Eisler on the Beach

Eine kommunistische Familienaufstellung mit Musik
Bühne Jo Schramm
Kostüme Daniela Selig
Musik Bolschewistische Kurkapelle Schwarz-Rot
Dramaturgie Claus Caesar
Premiere am 12. November 2015
Daniel Hoevels
Jürgen Kuttner
Ole Lagerpusch
Thomas Neumann
Jörg Pose
Simone von Zglinicki
Anita Vulesica
Bolschewistische Kurkapelle Schwarz-RotLive-Musik
Marlene BlumertLive-Video
Bolschewistische Kurkapelle Schwarz-Rot
Live-Musik
Live-Video
Berliner Zeitung
Dirk Pilz, 14.11.2015
"Eine Polit-Revue, eine Geschichtsshow. Ein fortwährend lärmendes Augenzwinkern. Eggert und Lagerpusch singen das 'Lob des Kommunismus' als wär's ein Liebesliedchen für Leidenschaftsgeplagte. Und weil sie es zugleich als Hopper-Zitate darbieten, wandelt es sich zum Kunst-Zitat-Lied: Der Kommunismus wird damit abgeschafft, wird zum Museumsmaterial, wird Goldstaub." "Eine Polit-Revue, eine Geschichtsshow. Ein fortwährend lärmendes Augenzwinkern. Eggert und Lagerpusch singen das 'Lob des Kommunismus' als wär's ein Liebesliedchen für Leidenschaftsgeplagte. Und weil sie es zugleich als Hopper-Zitate darbieten, wandelt es sich zum Kunst-Zitat-Lied: Der Kommunismus wird damit abgeschafft, wird zum Museumsmaterial, wird Goldstaub."
Süddeutsche Zeitung
Peter Laudenbach, 14.11.2015
"Geschichtsvergessenheit kann man dem Regie-Duo Jürgen Kuttner und Tom Kühnel nicht vorwerfen. Ihre Ausgrabungen, von Peter Hacks bis zur neoliberalen Ikone Ayn Rand, verbinden echtes Interesse mit kluger Ironie. Kein Wunder, dass ihr Abend über den Komponisten Hanns Eisler in den Kammerspielen des Deutschen Theaters Berlin mit einem Klingelton seines kommunistischen Solidaritätslieds beginnt: 'Vorwärts, und nicht vergessen . . .' Das ist übrig geblieben vom alten Klassenkampf-Pathos, eine nette Melodie. (...) Der alte Hanns Eisler (großartig: Michael Schweighöfer): ein Melancholiker mit Marx-Mähne. Der junge (Ole Lagerpusch): ein zarter Träumer. Maren Eggert zeigt die junge Ruth Fischer als elegante Radikale, bei Simone von Zglinicki ist sie zur verhärteten Funktionärin geworden. Für Zeitkolorit und eine schöne Brechung sorgt die Bühne (Jo Schramm). Die Emigranten hat es in Gemälde von Edward Hopper verschlagen, in seine "Nighthawks"-Bar oder die Hotelzimmer der Einsamkeit. Das gelungene Bild für die Isolation und Unbehaustheit des Exils sorgt für einen seltsamen Kontrast: In der US-Moderne wirken die Intellektuellen aus dem alten Europa wie Überbleibsel einer untergegangenen Welt." "Geschichtsvergessenheit kann man dem Regie-Duo Jürgen Kuttner und Tom Kühnel nicht vorwerfen. Ihre Ausgrabungen, von Peter Hacks bis zur neoliberalen Ikone Ayn Rand, verbinden echtes Interesse mit kluger Ironie. Kein Wunder, dass ihr Abend über den Komponisten Hanns Eisler in den Kammerspielen des Deutschen Theaters Berlin mit einem Klingelton seines kommunistischen Solidaritätslieds beginnt: 'Vorwärts, und nicht vergessen . . .' Das ist übrig geblieben vom alten Klassenkampf-Pathos, eine nette Melodie. (...) Der alte Hanns Eisler (großartig: Michael Schweighöfer): ein Melancholiker mit Marx-Mähne. Der junge (Ole Lagerpusch): ein zarter Träumer. Maren Eggert zeigt die junge Ruth Fischer als elegante Radikale, bei Simone von Zglinicki ist sie zur verhärteten Funktionärin geworden. Für Zeitkolorit und eine schöne Brechung sorgt die Bühne (Jo Schramm). Die Emigranten hat es in Gemälde von Edward Hopper verschlagen, in seine "Nighthawks"-Bar oder die Hotelzimmer der Einsamkeit. Das gelungene Bild für die Isolation und Unbehaustheit des Exils sorgt für einen seltsamen Kontrast: In der US-Moderne wirken die Intellektuellen aus dem alten Europa wie Überbleibsel einer untergegangenen Welt."
