Jenseits des Materialismus

In 'Unerträglich lange Umarmung'
erzählt Iwan Wyrypajew von Plastewelten, Sex,
Drogen und Selbstgesprächen mit dem Universum

Bei den Wiener Festwochen ist im Mai 2004 ein Stück namens Sauerstoff zu sehen. Sein Autor heißt Iwan Wyrypajew, es ist die Moskauer Uraufführungsinszenierung von Viktor Ryjakow, Wyrypajew steht selbst auf der Bühne. Zehn Tracks über Moral und Gewalt, die Provinz und die Hauptstadt, Freiheit, Ausbruch, Religion und den 11. September. Zehn Songs im Sound der Straße, aufgeladen von der Poesie der Bibel, durchsetzt von Sehnsucht nach Erlösung. Widersprüchlich, aggressiv und hochenergetisch. Gedankenfolgen wie Gewehrsalven, eine Rap-Rede wie der Schwall eines Feuerwehrschlauchs, so ein Kritiker – eine neue, im deutschsprachigen Raum bis dahin nicht gehörte Stimme überfällt und findet ihr Publikum. 

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Das vollständige Gespräch lesen Sie HIER.

Heute
03
Mär
Spielplanänderung
Wegen Erkrankung im Ensemble entfällt heute die Vorstellung Tabula rasa: Gruppentanz und Klassenkampf im Deutschen Theater. Stattdessen zeigen wir um 20 Uhr Das Spiel ist aus von Jean-Paul Sartre.

Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit für die Ersatzvorstellung Das Spiel ist aus oder werden innerhalb von 14 Tagen an der Theaterkasse zurückgenommen.


Deutsches Theater
20.00 - 21.30 - Preise 35/28/erm. 9 €

Das Spiel ist aus

von Jean-Paul Sartre
Regie Jette Steckel
Karten
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Kammerspiele
20.00 - 21.00 - C-Preise

Ismene, Schwester von

von Lot Vekemans
Regie Stephan Kimmig

anschließend Autorengespräch
mit Lot Vekemans und Nino Haratischwili, Saal

Karten
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Ein Projekt des Jungen DT
Box
19.30 - 20.45 - B-Preise

Dieses Kind

von Joël Pommerat
Regie Lily Sykes
Ausverkauft / 
 Restkarten an der Abendkasse

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Iwan Wyrypajew im Interview mit Peter Laudenbach 
 tip 05/2015

Das Deutsche Theater bringt Ihr Stück Unerträglich lange Umarmung zur Uraufführung. Wir begegnen darin zwei Frauen und zwei Männern in ihren privaten, sexuellen Verwicklungen und in ihrer Suche nach so etwas wie Sinn in ihrem Leben. Was geschieht in Ihrem Stück?

Es ist ein Stück darüber, wie aus toten Menschen lebendige Menschen werden, wie sie wieder aufwachen und ihr Leben neu entdecken. Mir scheint, die wirklich wichtigen Probleme der Menschen sind heute weder politisch noch ökonomisch, nicht einmal ökologisch. Das entscheidende Problem ist, dass wir keinen wirklichen, authentischen Kontakt haben, dass wir in einer Müll- und Plastikwelt leben. Die Menschen leben in einer Projektion, sie denken in Schablonen. Wir versuchen ständig, irgendwelche Krisen zu lösen, in der Ukraine, im Irak, in Syrien. Aber wir haben nie einen echten Kontakt zu den Menschen, um die es eigentlich geht.

aus Unerträglich lange Umarmung von Iwan Wyrypajew

"Manchmal verstecken sich Theaterereignisse an den bescheidensten Orten: Box und Bar. Regisseur Frank Abt hat zusammen mit dem Journalisten Dirk Schneider Interviews geführt und lässt die bewegenden Zeugnisse von Schauspielern vor dem Hintergrund eines spartanisch eingerichteten Zimmers sprechen und spielen. Natali Seelig und vor allem Alexander Khuon brillieren in einem bewegenden Triptychon zur Fragilität des Lebens." Der Tagesspiegel, 8.12.2009

Theater der Preisträger

Goldene Kamera  
 für  
 Ulrich Matthes

Wir gratulieren!

Ulrich Matthes ist zu sehen am Di 10. März in Gift, am Do 12.+ Mo 30. März in Das weite Land, ab Do 19. März als Macbeth, am So 22.3. in Der Besuch der alten Dame, am Mo 23. März in Ödipus Stadt, und ab Do 30.4. in Don Carlos.

Theaterpreis Berlin 
 für Corinna Harfouch

Wir gratulieren!

Corinna Harfouch ist zu sehen am Sa, 7. März, So, 8. März und So 29. März in Herbstsonate, am Mi 11. März in Wassa Schelesnowa, am So, 15. März in ihrer Matinee zu Elektra.



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