Zu der Zeit der Königinmutter

Bühne / Kostüme Aleksandra Pavlović
Licht Peter Grahn
Dramaturgie Franziska Trinkaus
Deutsche Erstaufführung
08. Dezember 2019
Box
Harald Baumgartner
Franziska Machens
Kara Schröder
Caner Sunar
Niklas Wetzel
Jonas LanderschierLive-Musik
Philipp HaagenLive-Musik
nachtkritik.de
Michael Wolf, 09.12.2019
Nun bringt Charlotte Sprenger den Stoff in die Box des Deutschen Theaters. Zum Glück vermeidet sie dabei eine Übertragung in allzu naheliegende Settings, was den zarten Text nur in Bedrängnis brächte. Die New Jersey Bar ist hier keine Bar und erst recht keine im Kongo.

Machens, Wetzel, Baumgartners Cowboy sowie Kara Schröder und Caner Sunar (beide in roten Abendkleidern) teilen sich den Text, springen in ihm umher [...]
Nun bringt Charlotte Sprenger den Stoff in die Box des Deutschen Theaters. Zum Glück vermeidet sie dabei eine Übertragung in allzu naheliegende Settings, was den zarten Text nur in Bedrängnis brächte. Die New Jersey Bar ist hier keine Bar und erst recht keine im Kongo.

Machens, Wetzel, Baumgartners Cowboy sowie Kara Schröder und Caner Sunar (beide in roten Abendkleidern) teilen sich den Text, springen in ihm umher [...]
rbbKultur
Barbara Behrendt, 09.12.2019
[...] das Besondere des Textes ist sein Rhythmus. Er besitzt eine unglaublich musikalische Sprache, die mit Wiederholungen und Refrains spielt. Flirrend ist sie, fiebrig, drängt stets an den Abgrund, kennt nichts Laues, nur Liebe, Schmerz, Sehnsucht, Gewalt – und Melancholie.

Natürlich wird nicht in einer Bar gespielt. (Ein heiliges Gesetz des deutschen Theaters: einen Text niemals dort spielen lassen, wo er angelegt ist.) [..] Die fünf Spielerinnen und Spieler, darunter Franziska Machens und Harald Baumgartner, bewegen sich zwischen zwei gold-silbernen Rahmen am vorderen und hinteren Bühnenrand. In der Mitte eine blank polierte Toilette auf einem Sockel, die zwar nicht aussieht wie Duchamps’ Pissoir, aber von Niklas Wetzel durchaus angebetet, gestreichelt und geputzt wird wie ein kostbares Ausstellungsstück.
[...] das Besondere des Textes ist sein Rhythmus. Er besitzt eine unglaublich musikalische Sprache, die mit Wiederholungen und Refrains spielt. Flirrend ist sie, fiebrig, drängt stets an den Abgrund, kennt nichts Laues, nur Liebe, Schmerz, Sehnsucht, Gewalt – und Melancholie.

Natürlich wird nicht in einer Bar gespielt. (Ein heiliges Gesetz des deutschen Theaters: einen Text niemals dort spielen lassen, wo er angelegt ist.) [..] Die fünf Spielerinnen und Spieler, darunter Franziska Machens und Harald Baumgartner, bewegen sich zwischen zwei gold-silbernen Rahmen am vorderen und hinteren Bühnenrand. In der Mitte eine blank polierte Toilette auf einem Sockel, die zwar nicht aussieht wie Duchamps’ Pissoir, aber von Niklas Wetzel durchaus angebetet, gestreichelt und geputzt wird wie ein kostbares Ausstellungsstück.
Berliner Morgenpost
Katrin Pauly, 11.12.2019
Das Bemerkenswerte an dem Stück ist seine Musikalität, sein Rhythmus, seine Vielstimmigkeit. Dieser Text braucht keine Illustration, er braucht Komposition. [...] 

Mehr Ambivalenz gelingt Kara Schröder und vor allem Niklas Wetzel, der zunächst hingebungsvoll eine Kloschüssel wienert und später einen hoch-engagierten Monolog hinlegt über "Solo", den jungen Mann, der aus Lehm geschaffen wurde und in einer unvorsichtigen Nacht in einen Regenguss geriet und dort zerbröselte.

Es gibt [...] lustige Nummern zu sehen und live am Klavier begleitete Songs gibt es auch, von "Sag mir, wo die Blumen sind" bis zu "Ist das wieder so 'ne Phase" von den Lassie Singers [...]


Das Bemerkenswerte an dem Stück ist seine Musikalität, sein Rhythmus, seine Vielstimmigkeit. Dieser Text braucht keine Illustration, er braucht Komposition. [...] 

Mehr Ambivalenz gelingt Kara Schröder und vor allem Niklas Wetzel, der zunächst hingebungsvoll eine Kloschüssel wienert und später einen hoch-engagierten Monolog hinlegt über "Solo", den jungen Mann, der aus Lehm geschaffen wurde und in einer unvorsichtigen Nacht in einen Regenguss geriet und dort zerbröselte.

Es gibt [...] lustige Nummern zu sehen und live am Klavier begleitete Songs gibt es auch, von "Sag mir, wo die Blumen sind" bis zu "Ist das wieder so 'ne Phase" von den Lassie Singers [...]


Berliner Zeitung
Doris Meierhenrich, 11.12.2019
[...] ein großes Glück. Denn, so viel wurde bei der Premiere klar, trafen mit Charlotte Sprenger und Mujila zwei junge, unerschrockene Talente aufeinander, die dem Abend gut taten.

[...] da setzt nun die findige Regisseurin ein, die ohne mit der Wimper zu zucken die im eigenen Sud schlingernde Bar in ein Luxusinterieur namens Europa versetzt, in dem lauter gelangweilte Zyniker ihr hedonistisch-rhetorisches Unwesen treiben. Zusammen mit der Bühnenbildnerin Alexandra Pavlovic ist ihr damit ein feiner Coup gelungen [...]


[...] ein großes Glück. Denn, so viel wurde bei der Premiere klar, trafen mit Charlotte Sprenger und Mujila zwei junge, unerschrockene Talente aufeinander, die dem Abend gut taten.

[...] da setzt nun die findige Regisseurin ein, die ohne mit der Wimper zu zucken die im eigenen Sud schlingernde Bar in ein Luxusinterieur namens Europa versetzt, in dem lauter gelangweilte Zyniker ihr hedonistisch-rhetorisches Unwesen treiben. Zusammen mit der Bühnenbildnerin Alexandra Pavlovic ist ihr damit ein feiner Coup gelungen [...]


Außerdem im Spielplan

Ein Familienstück nach dem Buch von Axel Hacke
Regie: Anne Bader
Saal
11.00 - 12.00
Ausverkauft
Evtl. Restkarten an der Abendkasse
Ein Familienstück nach dem Buch von Axel Hacke
Regie: Anne Bader
Saal
15.00 - 16.00
Ausverkauft
Evtl. Restkarten an der Abendkasse
von René Pollesch
Regie: René Pollesch
Deutsches Theater
19.30 - 20.50