Der Tagesspiegel
Christine Wahl, 14.11.2015
"Kühnel und Kuttner haben alle drei Eisler-Geschwister doppelt besetzt - in einer jüngeren und einer älteren Variante -, und jagen sie mit dem Maximum an Entertainment, das die Kalten Kriegstage aufzubieten haben, durch die US-amerikanische Kulturikonographie. Die berühmte Ausschuss-Frage etwa, ob er je Mitglied der kommunistischen Partei war, stellt die Schauspielerin Maren Eggert ihrem Kollegen Ole Lagerpusch alias Hanns, dem Jüngeren,, in einem Video-Tableau-Vivant des Edward-Hopper-Gemäldes 'Morning Sun'. Das ist schon ziemlich großartig, wie Eggert kokett im lachsfarbenen Neglige auf dem Hopper-Bett sitzt und in einer Art Vorspiel mit beiläufig lasziven Handgreiflichkeiten einen verschwitzt ausweichenden Lagerpusch mit der Gretchenfrage nervt." "Kühnel und Kuttner haben alle drei Eisler-Geschwister doppelt besetzt - in einer jüngeren und einer älteren Variante -, und jagen sie mit dem Maximum an Entertainment, das die Kalten Kriegstage aufzubieten haben, durch die US-amerikanische Kulturikonographie. Die berühmte Ausschuss-Frage etwa, ob er je Mitglied der kommunistischen Partei war, stellt die Schauspielerin Maren Eggert ihrem Kollegen Ole Lagerpusch alias Hanns, dem Jüngeren,, in einem Video-Tableau-Vivant des Edward-Hopper-Gemäldes 'Morning Sun'. Das ist schon ziemlich großartig, wie Eggert kokett im lachsfarbenen Neglige auf dem Hopper-Bett sitzt und in einer Art Vorspiel mit beiläufig lasziven Handgreiflichkeiten einen verschwitzt ausweichenden Lagerpusch mit der Gretchenfrage nervt."
taz
René Hamann, 14.11.2015
"Das Briefing der Schauspieler war schlichtweg genial. Besonders Maren Eggert überzeugte mit Posen, die zunächst das Berlin der goldenen Zwanziger und dann anschlusslos Remineszenzen an Hollywood wachriefen. Ole Lagerpusch spielte den jungen Eisler mit rühmanneskem Klamauk; Jörg Pose sah wohl noch nie so gut aus wie hier als FBI-Agent und, in Doppelrolle, als der ältere Gerhart Eisler, dem älteren Bruder und Komintern-Mitglied. Kurzum: Die Schauspieler waren die Säule des Stücks." "Das Briefing der Schauspieler war schlichtweg genial. Besonders Maren Eggert überzeugte mit Posen, die zunächst das Berlin der goldenen Zwanziger und dann anschlusslos Remineszenzen an Hollywood wachriefen. Ole Lagerpusch spielte den jungen Eisler mit rühmanneskem Klamauk; Jörg Pose sah wohl noch nie so gut aus wie hier als FBI-Agent und, in Doppelrolle, als der ältere Gerhart Eisler, dem älteren Bruder und Komintern-Mitglied. Kurzum: Die Schauspieler waren die Säule des Stücks."

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Treffpunkt Eingang Kammerspiele
13.30
Gastspiel Théâtre National du Luxembourg

Die Nashörner

von Eugène Ionesco
Regie: Frank Hoffmann
Kammerspiele
19.30 - 21.00
Ausverkauft
Evtl. Restkarten an der Abendkasse
mit englischen Übertiteln
nach dem Roman von Michel Houellebecq
Deutsches Theater
20.00 - 22.00
19.30 Einführung - Saal
zum letzten Mal
von David Greig
Box
20.00 - 21.10