Von der Sehnsucht, ein Gegenstand zu werden

von Thomas Melle nach den Romanen Die Welt im Rücken und Haus zur Sonne REGIE Claudia Bossard

  • DT Bühne
  • Explodierende Neuronen
  • Existenzieller Slapstick
  • Autofiktion

Premiere am 18.03.2027

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Inhalt

Thomas Melle, einer der aufregendsten Schriftsteller der Gegenwart, hat zwei hochliterarische, wahnwitzige und tieftraurige Romane geschrieben über sich und die Welt, in der wir leben. In Die Welt im Rücken und Haus zur Sonne beschreibt der Kleist-Preisträger schonungslos seine bipolare Erkrankung, die zu einem bezwingenden Psychogramm unserer verstörenden Gegenwart wird. Im Mittelpunkt steht eine körperlose, glatte Gesellschaft, die sich nicht mehr spürt und jede Verbindung zu sich selbst und zum Rest der Welt verloren hat. Was zunächst dystopisch klingt, entfaltet sich zu einer großen, sprachmächtigen Erzählung über die Träume der Menschen.

Der Schriftsteller Thomas Melle, 1975 geboren, studierte Vergleichende Literaturwissenschaft und Philosophie in Tübingen, Austin (Texas) und Berlin. Er ist Autor vielgespielter Theaterstücke und übersetzte u. a. William T. Vollmann und Quentin Tarantino ins Deutsche. Sein Debütroman Sickster (2011) war für den Deutschen Buchpreis nominiert und wurde mit dem Franz-Hessel-Preis ausgezeichnet. Im Jahr 2014 folgte der Roman 3000 Euro, 2016 Die Welt im Rücken und 2025 Haus zur Sonne. Alle drei Romane standen auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis. 2026 wird er mit dem renommierten Kleist-Preis ausgezeichnet.

Die Regisseurin Claudia Bossard, die zuletzt am DT Schillers Die Räuber und Rainald Goetz‘ Baracke inszenierte, ist seit Jahren mit Thomas Melle künstlerisch verbunden. 2018 inszenierte sie die österreichische Erstaufführung seines Theaterstücks Bilder von uns am Schauspielhaus Graz. Nun werden zum ersten Mal beide Romanteile als eine Erzählung für die Theaterbühne adaptiert.

Wenn Bossard auf Melle trifft, dann dürften sich Punk und Sprache, Welt und Kunst zu einer irisierenden Gegenwartsdiagnose verdichten.

Premiere

18.03.2027

Besetzung und Regieteam