Der Teufel mit den drei goldenen Haaren

Showcase Beat Le Mot nach den Gebrüdern Grimm
Konzeption, Bühne & Regie Showcase Beat Le Mot
Choreografie Jochen Roller
Kostüme Clemens Leander
Musik & Sound Albrecht Kunze
Analoge Animationsmaschine Alexej Tchernyi
Produktionsleitung Olaf Nachtwey
Assistenz Johanna Thomas
Licht & Ton Joschka Eckert
Dramaturgie Tamina Theiß
Berlin-Premiere
16. November 2018, Kammerspiele
Für Kinder ab 7 Jahren und Erwachsene
Nikola Duric
Thorsten Eibeler
Lisa Hrdina
Dariusz Kostyra
Veit Sprenger
Nikola Duric, Thorsten Eibeler, Lisa Hrdina, Dariusz Kostyra, Veit Sprenger
Badische Zeitung
Marion Klötzer, 05.03.2018
Was die Berliner Performance-Gruppe 'Showcase Beat Le Mot' in Zusammenarbeit mit dem Theater Freiburg aus "Der Teufel mit den drei goldenen Haaren" nach den Gebrüdern Grimm macht, ist über 90 Minuten lang spannende Assoziationsreise und verspielt-spontanes Happening in einem: Es gibt magische Momente, große Bilder und kleinen Slapstick, vor allem aber scheint die Geschichte vor den Augen des Publikums jetzt und hier erst zu entstehen. Was die Berliner Performance-Gruppe 'Showcase Beat Le Mot' in Zusammenarbeit mit dem Theater Freiburg aus "Der Teufel mit den drei goldenen Haaren" nach den Gebrüdern Grimm macht, ist über 90 Minuten lang spannende Assoziationsreise und verspielt-spontanes Happening in einem: Es gibt magische Momente, große Bilder und kleinen Slapstick, vor allem aber scheint die Geschichte vor den Augen des Publikums jetzt und hier erst zu entstehen.
Kulturradio vom rbb
Barbara Behrendt, 17.11.2018
Mit seiner Form des Kindertheaters hat das Performance-Kollektiv Showcase Beat Le Mot schon einiges Aufsehen erregt. Mit ihrer aktuellen Produktion sind sie nun in den Kammerspielen des Deutschen Theaters zu Gast. 

Die Performer-Gruppe "Showcase Beat Le Mot" inszeniert oft für Erwachsene – und manchmal für Kinder. Wobei sich die Arbeiten, wie sie sagt, kaum unterscheiden: "Theaterspielen heißt Theaterspielen". [...]

Die Ästhetik der Inszenierung hat nichts mit illustrativem Kindertheater gemein. Hier geht kein Schauspieler als Glückskind verkleidet auf Wanderschaft, kein böser König schwingt das Zepter. Die vier Performer plus Lisa Hrdina aus dem DT-Ensemble tragen hellblaue Schlafanzüge mit knallroten Skeletten aufgemalt und schlüpfen nur ab und zu andeutungsweise in so etwas wie eine Figur, um die Geschichte voranzutreiben.

Auch die Bühne ist abstrakt gehalten: Drei Stellwände dienen als Projektionsfläche für psychedelische Videobilder, die Alexej Tchernyi von einer "analogen Animationsmaschine" am Bühnenrand produziert. Hält er ein rotes Glas mit Wölbungen in die Kamera, erinnert das an einen Totenkopf. Und in gelbem Licht mutiert Thorsten Eibelers Gesicht hier mit Hornbrille zu dem der Großmutter. Wichtigstes Requisit aber sind lange Metallrohre, die so gut wie alles darstellen können: Rohrpost, Stadttor, Mühlrad, Hölle, das Ruder des Fährmanns oder, mit aufgesetzten Lichtern, die Augen der Ameise, die in des Teufel Großmutters Rocktasche verschwindet.

