2 Uhr 14
von David Paquet aus dem Frankokanadischen von Frank Weigand
REGIE Kristo Šagor
Premiere am 05.04.2016
letzte Vorstellung am 04.06.2018
Inhalt
Wir zoomen in die Innenwelten der sechs Figuren, die neben der Sehnsucht nach dem Glück, nach Intensität und gleichzeitig nach dem Normalsein das Sonderbare in sich entdecken und lernen, es auszuleben. Plötzlich scheint etwas Neues möglich, eine Wende, ein Aufbruch- bis die Uhr 2:14 anzeigt und alles endet.
Es treten auf: Nicole (Mutter, der irgendetwas entgangen ist), Denis (Lehrer, der nur noch Sand schmeckt), Katrina (Mädchen mit dem verwandelten Tattoo), Norbert (Junge, der blind spielt), Josi (Mädchen, das Würmer isst), Linus (Junge, der eine 70jährige liebt), Karl (Stimme, die aus einem Radio ertönt). Außerdem: Englischlehrer, Psychologe, 2 Paar Eltern, Bikinimädchen, Der Wald, Die Menschheit, Beleidigungen 1 bis 22, Marc, Tätowierer, Arzt, Die Dame mit dem Bandwurm, Die Museumsbesucher, Die Fäulnis, Der Verkäufer, Komplimente 1 bis 20, Schüler, der keine Diktate mag 1, Schüler, der keine Diktate mag 2, Ein nettes Mädchen, Ein zweites nettes Mädchen, Zwei nette Mädchen gleichzeitig, Mädchen, die sich im Schlamm wälzen, Psychologen, Sexologen und Urologen, Der Weihnachtsmann, Zurückgebliebene Teenagerin 1, Zurückgebliebene Teenagerin 2, Zurückgebliebener Teenager
Skurril und kantig formuliert, symbolgeladen und mit pointiert ineinander geschobenen Szenen zelebriert 2 Uhr 14 bei aller tief empfundenen Melancholie die Kraft der Veränderung und die Lust am Leben.
Besetzung und Regieteam
REGIE Kristo Šagor AUSSTATTUNG Iris Kraft MUSIK Sebastian Katzer DRAMATURGIE Anne Tippelhoffer
mit Judith Hofmann, Jens Schäfer, Katharina Anchalie Schulz, Franz Jährling, Celia Bähr, Maximilian Paier
Pressestimmen
„Regisseur Kristo Šagor inszeniert die Berliner Erstaufführung des Stücks im Rahmen des Jungen DT mit zwei erwachsenen Schauspielern und vier Jugendlichen. Und er hat dafür ein zwingendes Bild gefunden. Eine Wand aus weißen, elastischen Bändern spannt sich über die gesamte Bühnenbreite und erschweren den Blick auf das, was dahinter liegt, machen es zu einem Schattenspiel mit verzerrten Konjunkturen, gesellen dem Sehen ein Vermuten und Erraten hinzu. Geraten die Bänder in Bewegung, verschwimmt das Bild vollends in einem verwirrenden Vexierspiel, in dem nichts mehr sicher ist. Was für eine Metapher.” – Sascha Krieger, Stage and Screen, 07.04.2016
„Dass die 70 Minuten so vibrieren, liegt auch am Darstellerteam: Judith Hofmann zeichnet feinherb eine trauernde Mutter, Jens Schäfer einen Lehrer im Burnout. Aus dem Schülerquartett ragt Maximilian Paiers Linus heraus zwischen frühreifer Abgeklärtheit und Liebes-Staunen. Aber auch Katharina Anchalie Schulz, Franz Jährling und Celia Bähr und die Diesseits und Jenseits verbindende Musik von Sebastian Katzer machen den Abend unbedingt sehenswert.” – Georg Kasch, Zitty, 13.04.2016
Dauer
1 Stunde, 0 Pausen
Premiere
05.04.2016
Dernière
04.06.2018