Mother

Kannst du mein wahres ich sehen, kannst du?
von und mit Anita Vulesica
Künstlerische Mitarbeit Lena Brasch
Musikproduktion und -beratung: Chi Thanh Nguyen
Grafik Michi Schnaus, Phillip Hohenwarter
Anita Vulesica
Berliner Zeitung
Ulrich Seidler, 25.01.2016
"'Mother' heißt dieser von Anita Vulesica selbst erdachte und eingerichtete Solo-Abend, zu dem sie ein paar Leutchen in der Box des Deutschen Theaters so begrüßt, als sei man in einem Stadion und als sei sie Madonna. Und das Eigenartige ist, dass die Zuschauer völlig ungehemmt losjohlen und jubeln, als hätte man sie instruiert, sich wie Popfans zu benehmen. (...) Richtig seltsam wird es, wenn Vulesica zu einem vielminütigen Madonna-Medley anhebt und die Zuschauer vorher bittet, in die Partytütchen unter ihren Sitzen zu greifen, denn es sei nun an der Zeit zusammen zu kommen und zu feiern (...). Das alles ist nur die fröhliche Oberfläche des selbstreferentiellen Abends, der sehr viele Themen antippt, die mit Madonna und Vulesica im Besonderen sowie mit Pop-, Star- und Bühnenwesen im Allgemeinen zu tun haben: mit Postfeminismus, Peinlichkeit, Fettphobie, Fittness- und Jugendwahn, Identität, Sexualität, Lebensgier, Todesangst, Verlassenheit, Selbstzweifel, mit der falschen Echtheit von heute und der echten Falschheit von früher. 'Ich geb euch alles, ihr armen Menschen, ich hab's ja.' Kaum ist das Publikum gewonnen (nach zehn Sekunden) ist der Abend schon wieder vorbei (nach 50 Minuten)." "'Mother' heißt dieser von Anita Vulesica selbst erdachte und eingerichtete Solo-Abend, zu dem sie ein paar Leutchen in der Box des Deutschen Theaters so begrüßt, als sei man in einem Stadion und als sei sie Madonna. Und das Eigenartige ist, dass die Zuschauer völlig ungehemmt losjohlen und jubeln, als hätte man sie instruiert, sich wie Popfans zu benehmen. (...) Richtig seltsam wird es, wenn Vulesica zu einem vielminütigen Madonna-Medley anhebt und die Zuschauer vorher bittet, in die Partytütchen unter ihren Sitzen zu greifen, denn es sei nun an der Zeit zusammen zu kommen und zu feiern (...). Das alles ist nur die fröhliche Oberfläche des selbstreferentiellen Abends, der sehr viele Themen antippt, die mit Madonna und Vulesica im Besonderen sowie mit Pop-, Star- und Bühnenwesen im Allgemeinen zu tun haben: mit Postfeminismus, Peinlichkeit, Fettphobie, Fittness- und Jugendwahn, Identität, Sexualität, Lebensgier, Todesangst, Verlassenheit, Selbstzweifel, mit der falschen Echtheit von heute und der echten Falschheit von früher. 'Ich geb euch alles, ihr armen Menschen, ich hab's ja.' Kaum ist das Publikum gewonnen (nach zehn Sekunden) ist der Abend schon wieder vorbei (nach 50 Minuten)."

Außerdem im Spielplan

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Eine Inszenierung des Jungen DT

Katzelmacher

von Rainer Werner Fassbinder
Regie: Jessica Glause
Kammerspiele
19.30 - 20.45

Müllersalon #3

Das Theater kann sein Gedächtnis für die Wirklichkeit nur wiederfinden, wenn es sein Publikum vergisst. Ein Abend mit Ivan Panteleev, Ginka Tscholakowa und Almut Zilcher zu Heiner Müller und Dimiter Gotscheff.
Moderiert von Thomas Irmer
Saal
20.00
mit englischen Übertiteln
von Tennessee Williams
Regie: Stephan Kimmig
Deutsches Theater
20.00 - 22.40
Eine Inszenierung des Jungen DT

Die Welt in uns

Eine Stückentwicklung von Turbo Pascal und Berliner Schüler_innen
Regie: Turbo Pascal
Box
20.00 - 21.05