit starken Texten, Regie, Schauspielerinnen und Schauspielern. Mit angstfreier Konzentration aufs Wesentliche: Fantasie. Spiellust. "Angabe der Person“ ist ein großer Theaterabend, bei dem ein sehr persönliches Werk der österreichischen Autorin Elfriede Jelinek von Jossi Wieler mit großer Verve uraufgeführt – und von fantastischen Schauspielerinnen mit Leben gefüllt wurde. [...] Theater klagen über Besucherschwund. So wäre dem womöglich abzuhelfen, [...] mit starken Texten, Regie, Schauspielerinnen und Schauspielern. Mit angstfreier Konzentration aufs Wesentliche: Fantasie. Spiellust.
Berliner Morgenpost
Katrin Pauly, 19.12.2022
Jede dieser Spielweisen hat ihren Reiz und funktioniert erstaunlich gut, was einerseits für den Text spricht, noch viel mehr aber für das Können dieser Spielerinnen. Der [Text] wurde von den ursprünglich 150 eng beschriebenen Seiten erstmal auf die Hälfte eingekürzt, danach überlässt der Regisseur ihn vollständig den drei herausragenden Schauspielerinnen: Linn Reusse, Fritzi Haberlandt und Susanne Wolff. [...] Möglichst wenig soll an diesem Abend ablenken von den Worten und den drei Frauen, die sie sprechen. Zunächst in drei hintereinander geschalteten Monologen, die jeder für sich fast eine Dreiviertelstunde dauern und faszinierend unterschiedlich ausfallen. [...] Jede dieser Spielweisen hat ihren Reiz und funktioniert erstaunlich gut, was einerseits für den Text spricht, noch viel mehr aber für das Können dieser Spielerinnen.
Berliner Zeitung
Ulrich Seidler, 19.12.2022
Die virtuose Memorier- und Gedankenbaukunst der drei Jelinek-Spielerinnen in ihrer Verschiedenheit sind des Kenners reine Freude, und man bekommt mehr als genug Zeit, um zu verstehen, dass man nicht hinterherkommt. Man kann es als Buch kaufen oder jetzt im Deutschen Theater, inszeniert von Jossi Wieler und gesprochen von drei großartigen Schauspielerinnen, sehen: Linn Reusse, Fritzi Haberlandt und Susanne Wolff. Ja, das macht Arbeit, aber in diesem Fall lohnt es sich. [...] Die virtuose Memorier- und Gedankenbaukunst der drei Jelinek-Spielerinnen in ihrer Verschiedenheit sind des Kenners reine Freude, und man bekommt mehr als genug Zeit, um zu verstehen, dass man nicht hinterherkommt. [...]
B.Z.
16.12.2022
"Riesen-Jubel und langer Applaus am Deutschen Theater nach der Uraufführung von Elfriede Jelineks 'Angabe der Person', ein herrlich ironisches und sprachgewaltiges Stück um die 'Lebenslaufbahn' der Autorin." "Riesen-Jubel und langer Applaus am Deutschen Theater nach der Uraufführung von Elfriede Jelineks 'Angabe der Person', ein herrlich ironisches und sprachgewaltiges Stück um die 'Lebenslaufbahn' der Autorin."
Der Standard
Uwe Mattheiß, 20.12.2022
Die Autorin thematisiert darin ihre jüdische Familiengeschichte, exzellent in Szene gesetzt von Jossi Wieler am Deutschen Theater. Es gibt auch gute Nachrichten im Theater. Jossi Wieler hat nach Jahren wieder einen Text von Elfriede Jelinek inszeniert. Wolken.Heim. 1993 am Hamburger Schauspielhaus oder Rechnitz (Der Würgeengel) 2008 an den Münchner Kammerspielen sind Meilensteine neuerer Theatergeschichte. Die Uraufführung von Jelineks Angabe der Person im Deutschen Theater Berlin hat alle Qualitäten, diese Reihe fortzusetzen.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Irene Bazinger, 19.12.2022
Die drei entpuppen sich als hinreißende Alleinunterhalterinnen im Interesse der Autorin und zeigen, wie klug und gut deren Text konstruiert ist. Wieler [hat] mit Herz, Hirn und Fingerspitzengefühl die ganze Theaterwelt für die Schauspielerinnen Fritzi Haberlandt, Linn Reusse und Susanne Wolff freigeräumt, die Elfriede Jelineks Worte in einer Weise sprechen, wie man es nie zuvor gehört hat. Die drei entpuppen sich als hinreißende Alleinunterhalterinnen im Interesse der Autorin und zeigen, wie klug und gut deren Text konstruiert ist, wie witzig und schräg, theatral und spielbar. Timing, Rhythmus, Kalauer, Pointen, das Lächeln, das Wüten, der Ingrimm, Fermaten und wirkungsvoll eingeschobene Pausen - alles stimmt wie in einer Partitur, die ein begnadeter Dirigent zum Leben erweckt. Im Saal wird viel gelacht während der zweieinhalb Stunden - ausgerechnet bei der 'Totendompteuse' Elfriede Jelinek!

