Wolken.Heim.

von Elfriede Jelinek
Bühne Bettina Pommer
Kostüme Aino Laberenz
Musik Polina Lapkovskaja
Licht Marco Scherle
Dramaturgie Bernd Isele
Premiere
29. November 2019
Kammerspiele
Edgar Eckert
Lorena Handschin
Holger Stockhaus
Birgit Unterweger
Regine Zimmermann
Berliner Morgenpost
Katrin Pauly, 30.11.2019
Aus all dem hat Elfriede Jelinek, die Österreicherin, eine Collage gebaut, die ein ideologisch überhöhtes und einigermaßen schauriges Bild der deutschen Seele zeichnet. Und die, das ist vielleicht sogar das Stärkste, weil natürlich Hochaktuelle an diesem Text, die ideologischen Einsatz- und auch Missbrauchsmöglichkeiten der Sprache selbst deutlich ausstellt. [...]

Das arbeitet Regisseur Laberenz gemeinsam mit dem Ensemble (Edgar Eckert, Birgit Unterweger, Lorena Handschin, Holger Stockhaus, Regine Zimmermann) tatsächlich sehr schön heraus.
Aus all dem hat Elfriede Jelinek, die Österreicherin, eine Collage gebaut, die ein ideologisch überhöhtes und einigermaßen schauriges Bild der deutschen Seele zeichnet. Und die, das ist vielleicht sogar das Stärkste, weil natürlich Hochaktuelle an diesem Text, die ideologischen Einsatz- und auch Missbrauchsmöglichkeiten der Sprache selbst deutlich ausstellt. [...]

Das arbeitet Regisseur Laberenz gemeinsam mit dem Ensemble (Edgar Eckert, Birgit Unterweger, Lorena Handschin, Holger Stockhaus, Regine Zimmermann) tatsächlich sehr schön heraus.
rbbKultur
Barbara Behrendt, 30.11.2019
[Regisseur Martin] Laberenz setzt an diesem kurzen, 80 minütigen Abend fast ausschließlich auf Sprache, auf die Stimmen aus der Vergangenheit – die mitunter gar nicht so vergangen klingen. [...]

Der Abend warnt also durchaus vor dem Wiedererstarken der rechten Kräfte. Allerdings nicht didaktisch mit dem Zeigefinger. Laberenz' Kommentar liegt in der distanzierenden Ironie [...]

Eine Inszenierung, die die Wurzeln deutscher Geistesgeschichte untersucht, ist eine Tiefenbohrung, die gewinnbringender ist als jedes bloße Stochern im Hier und Jetzt.
[Regisseur Martin] Laberenz setzt an diesem kurzen, 80 minütigen Abend fast ausschließlich auf Sprache, auf die Stimmen aus der Vergangenheit – die mitunter gar nicht so vergangen klingen. [...]

Der Abend warnt also durchaus vor dem Wiedererstarken der rechten Kräfte. Allerdings nicht didaktisch mit dem Zeigefinger. Laberenz' Kommentar liegt in der distanzierenden Ironie [...]

Eine Inszenierung, die die Wurzeln deutscher Geistesgeschichte untersucht, ist eine Tiefenbohrung, die gewinnbringender ist als jedes bloße Stochern im Hier und Jetzt.
junge Welt
Jakob Hayner, 02.12.2019
In den von Aino Laberenz entworfenen Kostümen sehen sie aus wie uniformiert – zunächst in grellgrünen Glitzergewändern, später in schwarzen Kleidern und Anzügen. So stehen sie auf dem ausgerollten Kunstrasen, bevor sie sich mit selbstzufrieden-süffisantem Grinsen in quietschende Klappstühle fläzen. [...]

Nach einem unheimlichen Bühnengewitter werden ein paar hübsch-harmonische Liedchen geträllert, zuletzt "Mont Klamott" von Silly, ein Lied über den Trümmerberg im Volkspark Friedrichshain. Nach nicht einmal eineinhalb Stunden endet die collagierte Diskursanalyse. Unterm Grün liegt der Weltkriegsschutt. Oder ist die Farbe der neueste Anstrich des aggressiv Nationalen?
In den von Aino Laberenz entworfenen Kostümen sehen sie aus wie uniformiert – zunächst in grellgrünen Glitzergewändern, später in schwarzen Kleidern und Anzügen. So stehen sie auf dem ausgerollten Kunstrasen, bevor sie sich mit selbstzufrieden-süffisantem Grinsen in quietschende Klappstühle fläzen. [...]

Nach einem unheimlichen Bühnengewitter werden ein paar hübsch-harmonische Liedchen geträllert, zuletzt "Mont Klamott" von Silly, ein Lied über den Trümmerberg im Volkspark Friedrichshain. Nach nicht einmal eineinhalb Stunden endet die collagierte Diskursanalyse. Unterm Grün liegt der Weltkriegsschutt. Oder ist die Farbe der neueste Anstrich des aggressiv Nationalen?

Außerdem im Spielplan

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Die vertauschten Köpfe

Eine indische Legende von Thomas Mann
in einer Fassung von Barbara Schnitzler
Kammerspiele
11.00
Zum letzten Mal in dieser Spielzeit
Ein Familienstück nach dem Buch von Axel Hacke
Regie: Anne Bader
Saal
15.00 - 16.00
Ausverkauft
Evtl. Restkarten an der Abendkasse
Gastspiel
In englischer Sprache
von Jan Guillou
Mit: Claes Bang
Regie: Julie Pauline Wieth
Box
19.00 - 20.05
Ausverkauft
Evtl. Restkarten an der Abendkasse
von René Pollesch
Regie: René Pollesch
Deutsches Theater
20.00 - 21.30
Ausverkauft
Evtl. Restkarten an der Abendkasse
Mit englischen Übertiteln
von Ingmar Bergman
Kammerspiele
20.30 - 22.00

Das Hexenlied

Ein Balladenabend von und mit Bernd Stempel
Achtung geänderte Anfangszeit:
Die Vorstellung beginnt heute um 21.00 Uhr.
Bar
21.00 - 22.45