Tod.Sünde.7
REGIE Wojtek Klemm
Inhalt
Die Todsünde ist wie auch die Liebe eine radikale Möglichkeit,
die der Mensch in Freiheit wählen kann.
Katechismus der Katholischen Kirche
Der Umgang mit dem Bösen hat die Menschheit zu allen Zeiten beschäftigt: Im 4. Jahrhundert nach Christus geht ein Mönch in die Wüste und beschreibt die Verführung zur Sünde als dämonische Heimsuchung, im 21. Jahrhundert feiert der Slogan 'Geiz ist geil' gleich zwei Todsünden und Langnese ein limitiertes Sündensortiment. Welche Bedeutung haben Hochmut, Geiz, Neid, Zorn, Trägheit, Völlerei, Wollust in einer säkularisierten Gesellschaft, deren treibende Kräfte Konkurrenz und Konsum sind? Wer oder was führt uns heute in Versuchung? All you can eat? YouPorn? Primark? Der Wolf der Wall Street?
Der Regisseur Wojtek Klemm fragt mit seinem jugendlichen Ensemble nach der Rolle von Lust und Laster im Jahr 2014. Wann geht es mal nicht um me, myself and I? Was ist uns gleichgültig und was macht uns an? Wann rasten wir aus und warum sind wir so ungerührt? Weshalb fotografieren wir uns selbst und wovon bekommen wir nie genug? Und was ist falsch daran? Auf der Basis eigener Texte entsteht zusammen mit den Körperbildern der Choreografin Efrat Stempler eine heutige Höllenfahrt in sieben Kreisen - auf dem dünnen Eis der freien Wahl.
Mit freundlicher Unterstützung der K. S. Fischer-Stiftung.
Premiere
08.05.2014
Besetzung und Regieteam
- Regie Wojtek Klemm
- Musik Micha Kaplan
- Choreographie Efrat Stempler
- Dramaturgie Birgit Lengers
- Bühne und Kostüme Mascha Mazur