Drei Fragen an Also, Gesa Geue ...
Warum hast du dich für die ATT beworben?
Vor allem, weil ich von Künstlerinnen weiß, die ich sehr schätze, die das Atelier am DT absolviert haben (Nele Stuhler, Milena Michalek, Patty Kim Hamilton). Außerdem finde ich das Atelierformat mit seinen Möglichkeiten der Vernetzung und des Austauschs und der Anbindung an ein Haus einfach ziemlich toll.
Welcher Text hat dich im Theater bisher besonders beeindruckt?
Vor einiger Zeit habe ich am Theater an der Parkaue Das Spiel von Rachel Rosen in der Regie von Alexander Riemenschneider gesehen. Das ist, so weit ich weiß, ein sehr kurzer, eher anweisungshafter Text. Auf der Bühne gibt es eigentlich keinen Dialog, dafür aber ganz klare, lustige und dramatische Situationen. So eine Reduktion find ich eine echte Herausforderung. Dass es gelingt, mit sehr wenig Text eindeutige, Lust machende Spielanlässe zu schaffen.
Welche Inszenierung hat dich in den letzten Jahren besonders begeistert?
Es gibt viele, aber ich musste besonders an B.O.B.A.S von Cia. Jimena Cavalletti denken, das ich vor ein paar Jahren auf dem Fusion-Festival gesehen habe. Das ist eine Gruppe weiblicher Clowns, die als Blaskapelle / Totengräberinnen eine Beerdigung bespielen, auf der sowohl der Priester als auch der Leichnam fehlen. Es wird also viel gewartet und viel hingefallen. Das war so witzig und so traurig und so schön.