Geschichten von hier: Glaube Liebe Hoffnung

Ein Projekt von Frank Abt
Regie Frank Abt
Dramaturgie Meike Schmitz
Interviews Dirk Schneider
Premiere 6. Dezember 2009
Alexander Khuon
Natali Seelig
Der Tagesspiegel
Andreas Schäfer, 08.12.2009
Manchmal verstecken sich Theaterereignisse an den bescheidensten Orten: Box und Bar. Regisseur Frank Abt hat zusammen mit dem Journalisten Dirk Schneider Interviews geführt und lässt die bewegenden Zeugnisse von Schauspielern vor dem Hintergrund eines spartanisch eingerichteten Zimmers sprechen und spielen. Natali Seelig und vor allem Alexander Khuon brillieren in einem bewegenden Triptychon zur Fragilität des Lebens. Die Seitenflügel werden dabei von zwei Berichten gebildet, in denen auf die Zumutungen des Alltags mit Religion und Glauben reagiert wird.
Rührend, wie die beiden mit Ernst und Leichtigkeit die Anstrengung einfangen, die mit der Arbeit am Glück meist verbunden ist.
Manchmal verstecken sich Theaterereignisse an den bescheidensten Orten: Box und Bar. Regisseur Frank Abt hat zusammen mit dem Journalisten Dirk Schneider Interviews geführt und lässt die bewegenden Zeugnisse von Schauspielern vor dem Hintergrund eines spartanisch eingerichteten Zimmers sprechen und spielen. Natali Seelig und vor allem Alexander Khuon brillieren in einem bewegenden Triptychon zur Fragilität des Lebens. Die Seitenflügel werden dabei von zwei Berichten gebildet, in denen auf die Zumutungen des Alltags mit Religion und Glauben reagiert wird.
Rührend, wie die beiden mit Ernst und Leichtigkeit die Anstrengung einfangen, die mit der Arbeit am Glück meist verbunden ist.
Berliner Morgenpost
08.12.2009
Unverfälschte, unsentimentale Poesie des Alltags, der man sich nicht entziehen kann. Bei aller Unmittelbarkeit spürt man aber zugleich auch eine leichte Distanziertheit durch das meisterhafte Spiel von Alexander Khuon und Natali Seelig, die zwar dem Duktus der Originale folgen. Doch mit fein nuancierter Gestik und Mimik kommentieren sie deren Verhalten auch stets. Unverfälschte, unsentimentale Poesie des Alltags, der man sich nicht entziehen kann. Bei aller Unmittelbarkeit spürt man aber zugleich auch eine leichte Distanziertheit durch das meisterhafte Spiel von Alexander Khuon und Natali Seelig, die zwar dem Duktus der Originale folgen. Doch mit fein nuancierter Gestik und Mimik kommentieren sie deren Verhalten auch stets.
SWR2 Journal am Morgen
Ina Beyer, 07.12.2009
In der Box des deutschen Theaters, der kleinen Spielstätte des Hauses, ist nicht viel Platz. Die Zuschauer sitzen eng beieinander und auch die Schauspieler kommen ihnen sehr nah. Das bedeutet nicht automatisch, dass es auch die Geschichten tun, die erzählt werden. An diesem Abend aber passt kaum das berühmte Blatt zwischen sie. Dabei sind die Figuren, die Natali Seelig und Alexander Khuon verkörpern, nicht einmal auf einem solchen entstanden, sind keine Erfindungen eines Dramatikergenies, sie hat das Leben geschrieben. Die Schauspieler stülpen sich reale Gestalten über wie eine zweite Haut, verleihen einer Alzheimerkranken, dem verliebten Paar oder jungen Konvertiten ganz unaufdringlich und berührend Gestalt und Stimme.
Ist es die Erinnerung an die guten Dinge des Lebens, die Hoffnung ermöglicht? Reicht dafür der Wille? Hilft das Vergessen? Was diesen Abend so berührend macht sind sicher die wahren Geschichten, die erzählt werden. Und doch ist es kein reines Dokumentartheater, hier berichten keine Laien sondern Schauspieler. Phantastische Schauspieler, die ganz feinnervig agieren, mit sparsamen aber genauen Bewegungen oder Gesten und hochkonzentrierter Sprache Leben verdeutlichen und verdichten. Sie sind Übersetzer der Realität, an die sie nie heranreichen können und wollen. Das letzte Wort hat immer die Wirklichkeit. Das Wissen darum macht diesen kleinen Abend so groß.
In der Box des deutschen Theaters, der kleinen Spielstätte des Hauses, ist nicht viel Platz. Die Zuschauer sitzen eng beieinander und auch die Schauspieler kommen ihnen sehr nah. Das bedeutet nicht automatisch, dass es auch die Geschichten tun, die erzählt werden. An diesem Abend aber passt kaum das berühmte Blatt zwischen sie. Dabei sind die Figuren, die Natali Seelig und Alexander Khuon verkörpern, nicht einmal auf einem solchen entstanden, sind keine Erfindungen eines Dramatikergenies, sie hat das Leben geschrieben. Die Schauspieler stülpen sich reale Gestalten über wie eine zweite Haut, verleihen einer Alzheimerkranken, dem verliebten Paar oder jungen Konvertiten ganz unaufdringlich und berührend Gestalt und Stimme.
Ist es die Erinnerung an die guten Dinge des Lebens, die Hoffnung ermöglicht? Reicht dafür der Wille? Hilft das Vergessen? Was diesen Abend so berührend macht sind sicher die wahren Geschichten, die erzählt werden. Und doch ist es kein reines Dokumentartheater, hier berichten keine Laien sondern Schauspieler. Phantastische Schauspieler, die ganz feinnervig agieren, mit sparsamen aber genauen Bewegungen oder Gesten und hochkonzentrierter Sprache Leben verdeutlichen und verdichten. Sie sind Übersetzer der Realität, an die sie nie heranreichen können und wollen. Das letzte Wort hat immer die Wirklichkeit. Das Wissen darum macht diesen kleinen Abend so groß.
www.nachtkritik.de
Anne Peter, 06.12.2009
Ein kleiner, feiner Schauspielerabend, der zwar dramaturgisch denkbar locker gestrickt ist, aber durch die liebenswerte, nuancierte Anverwandlung, mit der Seelig und Khuon sich ihren Figuren nähern, intensiv gelingt. Dass sie und nicht etwa die Laien selbst die realitätsnah aufgeschriebenen Texte sprechen – inklusive der grammatikalischen Unreinheiten, Satzabbrüche, Füllsel-, verschafft diesen einen Tick von Künstlichkeit. Und macht die Zuschauer letztlich unbefangener gegenüber den Figuren, die mit leichter Ironie beobachtet werden – allerdings so wohldosiert, dass man die dabei hervortretenden menschlichen Schwächen nicht allzu weit von sich entfernt wähnt.

