Der Plan von der Abschaffung des Dunkels

nach dem Roman von Peter Høeg
REGIE Nora Schlocker

  • Kammer
  • DT Inszenierungen
  • DT jung*

Premiere am 12.02.2019

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Inhalt

„Sie wollten nichts wissen von dem Gedanken, dass einige Schüler unten im Dunkel waren. 
Sie wollten überhaupt vom Dunkel nichts wissen, alles im Universum sollte hell und licht sein. 
Mit dem Messer des Lichts wollten sie das Dunkel sauberschaben. Dieser Gedanke wirkt beinahe geisteskrank.“ 

Peter hat sieben Waisenhäuser und Schreckliches hinter sich, als er überraschend an Biehls renommierter Privatschule aufgenommen wird. Er gilt als normal begabt und funktioniert, dann bekommt er plötzlich ein Problem mit der Zeit und ahnt, dass etwas Großes und Erbarmungsloses hinter dem rigiden System der Schule steht. Mit Katharina, die ähnlichen Fragen auf der Spur ist, gründet er ein Zeit-Laboratorium, um zu untersuchen: Warum haben die Lehrer ihre eigenen Kinder von der Schule genommen? Warum werden Lautsprecher und eine Abhöranlage installiert? Warum wird so viel Wert auf absolute Pünktlichkeit gelegt? Und weshalb wird jemand wie der verhaltensgestörte August aufgenommen? Die drei bilden eine Ersatzfamilie und versuchen, dem geheimen Plan auf die Spur zu kommen, um die Katastrophe zu verhindern. Nichts wird gut. Aber sie entdecken, dass sie der Zeit nicht einfach ausgeliefert sind, sondern sie selbst erschaffen. Dass man die Zeit sogar berühren, festhalten und verändern kann. Und Peter wird klar, dass es jetzt nicht mehr möglich ist aufzugeben, nicht, wenn man etwas wie die Liebe gefunden hat: "Ist man ihr einmal begegnet, dann will man nicht mehr sinken. Dann sehnt man sich für immer nach der Oberfläche."

Mit freundlicher Unterstützung der K.S. Fischer-Stiftung.

Besetzung und Regieteam

REGIE Nora Schlocker BÜHNE Jessica Rockstroh KOSTÜME Caroline Rössle Harper MUSIK Simon James Phillips VIDEO Antonia Lind DRAMATURGIE Birgit Lengers

mit Kya-Celina Barucki, Lina Hella Bookhagen, Elektra Luise Breinl, Ida Agnes Büter, Leo Domogalski, Jona Gaensslen, Ananda Luna Cruz Grünbauer, Christian Grygoryev, Paul Kutzner, Jona Levin Nicolai, Mustafa Eren Özdilberler, Rio Reisener, Amelie Paneru, Kerem Aliser Topuz, Leni von der Waydbrink, Christoph Franken, Flynn Fels Franken

 Pressestimmen

„Das 15-köpfige Ensemble junger Laiendarsteller*innen zwischen 12 und 22 Jahren leiht den Protagonist*innen verschiedene Gesichter. Alle stecken in derselben grauen Hose und weißen Bluse, aber ihre Stimmen, Körper, Temperamente könnten unterschiedlicher nicht sein. Der Plan der Regisseurin, dass die Figuren dadurch "wachsen" und vielschichtiger werden, sodass das erzählte Einzelschicksal eine Allgemeingültigkeit erlangt, geht auf. Es entsteht ein lebendiges Bild des wundersamen schöpferischen Reichtums, den allein die Kindheit birgt.” Magdalena Sporkmann, junge bühne, 15.02.2019

„Die Inszenierung versucht gar nicht erst, den retrospektiven Blick auf ein Schulsystem der 1960er-Jahre ins Heute zu versetzen, auch die schuluniformartigen Kostfime verweisen in ein strenges Gestern. Das provoziert eine mitunter anstrengende Distanz, schärft aber auch das Gefühl für die eigentliche Hauptperson, die Zeit, den "Augenblicken, die werden wie die Ewigkeit". [...] Der Lehrer erscheint mit Maske als austauschbarer Disziplinierungsgehilfe eines Systems, das nichts mehr fürchtet als die abweichende Individualität und Solidarität der Schüler, denen das Ensemble hier sehr frische Gestalt gibt.” Friedhelm Teicke, Zitty, 28.02.2019

 

Premiere

12.02.2019