Jochen Schanotta

von Georg Seidel
REGIE Frank Abt

  • Kammer
  • DT Inszenierungen

Premiere am 18.12.2011

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Inhalt

„Wir wissen viel, aber was aufbrechen würde, wenn alle aufbrechen, das wissen wir nicht.”

Georg Seidel gilt heute als einer der bedeutendsten Dramatiker der DDR. Zu Zeiten seines literarischen Schaffens galt er als Unbequemer, dessen Schreiben als politisch subversiv beobachtet, an dessen Erfolglosigkeit in den Amtsstuben der Kulturbürokratie kräftig gearbeitet wurde. Ab Mitte der 70er Jahre war Seidel am Deutschen Theater tätig, zunächst als Beleuchter, dann als dramaturgischer Mitarbeiter. Hier entstanden seine Stücke: Kritische Auseinandersetzungen mit den gesellschaftlichen Entwicklungen der zerfallenden DDR, geprägt von Resignation und der wachsenden Isolation des Individuums. So erzählt Seidel auch in Jochen Schanotta die Geschichte eines sehnsuchtsvollen Verweigerers im Kampf mit der Gesellschaft. Die Geschichte eines jungen Mannes, dessen utopische Potentiale sich immer mehr verlieren, der zwischen Aufruhr und Anpassung schmerzvoll aufgerieben wird. Auch wenn das System heute ein anderes ist, sind Gefühle sozialer Entfremdung und Vereinzelung wie auch die Bedrohung gesellschaftlichen Zerfalls gleichsam präsent. Was würde aufbrechen, wenn alle aufbrechen?
 

Premiere

18.12.2011

Besetzung und Regieteam

  • Regie Frank Abt
  • Bühne Anne Ehrlich
  • Kostüme Marie Roth
  • Dramaturgie Meike Schmitz