[...] und damit endet Jossi Wielers sensationelle Inszenierung, die Sprache, Spielkunst und den Echoraum der Zeitgeschichte zu einer so intelligenten wie sinnlichen Aufführung verbindet.
Freie Presse
Joachim Lange, 18.12.2022
Wäre der Abend eine Oper, würde man das semiszenisch nennen. Gilt aber auch für diese Wortoper. Handgemachtes Theater, das dem Wort vertraut und dem Zuschauer etwas zutraut. Gibt es auch nicht mehr oft. Aber (nicht nur) als Uraufführungsinszenierung ein Dienst an der Sache! Und mit diesen drei Damen vom Wortgrill eine Delikatesse! Wäre der Abend eine Oper, würde man das semiszenisch nennen. Gilt aber auch für diese Wortoper. Handgemachtes Theater, das dem Wort vertraut und dem Zuschauer etwas zutraut. Gibt es auch nicht mehr oft. Aber (nicht nur) als Uraufführungsinszenierung ein Dienst an der Sache! Und mit diesen drei Damen vom Wortgrill eine Delikatesse!
APA
17.12.2022
"Und so findet Jossi Wieler ein berührendes Schlussbild, das in seiner Intensität noch einmal für den gesamten Abend steht. Lang anhaltender Jubel für eine präzise, höchst lebendige Inszenierung." "Und so findet Jossi Wieler ein berührendes Schlussbild, das in seiner Intensität noch einmal für den gesamten Abend steht. Lang anhaltender Jubel für eine präzise, höchst lebendige Inszenierung."
Sueddeutsche Zeitung
Christine Dössel, 19.12.2022
Jelinek at her best. Ein Signature-Text. Jossi Wieler bringt ihn in Berlin mit drei fantastischen Schauspielerinnen derart ein- und nachdrücklich zu Gehör, dass man bei der Premiere im Parkett eine Stecknadel hätte fallen hören können. Jelinek at her best. Ein Signature-Text. Jossi Wieler bringt ihn in Berlin mit drei fantastischen Schauspielerinnen derart ein- und nachdrücklich zu Gehör, dass man bei der Premiere im Parkett eine Stecknadel hätte fallen hören können, so konzentriert war auch das Publikum bei der Sache, hingerissen von den Virtuosinnen Fritzi Haberlandt, Linn Reusse und Susanne Wolff. Was ein berückendes Gefühl von Gemeinschaft erzeugte, also dem, was Theater im besten Sinne ausmacht: ein Raum, ein Atem, ein Publikum - und alle lauschen gebannt jemandem, der (ihnen) etwas zu sagen hat. Kein Wunder, dass der Jubel am Ende groß war.
Kulturvolk Blog
Uwe Sauerwein, 16.01.2023
Der zweieinhalbstündige pausenlose Abend ist vor allem ein Fest für drei grandiose Schauspielerinnen [...]. Mit jugendlichem Sturm und Drang und Entdeckerfreude nähert sich Linn Reusse der Person, wesentlich nüchterner, ja cool geht Susanne Wolff zu Werke, beißend ironisch, angesichts der Themen fast Furcht erregend witzig wiederum Fritzi Haberlandt. Dass purer Text so fesselt wie bei diesen Sprecherinnen, habe ich lange nicht im Theater erlebt. Der zweieinhalbstündige pausenlose Abend ist vor allem ein Fest für drei grandiose Schauspielerinnen [...]. Mit jugendlichem Sturm und Drang und Entdeckerfreude nähert sich Linn Reusse der Person, wesentlich nüchterner, ja cool geht Susanne Wolff zu Werke, beißend ironisch, angesichts der Themen fast Furcht erregend witzig wiederum Fritzi Haberlandt. Dass purer Text so fesselt wie bei diesen Sprecherinnen, habe ich lange nicht im Theater erlebt.
Theater der Zeit
Thomas Irmer, 01.01.2023
Wieler bringt so den Text buchstäblich nach vorn, schnörkellos kraftvoll in der von ihm gesetzten Dynamik. Wieler bringt so den Text buchstäblich nach vorn, schnörkellos kraftvoll in der von ihm gesetzten Dynamik.

Außerdem im Spielplan

Eine Inszenierung des Jungen DT

Im Spiegelsaal

nach der Graphic Novel von Liv Strömquist
Regie: Katharina Bill
Box
19.00 - 20.30
Ausverkauft
Evtl. Restkarten an der Abendkasse
Mit englischen Übertiteln
von Georg Büchner
Regie: Ulrich Rasche
Deutsches Theater
19.30 - 22.00
Ausverkauft
Evtl. Restkarten an der Abendkasse