Der Weichselzopf

von Simon Werle
Einrichtung: Sonja Anders

  • DT ATT
  • szenische Lesung

Premiere am 14.06.2014

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Inhalt

Hangard, ein Provinznest in einem Grenzgebiet irgendwo in Deutschland. Es ist eine kalte, unfrohe Gegend, in der Jale, das Mädchen mit dem Weichselzopf, versucht, sich aus ihrem Waisenleben zu befreien. Im Geschäft ihrer Ziehmutter verpackt sie Fisch, trägt lieber Armeehosen als Röcke und verbringt die Nächte mit ihrem Freund Juan im verlassenen Steinbruch. „Mach dich doch mal hübsch!”, meint ihr Onkel und schickt sie zur Cousine in die Stadt. Juan, ebenso ohne Eltern und ohne Wohnung, ist ein Schmuggler, mit einem Herz „so groß wie ein Kuheuter”. Seine Tage verträumt er auf der großen Kastanie und pflückt für seine Geliebte Zitronenfalter vom Flieder. Ein Will-kommensstrauß, der nicht fertig wird, denn Jale ist plötzlich wieder da: In ihr wächst etwas heran, das die gemeinsame Welt der beiden aus dem Gleichgewicht zu bringen droht.

Simon Werle hat diese düster-poetische Liebesgeschichte vor rund zwanzig Jahren als eines der ersten prämierten Autoren-theater-Stücke geschrieben. Die Figuren sind allesamt Beschädigte, richtungs- und heimatlos, auf der Suche nach dem „richtigen Leben” und in ständiger Furcht vor dem „Falschen”.

Simon Werle, geboren 1957 in Freisen / Saarland. Er studierte Romanistik und Philosophie in München und Paris. Seit 1985 arbeitet er als Autor und Übersetzer aus dem Englischen und Französischen. Seine Erfindung eines deutschen Verses für den klassischen französischen Alexandriner machte Racine und Corneille auf deutschen Bühnen spielbar. 1992 bekam er hierfür den Johann-Heinrich-Voß-Preis der Darmstädter Akademie für Sprache und Dichtung.

Besetzung und Regieteam

EINRICHTUNG DER SZENISCHEN LESUNG Sonja Anders DRAMATURGIE Jakob Schumann AUSSTATTUNG Sigi Colpe MUSIK Ingo Schröder

mit Elias Arens, Lisa Hrdina, Cornelius Schwalm, Almut Zilcher

Premiere

14.06.2014

Hinweise

erstmals aufgeführt bei den Autorentheatertagen Hannover 1995