Das Zentrum der Inszenierung liegt nicht im gesprochenen Wort, auch nicht im Rollenspiel. Hier wird assoziativ erzählt: Wechselt ein Performer zur nächsten Etappe der Geschichte, dient das der Gruppe als Anlass für ein nächstes Spiel mit Körpern, Musik – und zwischendurch mit Rollen. So entstehen wunderbare Bilder, etwa, wenn jeweils zwei Performer zwei Stangen an ihren Enden halten und sie in der Luft wellenartig bewegen. Im blauen Licht erinnert das an ein metallisch glitzerndes Meer.

Auch die raren Spielszenen sind schön lustig. Als die Räuber den Brief vertauschen, der das Glückskind bei seinem Eintreffen am Königshof das Leben kosten würde, ist dieser Brief eben kein beschriebenes Papier, sondern ein Metallrohr gefüllt mit Ping-Pong-Bällen, die erst in die richtige Reihenfolge gebracht werden müssen, bevor man die Botschaft darauf lesen kann. [...] Auch der Teufel später ist toll in all seiner Abstraktion: Mit meterlangen Holzstäben an Arme und Beine gebunden wirkt er wie ein überdimensionaler Igel – nur drei seiner Stacheln sind aus Gold.
Mit seiner Form des Kindertheaters hat das Performance-Kollektiv Showcase Beat Le Mot schon einiges Aufsehen erregt. Mit ihrer aktuellen Produktion sind sie nun in den Kammerspielen des Deutschen Theaters zu Gast. 

Die Performer-Gruppe "Showcase Beat Le Mot" inszeniert oft für Erwachsene – und manchmal für Kinder. Wobei sich die Arbeiten, wie sie sagt, kaum unterscheiden: "Theaterspielen heißt Theaterspielen". [...]

Die Ästhetik der Inszenierung hat nichts mit illustrativem Kindertheater gemein. Hier geht kein Schauspieler als Glückskind verkleidet auf Wanderschaft, kein böser König schwingt das Zepter. Die vier Performer plus Lisa Hrdina aus dem DT-Ensemble tragen hellblaue Schlafanzüge mit knallroten Skeletten aufgemalt und schlüpfen nur ab und zu andeutungsweise in so etwas wie eine Figur, um die Geschichte voranzutreiben.

Auch die Bühne ist abstrakt gehalten: Drei Stellwände dienen als Projektionsfläche für psychedelische Videobilder, die Alexej Tchernyi von einer "analogen Animationsmaschine" am Bühnenrand produziert. Hält er ein rotes Glas mit Wölbungen in die Kamera, erinnert das an einen Totenkopf. Und in gelbem Licht mutiert Thorsten Eibelers Gesicht hier mit Hornbrille zu dem der Großmutter. Wichtigstes Requisit aber sind lange Metallrohre, die so gut wie alles darstellen können: Rohrpost, Stadttor, Mühlrad, Hölle, das Ruder des Fährmanns oder, mit aufgesetzten Lichtern, die Augen der Ameise, die in des Teufel Großmutters Rocktasche verschwindet.

Das Zentrum der Inszenierung liegt nicht im gesprochenen Wort, auch nicht im Rollenspiel. Hier wird assoziativ erzählt: Wechselt ein Performer zur nächsten Etappe der Geschichte, dient das der Gruppe als Anlass für ein nächstes Spiel mit Körpern, Musik – und zwischendurch mit Rollen. So entstehen wunderbare Bilder, etwa, wenn jeweils zwei Performer zwei Stangen an ihren Enden halten und sie in der Luft wellenartig bewegen. Im blauen Licht erinnert das an ein metallisch glitzerndes Meer.

Auch die raren Spielszenen sind schön lustig. Als die Räuber den Brief vertauschen, der das Glückskind bei seinem Eintreffen am Königshof das Leben kosten würde, ist dieser Brief eben kein beschriebenes Papier, sondern ein Metallrohr gefüllt mit Ping-Pong-Bällen, die erst in die richtige Reihenfolge gebracht werden müssen, bevor man die Botschaft darauf lesen kann. [...] Auch der Teufel später ist toll in all seiner Abstraktion: Mit meterlangen Holzstäben an Arme und Beine gebunden wirkt er wie ein überdimensionaler Igel – nur drei seiner Stacheln sind aus Gold.
rbb Kulturmagazin
Margarete Kreuzer, 17.11.2018
Das Berliner Performancekollektiv "Showcase Beat Le Mot" setzt die Geschichte phantasievoll und zeitgemäß in Szene. 

