Ha*l*t
REGIE Tamara Trunova
Premiere am 08.03.2023
letzte Vorstellung am 09.03.2023
Inhalt
Am 24. Februar 2022 sollten im Left Bank Theatre in Kyjiw die Proben zu Hamlet beginnen. An diesem Tag greift Russland die Ukraine an. Die Inszenierung, das Bühnen- und Kostümbild werden „eingefroren”. Hamlet wird zu Ha*l*t, zu einer Aufführung, die nicht stattgefunden hat. Streicht man „me” („mich”) aus Hamlet, wird daraus Ha*l*t. Was aber wird aus diesem „Ich”?
Die Inszenierung markiert eine Zäsur, in der ein Raum zur Reflexion entsteht: Was haben wir verloren und was haben wir gewonnen? Wie können wir jetzt weitermachen? Das legendäre „Sein oder nicht sein?” erhält eine neue, erschreckend konkrete Bedeutung. Diese existentielle Frage wird jetzt – ein Jahr später – von den Schauspieler:innen gestellt, die in Berlin auf demontierten Kulissen sitzen. Fortinbras befindet sich im Krieg und Hamlet wird zum Gesprächsanlass angesichts einer Bedrohung, die die ganze zivilisierte Welt betrifft.
Left Bank Theatre
Das im Vergleich zu anderen staatlichen Spielstätten junge Theater (gegründet 1979) auf der linken Seite der Dnipro konzentriert sich auf Gegenwartsdramatik, arbeitet ohne Tabus und Zensur und gehört zu den beliebtesten Bühnen der Stadt. Von 2018 bis Herbst 2022 wurde es von Stas Zhyrkov und Tamara Trunova geleitet. Programmatisch standen dabei starke Regiehandschriften, zeitgenössische Texte und gesellschaftlich relevante Themen im Zentrum der künstlerischen Arbeit. Aktuell versteht sich das Theater als Zentrum der kulturellen Diplomatie. Dank internationaler Partnerschaften und Netzwerke nutzt es die Kunst, um von den Bühnen Europas über den Krieg Russlands gegen die Ukraine zu berichten und die ukrainische Kultur zu verteidigen.
Dauer
1 Stunde 45 Minuten, 0 Pausen
Premiere
08.03.2023
Dernière
09.03.2023
Hinweise
in ukrainischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
in der Vorstellung Ha*l*t werden Stroboskop-Effekte verwendet.