Eine Inszenierung des Jungen DT

Die Räuber

Eine Überschreibung nach Friedrich Schiller in einer Fassung von Joanna Praml und Dorle Trachternach 
Premiere
11. Februar 2020
Kammerspiele
Can Arduc
Leo Domogalski
Marie Eick-Kerssenbrock
Jona Gaensslen
Helena Golderer
Franz Jährling
Luna Jordan
Carl Jung
Philipp Mohr
Rio Reisener
Friedrich von Schönfels
Oskar von Schönfels
Laurids Schürmann
Rana Tuzlali
Leni von der Waydbrink
Can Arduc, Leo Domogalski, Marie Eick-Kerssenbrock, Jona Gaensslen, Helena Golderer, Franz Jährling, Luna Jordan, Carl Jung, Philipp Mohr, Rio Reisener, Friedrich von Schönfels, Oskar von Schönfels, Laurids Schürmann, Rana Tuzlali, Leni von der Waydbrink
Berliner Zeitung
Doris Meierhenrich, 13.02.2020
Und aus diesem doppelten Spiel zwischen Vorbereitung zum Drama und dem Drama selbst werden auch die jungen DT-ler an diesem munter zwischen Spiel und Leben jonglierenden Abend nicht mehr einfach hinausfinden. Das ist aber kein Manko, sondern der bestens funktionierende Kunstgriff dieser durch und durch heutigen, komplex aufgefalteten "Räuber"-Aneignung, den die Regisseurin Joanna Praml und die Dramaturgin Dorle Trachternach mit den jungen Spielern ausgeklügelt haben. Es wird eine knappe Stunde sinnreich zwischen Text und Leben gestritten [...]
Eine durchdachte, spritzige Räuberei nimmt ihren Lauf, weit weg von Schiller und doch ganz nah dran!
Und aus diesem doppelten Spiel zwischen Vorbereitung zum Drama und dem Drama selbst werden auch die jungen DT-ler an diesem munter zwischen Spiel und Leben jonglierenden Abend nicht mehr einfach hinausfinden. Das ist aber kein Manko, sondern der bestens funktionierende Kunstgriff dieser durch und durch heutigen, komplex aufgefalteten "Räuber"-Aneignung, den die Regisseurin Joanna Praml und die Dramaturgin Dorle Trachternach mit den jungen Spielern ausgeklügelt haben. Es wird eine knappe Stunde sinnreich zwischen Text und Leben gestritten [...]
Eine durchdachte, spritzige Räuberei nimmt ihren Lauf, weit weg von Schiller und doch ganz nah dran!
rbb Inforadio
Ute Büsing, 12.02.2020
Jetzt sind die Kammerspiele Bühne für Jugendliche von heute, die versuchen Schillers Sturm und Drang nachzuempfinden. Die Räuber werden also auseinandergenommen und neu – heutig – wieder zusammengesetzt. Das funktioniert über gespielte, tiefe Einblicke in den Probenprozess – den Enthusiasmus, mit dem alle anfingen, bis sie durch einen ominösen Brief zu Furien wurde, die alles nur noch kurz und klein schlagen wollen. [...]

Geschickt führt Regisseurin Joanna Praml in ihrer Schiller-Überschreibung Motive aus der Stückvorlage mit Teilen der realen Biografien der Jugendlichen zusammen. Da knallt der Generationenkonflikt rein, die Auseinandersetzungen unter Geschwistern sowie bei Franz und Karl Moor schließlich die nimmermüden, großen Beweggründe Wut und Liebe.
Jetzt sind die Kammerspiele Bühne für Jugendliche von heute, die versuchen Schillers Sturm und Drang nachzuempfinden. Die Räuber werden also auseinandergenommen und neu – heutig – wieder zusammengesetzt. Das funktioniert über gespielte, tiefe Einblicke in den Probenprozess – den Enthusiasmus, mit dem alle anfingen, bis sie durch einen ominösen Brief zu Furien wurde, die alles nur noch kurz und klein schlagen wollen. [...]

Geschickt führt Regisseurin Joanna Praml in ihrer Schiller-Überschreibung Motive aus der Stückvorlage mit Teilen der realen Biografien der Jugendlichen zusammen. Da knallt der Generationenkonflikt rein, die Auseinandersetzungen unter Geschwistern sowie bei Franz und Karl Moor schließlich die nimmermüden, großen Beweggründe Wut und Liebe.
rbbKultur
Barbara Behrendt, 12.02.2020
Joanna Praml ist wirklich großartig darin, das pralle Leben der Jugendlichen und deren Power und Lebenslust auf die Bühne zu bringen. Von diesem Ensemble war ich auch wirklich beeindruckt, die sind alle textsicher, die sind komisch, anrührend, originell und wirklich voll bei sich und ihnen zuzuschauen, das macht wirklich Spaß – nicht nur Jugendlichen. Man lernt auch als Erwachsener viel über diese Generation, die alles andere als abgebrüht ist und als am Ende alle an der Rampe stehen und sagen, dass sowieso jetzt wieder jemand finden wird, dass sie es nicht richtig gemacht haben und, dass sie uns aber bitten zu sagen, dass wir gelernt haben - frei nach Schiller -, was es heißt ein Mensch zu sein an diesem Abend und, dass wir sagen sollen, dass wir stolz auf sie sind, da musste ich schon wirklich schlucken. Joanna Praml ist wirklich großartig darin, das pralle Leben der Jugendlichen und deren Power und Lebenslust auf die Bühne zu bringen. Von diesem Ensemble war ich auch wirklich beeindruckt, die sind alle textsicher, die sind komisch, anrührend, originell und wirklich voll bei sich und ihnen zuzuschauen, das macht wirklich Spaß – nicht nur Jugendlichen. Man lernt auch als Erwachsener viel über diese Generation, die alles andere als abgebrüht ist und als am Ende alle an der Rampe stehen und sagen, dass sowieso jetzt wieder jemand finden wird, dass sie es nicht richtig gemacht haben und, dass sie uns aber bitten zu sagen, dass wir gelernt haben - frei nach Schiller -, was es heißt ein Mensch zu sein an diesem Abend und, dass wir sagen sollen, dass wir stolz auf sie sind, da musste ich schon wirklich schlucken.

Außerdem im Spielplan

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Mit englischen Übertiteln
nach dem Roman von Brigitte Reimann
Regie: Daniela Löffner
Anschließend Nachgespräch mit dem Ensemble und Annett Gröschner (Autorin und Journalistin) – Saal
Deutsches Theater
19.00 - 22.45