Die vollständige Kritik finden Sie hier.
Ein kleiner, feiner Schauspielerabend, der zwar dramaturgisch denkbar locker gestrickt ist, aber durch die liebenswerte, nuancierte Anverwandlung, mit der Seelig und Khuon sich ihren Figuren nähern, intensiv gelingt. Dass sie und nicht etwa die Laien selbst die realitätsnah aufgeschriebenen Texte sprechen – inklusive der grammatikalischen Unreinheiten, Satzabbrüche, Füllsel-, verschafft diesen einen Tick von Künstlichkeit. Und macht die Zuschauer letztlich unbefangener gegenüber den Figuren, die mit leichter Ironie beobachtet werden – allerdings so wohldosiert, dass man die dabei hervortretenden menschlichen Schwächen nicht allzu weit von sich entfernt wähnt.

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Eine Inszenierung des Jungen DT

Katzelmacher

von Rainer Werner Fassbinder
Regie: Jessica Glause
Kammerspiele
19.30 - 20.45

Müllersalon #3

Das Theater kann sein Gedächtnis für die Wirklichkeit nur wiederfinden, wenn es sein Publikum vergisst. Ein Abend mit Ivan Panteleev, Ginka Tscholakowa und Almut Zilcher zu Heiner Müller und Dimiter Gotscheff.
Moderiert von Thomas Irmer
Saal
20.00
mit englischen Übertiteln
von Tennessee Williams
Regie: Stephan Kimmig
Deutsches Theater
20.00 - 22.40
Eine Inszenierung des Jungen DT

Die Welt in uns

Eine Stückentwicklung von Turbo Pascal und Berliner Schüler_innen
Regie: Turbo Pascal
Box
20.00 - 21.05