Schwarze Löcher und forensische Landschaften
mit Anne Huffschmid (Kulturwissenschaftlerin, Autorin)
Inhalt
Das Verschwinden von Menschen produziert Gespenster – und schwarze Löcher in unserer Vorstellungskraft. In Lateinamerika spricht man zudem von Verschwindenlassen, eine Terrortechnik in Militärdiktaturen und Aufstandsbekämpfung, die sich in die Gegenwart fortsetzt.
Wie nähert man sich diesen Löchern, von denen es keine oder nur leere Bilder gibt – welche Sprachen können wir dafür finden?
Anne Huffschmid berichtet von ihren Filmrecherchen in den Gewaltlandschaften Mexikos, von forensischer Anthropologie als Grenzüberschreitung und Suchmanövern als Widerstand – und von den Versuchen einer Erzählbarmachung.