Miroloi

nach dem Roman von Karen Köhler
REGIE Liesbeth Coltof

  • Kammer
  • DT jung*
  • ausgezeichnet mit dem Theaterpreis „Der Faust“ 2022

Premiere am 13.01.2022

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Inhalt

In einer Fassung von Liesbeth Coltof und Birgit Lengers

„Ich aber, ich werde leben, denn ich bin jung. In mir drinnen ist alles möglich.“

Eine Insel. Endloses Wasser, Felsen, ein Dorf, ein Kloster. Es gibt keinen Strom, nur den Mond, die Sonne und tausend Augen. Es gibt den ewigen Rhythmus der Natur, ein Glaubensbuch und den Pfahl für die Ungehorsamen. Die Männer haben das Sagen und machen die Gesetze. Es ist ein geschlossenes System. Hier wächst ein Mädchen auf, ein Findelkind ohne Herkunft, ohne Mutter und Namen. Anders als die anderen. Sie darf nicht lesen, nicht schwimmen, nicht heiraten. Sie erzählt ihr Miroloi (griechisch für „Rede über das Schicksal“) in 128 Strophen. Ein Klagelied und ein Lied über die Liebe, über den Mut aufzubegehren. Es ist die Geschichte einer Außenseiterin, die ein ganzes System in Frage stellt und bereit ist, einen hohen Preis dafür zu zahlen. 

Die niederländische Regisseurin und FAUST-Preisträgerin Liesbeth Coltof erzählt diese mitreißende und poetische Emanzipationsgeschichte mit einem diversen Ensemble. Die Rollen der Hauptfiguren Alina und Yael übernehmen verschiedene Spieler:innen, denn es ist eine Erzählung vieler, die an jedem Ort und zu jeder Zeit spielen könnte.

mit freundlicher Unterstützung der K.S. Fischer Stiftung 

Besetzung und Regieteam

REGIE Liesbeth Coltof BÜHNE Guus van Geffen KOSTÜME Carly Everaert CHOREOGRAFIE Ronni Maciel DRAMATURGIE Birgit Lengers

mit  Leo Domogalski, Anna Suzuki, Ilja van Urk, Amelie Paneru, Songül Ince, Narin Dogan, Rebecca Rücker, Eren Gündar, Flo Rieder, Greta Borg, Bruno Liebler

Pressestimmen

„Der Roman bedient sich der gewichtigen und kunsthaften Sprache eines Gleichnisses. Das ist passend für die Umsetzung durch die begabten Laien des Jungen DT, die das Sprechen auf der Bühne, also die schöpferische Spannung von Zeichen und Bedeutung gerade entdecken.” – Ulrich Seidler, Berliner Zeitung, 14.01.2022

„Ein wirklich herzerfrischendes Ensemble! Man spürt ein fast familiäres Zusammenspiel, das ist völlig angstfrei, total energetisch! ” – Barbara Behrendt, rbbKultur, 14.01.2022

„Die Regisseurin Liesbeth Coltof und die Dramaturgin Birgit Lengers haben aus dem über 400-seitigen Roman eine kluge Bühnenfassung verfertigt, die sich auf das Wesentliche konzentriert. Dem in Herkunft, Alter und Geschlecht diversen, sehr begabten Ensemble gelingt es, in einer temporeichen Aufführung das Gleichnishafte des Romans zu vermitteln und szenisch umzusetzen.” – Sibylle Marx, Kulturvolk, 17.01.2022

Premiere

13.01.2022

Hinweise

 In dieser Inszenierung wird sexuelle Gewalt gegen Frauen dargestellt.