Alice
Inhalt
„Alles ist verändert. Ich bin verändert. Ich möchte doch nicht einfach von jemandem geträumt werden.“
Alices Reisen sind abgründig. Das 'Wunderland', wie der Raum 'hinter den Spiegeln' sind befremdliche Paralleluniversen. Absurde Ordnungsprinzipien stellen die Konzepte von Raum und Zeit, Identität und Realität in Frage. "Die zwei Alice-Bücher sind keine Bücher für Kinder", schreibt Virginia Woolf. "Sie sind die einzigen, in denen wir zu Kindern werden. Ein Kind zu werden, ist wörtlich gemeint. Alles so seltsam zu finden, dass einen nichts überrascht; herzlos zu sein, skrupellos zu sein, aber auch so leidenschaftlich, dass die kleinste Gemeinheit die Welt in Düsternis hüllt."
Motor der Inszenierung ist die Grenzüberschreitung zwischen dem Wunderland, das 16 junge Menschen zwischen 9 und 19 Jahren spielend erschaffen, und den Erwachsenen im Zuschauerraum. Sie spiegeln und irritieren den erwachsenen Blick auf Kindheit, weinen einen Tränensee, verwandeln sich in ein hässliches Baby und dann in ein hübsches Schwein, verführen im Garten der sprechenden Blumen, spielen despotisch ohne Regeln, und fragen immer wieder: "Wer bist du, du Monster?"
Besetzung und Regieteam
REGIE Nora Schlocker BÜHNE Jessica Rockstroh KOSTÜME Caroline Rössle Harper MUSIK Paul Lemp DRAMATURGIE Birgit Lengers
MIT Mauri Bachnick, Felix Böttner, Elektra Breinl, Emmi Büter, Ruby Commey, Valentino Dalle Mura, Luna Jakob, Tamino Köhne, Antonia Lind, Gynian Machacek, Laszlo Mattern, Bjarne Meisel, Konrad Muschick, Chenoa North-Harder, Emil von Schönfels, Sofia Theodorou
Pressestimmen
„Wenn Emmi Büter in Alice als Herzkönigin die Bühne betritt, ist das ein Ereignis.” – Friedhelm Teicke, Zitty Sonderheft Familie, 09.05.2015
„Es ist ein lustvoller, im besten Sinne spielfreudiger Abend geworden, der genüsslich Ich-Entwürfe durchspielt, ins Lächerliche zieht, als Steinbruch nutzt, um das Grundproblem des modernen Menschen, die Frage nach dem Ich, der eigenen, natürlich ganz individuellen Identität, durchdekliniert und auf Normalmaß zurechtstutzt.” – Sascha Krieger, Stage and Screen, 02.06.2015
„Im fulminaten Gastspiel des Deutschen Theaters Berlin wagen sich 16 junge Menschen zwischen neun und 16 Jahren vom Wunderland in die Welt der Erwachsenen.” – Ralf-Carl Langhals, Theater der Zeit, 01.05.2015
Dauer
1 Stunde 40 Minuten, 0 Pausen
Premiere
08.02.2015
Dernière
04.03.2016