Klassenbuch

nach dem Roman von John von Düffel
REGIE Kristo Šagor

  • Kammer
  • DT Inszenierungen
  • DT Jung*

Auf dieser Seite

Inhalt

Gegenwart und Zukunft, Kind- und Erwachsensein, Isolation und Gemeinschaft, analoge und digitale Welt, Aufbruch und Absturz – zwischen diesen Begriffspaaren bewegen sich Erik, Stanko, Emily, Bea, Lenny, Annika, Vanessa, Li und Henk. Obwohl sie Klassenraum und Lehrerin teilen, könnten die Welten, in denen sie sich bewegen unterschiedlicher nicht sein. Ein unausweichlich düsterer Kosmos tut sich auf: Da sind Annika und ihr kleiner Bruder, die liebevoll und manisch zugleich tote Tiere von der Straße sammeln und sie bestatten, das pumelige Mobbing-Opfer Vanessa, das sich mit Hilfe ihrer Drohne im Netz verzweifelt eine schlanke neue Identität zusammenbastelt. Bea, Schulschwänzerin und wiederholt suizidal, schläft aus Protest gegen ihre Eltern gleich mit zwei Jungs und Computer-Nerd Lenny, der durch dreistes digitales Strippenziehen seine Mitschüler hackt oder per Smartphone fernsteuert. 

Der Regisseur Kristo Šagor greift zusammen mit seinem Team die multiperspektivische Erzählweise des Autors auf, treibt das digitale Verwirrspiel mit Mitteln wie Live-Video weiter, richtet den Blick aber dennoch auf die Zusammenhänge der scheinbar von einander isolierten, apokalyptisch und beklemmend anmutenden Puzzleteile. 

Was ist gültig? Meine Realität oder deine?

Mit freundlicher Unterstützung der K.S. Fischer-Stiftung

Besetzung und Regieteam

REGIE UND FASSUNG Kristo Šagor BÜHNE Anne Ehrlich, Janja Valjarević KOSTÜME Christl Wein MUSIK Sebastian Katzer VIDEO Sebastian M. Purfürst DRAMATURGIE Anne Tippelhoffer, Juliane Koepp LICHT Kristina Jedelsky MASKE Andreas Müller

mit Jannika Hinz (Annika), Tara Helena Weiss (Bea), Franz Jährling (Cem), Noemi Clerc (Emily), Noah Tinwa (Erik) Emil Kollmann (Henk),  Bjarne Meisel (Lenny), Alexander Damm (Li), Paul Stiehler (Malte), Linda Hügel (Nina), Pepe Röpnack (Stanko), Cedric Eich (Tarek), Lina Bookhagen (Vanessa). 

Pressestimmen

„13 Jugendliche kämpfen mit allen Mitteln, vor allem digitalen, um ihre Identität. Gemeinsam sind sie nur im Klassenzimmer, sonst erleidet jeder für sich allein die digitale Adoleszenz. Mit hohem Tempo hauen die Spieler des jungen DT die überwiegend beklemmenden Monologe heraus, schlüpfen in die Rollen von Schulschwänzern und Mobbing-Opfern, Computernerds und Opernaspiranten, Magersüchtigen und Suizidgefährdeten.” – Ute Büsing, rbb Inforadio, 13.02.2018

„Klassenbuch ist ein starker, hochkomplexer und verunsichernder Abend, der die Möglichkeit, in unserer zeit im traditionellen Sinn jung zu sein, in Frage stellt.” – Sascha Krieger, Stage and Screen, 13.02.2018

„Die Übergänge vom Selbstmordversuch zum Gruppensex, von der Verzweiflung zur Euphorie sind damit fließend: das eine spiegelt sich im anderen. Das ergibt ein schön komplexes, dichtes Geflecht. Videos, Piktogramme, chorisches Sprechen, Gesang, Schweigen: dankenswerterweise verzichtet der Abend auf botschaftshafte Eindeutigkeit.” – Dirk Pilz, Frankfurter Rundschau, 14.02.2018

Premiere

12.02.2018

Termine → Klassenbuch

Weitere Termine folgen.