Tschick
nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf
REGIE Alexander Riemenschneider, eingerichtet vom Ensemble nach der Bühnenfassung von Robert Koall
Premiere am 03.12.2011
Inhalt
„Eine Minute stand der hellblaue Lada Niva mit laufendem Motor vor unserer Garage, dann wurde der Motor abgestellt. Die Fahrertür ging auf, Tschick stieg aus. Er legte beide Ellenbogen aufs Autodach und sah zu, wie ich den Rasen sprengte. 'Ah', sagte er, und dann sagte er lange nichts mehr. 'Macht das Spaß?'”
Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow, ein Russlanddeutscher aus Berlin-Marzahn, und Maik Klingenberg, sein wohlstandsverwahrloster Klassenkamerad, brechen mit geklautem Lada, aber ohne Plan und Kompass auf zu einer abenteuerlichen Irrfahrt durch die ostdeutsche Provinz. Alexander Riemenschneider inszeniert die berührende und lakonisch-komische Road-Novel über zwei 14-jährige Außenseiter, die nichts zu verlieren haben und auf ihrer Reise die Fremde vor der Haustür und wahre Freundschaft finden.
„Eine Geschichte, die man gar nicht oft genug erzählen kann … existentiell, tröstlich, groß.” – Tobias Rüther, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung.
Pressestimmen
„In der kleinen Box des Deutschen Theaters wirft Alexander Riemenschneider nur wenige Wochen nach der Uraufführung in Dresden statt röhrendem Motor das Kopfkino an. Zwischen Podesten mit Wüstensand und Kakteen, hinter denen der Sehnsuchtsort Walachei in Großbuchstaben leuchtet, erzählen Sven Fricke und Thorsten Hierse in knapp zwei Stunden die Geschichte als verrücktes Rollenspiel.” – Georg Kasch, Berliner Morgenpost, 05.12.2011
„Ein schöner, ein runder, ein lässiger Abend, der Lust entfacht, die Nase aus der Komfortzone der Konventionen herauszubewegen.” – Tom Mustroph, Zitty, 14.12.2011
„Man wünscht sich, dass dieser wunderbar traurig komische Roadmovie niemals endet und freut sich unglaublich, dass man zu diesem Abend eingeladen war.” – SWR 2, 05.12.2011
„Und weil die beiden Hauptdarsteller das ausgesprochen gut beherrschen und sich mit großer Lust in die Story hineinwerfen, hat man auch im Parkett entsprechenden Spaß. Man schaut praktisch – und damit ist der Abend durchaus nahe am Roman – zwei pubertierenden Außenseitern beim ständigen Entwerfen, Übermalen und Zurechtrücken ihrer eigenen, schön spinnerten Gedankenwelt zu. ” – Christine Wahl, Der Tagesspiegel, 05.12.2011
Premiere
03.12.2011
Hinweise
Wegen des großen Erfolges und der starken Nachfrage wurde die Inszenierung von der Box in die Kammerspiele verlegt.
Mit über 160 Vorstellungen ist Tschick die erfolgreichste Produktion der Ära Khuon.
Mit freundlicher Unterstützung des DT Freundeskreises.
Besetzung und Regieteam
- Regie Alexander Riemenschneider
- Bühne und Kostüme Rimma Starodubzeva
- Musik Arne Jansen
- Dramaturgie Birgit Lengers