[...] "Der Teufel mit den drei goldenen Haaren", ein visuell eindrucksvolles Theaterstück für Erwachsene und Kinder ab sieben im Deutschen Theater.
Das Berliner Performancekollektiv "Showcase Beat Le Mot" setzt die Geschichte phantasievoll und zeitgemäß in Szene. 

[...] "Der Teufel mit den drei goldenen Haaren", ein visuell eindrucksvolles Theaterstück für Erwachsene und Kinder ab sieben im Deutschen Theater.
Berliner Morgenpost
Katrin Pauly, 18.11.2018
In diesem Jahr läutet das Deutsche Theater in den Kammerspielen die [Weihnachts-]Saison mit "Der Teufel mit den drei goldenen Haaren" von den Brüdern Grimm ein. Umgesetzt wird das Märchen allerdings von der Performance-Truppe Showcase Beat Le Mot, und die haben es mit der klassischen Narration eher nicht so. Und mit süßlicher Besinnlichkeit auch nicht. Deshalb tragen die Showcase-Performer, die durch Lisa Hrdina aus dem DT-Ensemble komplettiert werden, auch keine Märchenkostüme, sondern hellblaue Shirts und Hosen, auf deren Vorderseiten knallrot skelettartige Knochenumrisse leuchten. Als Musikuntermalung gibt's Elektro-Beats.

[...] Schlichte, blanke Metallröhren in unterschiedlichen Längen reichen ihnen, um eine kühl-poetische Fantasiewelt daraus zu bauen, immer wieder neu, immer wieder überraschend. Gekreuzt werden diese Röhren zum Stadttor, auf und ab bewegt und bläulich angestrahlt zum glitzernden, wogenden Gewässer, sie dienen als Rohrpost für Nachrichten, die auf Tischtennisbällen geschrieben stehen, später werden sie kegelartig miteinander verschränkt zum Rock von des Teufels Großmutter [...]

Dabei gelingt es den Performern, bei all der Abstraktion und Improvisation, an der sie sichtlich Spaß haben, die Handlung halbwegs nachvollziehbar zu skizzieren. Das gerät manchmal etwas gruselig [...]. Manchmal ist es auch herrlich albern.
In diesem Jahr läutet das Deutsche Theater in den Kammerspielen die [Weihnachts-]Saison mit "Der Teufel mit den drei goldenen Haaren" von den Brüdern Grimm ein. Umgesetzt wird das Märchen allerdings von der Performance-Truppe Showcase Beat Le Mot, und die haben es mit der klassischen Narration eher nicht so. Und mit süßlicher Besinnlichkeit auch nicht. Deshalb tragen die Showcase-Performer, die durch Lisa Hrdina aus dem DT-Ensemble komplettiert werden, auch keine Märchenkostüme, sondern hellblaue Shirts und Hosen, auf deren Vorderseiten knallrot skelettartige Knochenumrisse leuchten. Als Musikuntermalung gibt's Elektro-Beats.

[...] Schlichte, blanke Metallröhren in unterschiedlichen Längen reichen ihnen, um eine kühl-poetische Fantasiewelt daraus zu bauen, immer wieder neu, immer wieder überraschend. Gekreuzt werden diese Röhren zum Stadttor, auf und ab bewegt und bläulich angestrahlt zum glitzernden, wogenden Gewässer, sie dienen als Rohrpost für Nachrichten, die auf Tischtennisbällen geschrieben stehen, später werden sie kegelartig miteinander verschränkt zum Rock von des Teufels Großmutter [...]

Dabei gelingt es den Performern, bei all der Abstraktion und Improvisation, an der sie sichtlich Spaß haben, die Handlung halbwegs nachvollziehbar zu skizzieren. Das gerät manchmal etwas gruselig [...]. Manchmal ist es auch herrlich albern.

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Deutsches Theater
20.00 - 21.10
Ausverkauft
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